Handysparten-Verkauf: Das neue Nokia

AP/dpaNokia schockiert seine verbliebenen Fans. Mit dem Verkauf des Smartphone-Geschäfts scheint nur noch eine Hülle des einstigen Handypioniers zu überleben. Doch der Deal könnte für den finnischen Konzern zum Befreiungsschlag werden.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...-a-920204.html
  1. #1

    Ich sehe das eher negativ

    Tja, wie geht es weiter mit Finland ?
    Der einzige - mir bekannte - finnische (Multimedia-) Konzern von Weltrang wird jetzt geschluckt....und dann? Zurück zum Holzfällen und Rentiere züchten ?
    Klar haben sie erstmal gesagt, daß 32000 Mitarbeiter übernommen werden, aber für die Führungskräfte wird das bald heißen, ab nach Redmond oder weg, und die Fertigung wird eh vollständig nach Südostasien gehen.
    Und dann bleiben den Finnen noch die Karten, die kaum jemand braucht und die Netzwerksparte, bei der es längst genug Konkurrenz auf dem Weltmarkt gibt mit viel mehr Erfahrung und festen Kundenbindungen.
    Sicher wird man noch 3 oder vier Jahre vom finnischen Staat subventioniert werden, aber spätestens wenn auch die letzte finnische Sauna ans Internet angeschlossen wurde, wird die Netzwerksparte überflüssig sein und schliessen.
    Sehr schade für die finnischen Arbeitnehmer und für uns, hoffentlich wird das kein zweites Griechenland in einigen Jahren...
  2. #2

    optional

    Ein zweites Griechenland?? Da kennen sie die Finnen aber sehr schlecht! Die haben schon einmal eine für sie einschneidende Zäsur - den Zusammenbruch ihres wichtigen Handelspartners Sowjetunion - mit Zielstrebigkeit und Hartnäckigkeit bestens überstanden.
  3. #3

    Wer Finnland mit Griechenland vergleicht war sicher noch nicht in diesem Land. Hier zeigt sich nur wieder unsere deutsche Überheblichkeit. Ich lebe jetzt seit ca. einem Jahr in Finnland und ich muss sagen, dass hier vieles schon existiert was in Deutschland erst diskutiert wird. Und genügend grosse Konzerne gibt es durchaus. Nur um ein paar zu nennen: UPM Kymmene (einer der grössten Papierhersteller der Welt), KONE (einer der grössten Produzenten von Rolltreppen, Fahrstühlen etc.), Wärtsilä (so ziemlich jedes Schiff hat irgendwelche Teile davon verbaut), NORDEA (wenn auch nur teilweise finnisch)... Sicher ist das nicht mit der deutschen Konzernlandschaft zu vergleichen, aber dafür leben hier ja auch nur 5 Millionen Menschen :) Und es ist es nicht auch in D der Mittelstand der eigentlich für die wirtschaftliche Stärke steht? Die Konzerne haben doch eh nur noch ihre Zentralen aus Repräsentationszwecken in den westlichen Ländern und Steuern werden auch nicht all zu viele gezahlt...
  4. #4

    Zwangskauf

    80% aller Windows Phone8 Smartphones weltweit kommen nur von Nokia.

    Wäre Nokia pleite gegangen oder von einer anderen Firma aufgekauft worden, dann hätte dies auch das sofortige Aus für das Betriebssystem von Microsoft bedeutet.

    Insofern blieb Microsoft nichts anderes übrig als diesen Kauf zu tätigen.

    Nokia hätte gut daran auf die mahnenden Stimmen zu hören und vor drei Jahren nicht auf das sinkende Schiff zu setzen sondern hochwertige Androids zu verkaufen. Oder noch besser: 2007 nach Vorstellung des iPhones sofort ein konkurrenzfähiges neues Betriebsystem und Geräte zu entwickeln. Dies hätten sie noch vor Android angesichts ihrer extremen Marktmacht ohne Probleme erfolgreich platzieren können.

    Aber wie Microsoft ruhte man sich erfolgsverwöhnt viel zu lange auf seinem Symbian und Windows Mobile Schrott aus bis iOS und Android mit Vollgas vorbeizogen.
  5. #5

    hin oder her

    Nokia hat es schwer. In einem der für
    die Finnen wichtigsten Märkte hat sich die Firma für lange Zeit disqualifiziert, nämlich Deutschland. Der unverschämte Abgang der Finnen aus dem deutschen Werk wird lange nachhallen, sehr lange. Mit wem man auch über Handy u. Co. sprach: Nokia-
    nie wieder, kam der Kommentar.
    Inzwischen ist dieses Beispiel von
    "Unternehmenskultur" zwar schon
    Geschichte, nichtsdestotrotz aber
    durchaus im Bewusstsein der Handykäufer in Deutschland verblieben. Und so könnten die Finnen
    mir ihr Handy schenken, ich würds nicht nehmen wollen. So wird auch
    Microsoft mit neuen Produkten made by Nokia in Deutschland seine böse
    Überraschung bezüglich der zukünftigen Verkaufszahlen erleben.
    Der Abgang der Finnen hat die Marke
    bei uns nachhaltigst beschädigt.
  6. #6

    Nokia, wie war das doch gleich?

    tja, wie war das doch gleich: Mit EU-Fördergeldern sic h in Deutschland angesiedelt, dann mit Fördergeldern in Rumänien?
    War das nicht so???

    Wer überprüft denn nun was passiert, 5 Jahre NACHDEM die Konzerne das Geld kassiert haben?
  7. #7

    Fuß in Europa

    Alles was mit Netzstrukturen, Software und Geräten, wie Handys, zu tun hat legt zu. Wir leben in einer Informationsgesellschaft. Handel mit Daten, ob legal oder illegal beinhaltet dies.
  8. #8

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Nokia schockiert seine verbliebenen Fans. Mit dem Verkauf des Smartphone-Geschäfts scheint nur noch eine Hülle des einstigen Handypioniers zu überleben. Doch der Deal könnte für den finnischen Konzern zum Befreiungsschlag werden.

    Nokia und Microsoft: Was aus dem Handypionier wird - SPIEGEL ONLINE
    Alle die Jahre mit innovativen Handys ganz vorne dabei, so viele Dinge pioniert, über eine Dekade lang praktisch definiert was ein Handy können sollte und diese Fotostrecke ist alles was der Spiegel unter "Das war Nokia" hinbekommt?! Wirklich?!
  9. #9

    hahaaa :P

    das ich das noch erleben darf, einfach nur schön! subventionen, infrastruktur und arbeitsleistung abgreifen, kohle nehmen und verschwinden. das war nokias "erfolgsrezept". und das obwohl gewinne erwirtschaftet wurden. wie asozial kann eine firma noch sein? die haben es echt nicht anders verdient. hoffentlich kapieren die firmen endlich mal, dass sich nicht die billigste, sondern die beliebteste durchsetzen wird. und ein gutes image / konzernführung ist dabei das A und O.