Sozialer Dünkel: Die SPD und das Stefan-Raab-Problem

Nirgendwo wird der sogenannte kleine Mann so heftig ans Herz gedrückt wie im linken Milieu. Aber wehe, er kommt den Wortführern dort wirklich nah. Dann regiert man mit Abwehr und Spott.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...-a-920516.html
  1. #1

    Frauenquote

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Nirgendwo wird der sogenannte kleine Mann so heftig ans Herz gedrückt wie im linken Milieu. Aber wehe, er kommt den Wortführern dort wirklich nah. Dann regiert man mit Abwehr und Spott.

    Steinbrück: Das Problem mit dem kleinen Mann - SPIEGEL ONLINE
    So sehr ich Herrn Fleischhauer Recht gebe, so trägt er doch dazu bei, dass es eine Sympathiewahl der Personen wird und nicht eine Wahl der besten Programme. Aber so ist das wohl. Das beste Programm nutzt nix, wenn die Personen fehlen, die es sympatisch und glaubhaft transportieren können.
    Die SPD hat sicher nicht das schlechteste Wahlprogramm, nur der Kandidat kann es nicht glaubhaft verkörpern. Ihm glaubt man es nicht.
    Ein Aspekt ist noch völlig außer Acht gelassen worden. Sollen wir in Deutschland die Frauenquote auf dem Platz des Bundeskanzlers wirklich auf NULL setzen. Wo wir in Punkto Frauenquote in Führungsetagen ohnehin schon so weit hinten liegen? ;-)
  2. #2

    Linke Psychologie

    Es geht ja bei der SPD und den Grünen nicht wirklich um soziale Gerechtigkeit sondern nur um das soziale Empfinden. Mithin um eine Beruhigung des schlechten Gewissens angesichts des eigenen Erfolges. Ansonsten würde sich die SPD wohl mehr darum kümmern, dass Menschen in Arbeit und Brot kommen und nicht um deren dauerhafte Alimentierung durch die Steuergelder der gesellschaftlichen Mitte.
  3. #3

    vielen Dank!

    Genau so ist es. Steinbrück ist einfach zu weit von den Menschen, deren Probleme es zu lösen gilt entfernt.
  4. #4

    Linke vs.

    Die Linken reden gerne über den "kleinen Mann", aber nicht mit ihm. Und da sie alle intellektuell sind, wissen sie auch genau, was gut für ihn ist. Dass die Betroffenen das oft anders sehen, ist irrelevant, die haben ja nicht alle studiert.
  5. #5

    Dunkel

    Nee, das ist ein Problem der Deutschen ganz im Allgemein, dass sobald man in einer anderen Partei ist (oder nur eine andere Meinung hat), als die herrschende Clique, man nicht wegen seiner politischen Meinung angefeindet wird, sondern wegen dem was man ist.
  6. #6

    Auf Worte achten

    Sehr schöner Kommentar, Herr Fleischhauer. Man hört es schon, wenn man einfach mal etwas bei den Vertretern der Parteien zuhört: Die linken Parteien sprechen meist davon, "die kleinen Leute" zu vertreten. Die Konservativen/Liberalen von den "Bürgern". Gemeint sind die gleichen Leute - doch die Vokabeln zeigen nur zu deutlich, von welcher Blick- und Augenhöhe der jeweils Sprechende ausgeht...
  7. #7

    Rot-Grüne Arroganz

    Das ist auch der Erfolg der CSU in Bayern. Schröder, Fischer und Co von Rot-Grün haben sich ihrer Herkunft geschämt und wollten diese vergessen machen. Edmund Stoiber oder Seehofer punkten mit ihrer einfachen Herkunft die sie oft betonen beim Wähler, sie sind keine Empokömmlinge die ihre Wurzeln verleugnen und vergessen und dabei die verachten die so einen Aufstieg nicht geschafft haben.
  8. #8

    So so,...

    ist es jetzt die Schuld der SPD, dass das "linke" Feuilleton der FAS (was sowieso mal dahingestellt sei) die Wahlkampfplakate der SPD kritisiert? Odre dient das jetzt als Beweis dafür, dass "Linke" gegen "Linke" schiessen? Man weiß nicht so recht, was uns Herr Fleischhauer (etwa auch ein Metzgerlehrling und deswegen so sauer) damit sagen will... Im Übrigen wird die Mißachtung des "normalen" Volkes (der LIDL-Verkäuferin) natürlich nicht durch die Gestik von Frau Murksel deutlich, sondern schlicht und einfach durch ihre Politik, wie z.B. das geplante Familiensplitting. Und selbst an der Tatsache, dass Steinbrück Volkswirt ist, hat Herr Fleischhauer was auszusetzen, dabei sollten wir zusehen, dass wir mehr Leute dieses Faches für die Politik gewinnen können und wir nicht bald vollständig von Juristen, Lehrern und Naturwissenschaftlern regiert werden...
  9. #9

    Volltreffer

    Lieber Herr Fleischhauer,

    nachdem Ihre letzten Kolumnen doch eher Randthemen behandelten, ist diese mal wieder ein Treffer in's Schwarze. Ich kann dazu noch ergänzen, dass nach meiner Erfahrung diejenigen, die besonders laut mehr Geld für den Staat fordern, die gewieftesten sind, was das Suchen nach Steuerschlupflöchern betrifft. Und ihre Kinder um keinen Preis der Welt mit einem Unterschichtenkind in eine Schule gehen sehen wollen.