Auto-Jahrgang 1983: Wenn Alteisen zu Gold wird

Audi Endlich alt genug: Auf der IAA in Frankfurt werden nicht nur die Auto-Neuheiten enthüllt, sondern in einer Sonderschau auch die Stars der Messe 1983 gezeigt. Die Newcomer von einst dürfen jetzt das H-Kennzeichen tragen - auch wenn man das manchen Exponaten nicht zutraut.

http://www.spiegel.de/auto/aktuell/i...-a-918706.html
  1. #1

    Gebetsmühlen wieder in SchwungZitat:

    Zitat aus dem Artikel: "Doch das wird sich ändern. Gegenwärtig sind mehr als eine Viertelmillion Fahrzeuge in Deutschland mit einem H-Kennzeichen unterwegs, Altmetall boomt. Und mit dem Eintritt in die geburtenstarken Jahrgänge der Autotypologie, von denen viele vollverzinkte Karosserien haben und entsprechend nicht so leicht vom Rost dahingerafft werden, dürfte diese Zahl schon bald nach oben schnellen." Dieser Aussage widerspreche ich vehement! Die Zahl der neu auf H-Kennzeichen zugelassenen Oldtimer ist bei der Gruppe der 30-40-Jährigen rückläufig. Momentan "boomt" die Neuzulassung bei den 40-50-Jährigen. Darüberhinaus wird es ab den Baujahren um 1985 herum gar keine Veranlassung geben, diese auf H-Kennzeichen zuzulassen (Dieselfahrzeuge ausgenommen), denn durch den um diese Zeit bi vielen Fahrzeugen serienmäßig verbauten geregelten Katalystor fahren diese Autos ohnhin mit grüner Plakette und somit 1.kostengünstiger als mit H-Kennzeichen und 2.mit Berechtigung, Umweltzonen zu durchfahren. Leider verbreitet sich die Mär von der Young- und Oldtimerschwemme derart unreflektiert durch alle Medien und auch durch die Oldtimerszene, daß einem die Haare zu Berge stehen. Schauen Sie sich doch auf Oldtimertreffen um. Wo sind denn die Fahrzteuge der 80er? Wo sind denn die Fiats, Renaults, Peugeots, Alfas, Lancias etc. abgeblieben? Die "Schwemme" an ein paar robust gebauten und noch im Straßenbild präsenten Fahrzeugen á la Mercedes-Benz W124 oder W201 sowie VW Golf II festzumachen zeugt eher von einem einst qualitativen Aufbäumen der beiden Hersteller, denn von einem Heer an unüberschaubaren angehenden Klassikern.
  2. #2

    Gebetsmühlen wieder in Schwung

    Zitat aus dem Artikel: "Doch das wird sich ändern. Gegenwärtig sind mehr als eine Viertelmillion Fahrzeuge in Deutschland mit einem H-Kennzeichen unterwegs, Altmetall boomt. Und mit dem Eintritt in die geburtenstarken Jahrgänge der Autotypologie, von denen viele vollverzinkte Karosserien haben und entsprechend nicht so leicht vom Rost dahingerafft werden, dürfte diese Zahl schon bald nach oben schnellen." Dieser Aussage widerspreche ich vehement! Die Zahl der neu auf H-Kennzeichen zugelassenen Oldtimer ist bei der Gruppe der 30-40-Jährigen rückläufig. Momentan "boomt" die Neuzulassung bei den 40-50-Jährigen. Darüberhinaus wird es ab den Baujahren um 1985 herum gar keine Veranlassung geben, diese auf H-Kennzeichen zuzulassen (Dieselfahrzeuge ausgenommen), denn durch den um diese Zeit bi vielen Fahrzeugen serienmäßig verbauten geregelten Katalystor fahren diese Autos ohnhin mit grüner Plakette und somit 1.kostengünstiger als mit H-Kennzeichen und 2.mit Berechtigung, Umweltzonen zu durchfahren. Leider verbreitet sich die Mär von der Young- und Oldtimerschwemme derart unreflektiert durch alle Medien und auch durch die Oldtimerszene, daß einem die Haare zu Berge stehen. Schauen Sie sich doch auf Oldtimertreffen um. Wo sind denn die Fahrzteuge der 80er? Wo sind denn die Fiats, Renaults, Peugeots, Alfas, Lancias etc. abgeblieben? Die "Schwemme" an ein paar robust gebauten und noch im Straßenbild präsenten Fahrzeugen á la Mercedes-Benz W124 oder W201 sowie VW Golf II festzumachen zeugt eher von einem einst qualitativen Aufbäumen der beiden Hersteller, denn von einem Heer an unüberschaubaren angehenden Klassikern.
  3. #3

    Der Lancia hieß anders

    Bitte korrigieren: Der Lancia in der Sonderschau heißt nicht Volume, sondern Volumex, ein Kürzel für den verbauten Kompressor.
  4. #4

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Endlich alt genug: Auf der IAA in Frankfurt werden nicht nur die Auto-Neuheiten enthüllt, sondern in einer Sonderschau auch die Stars der Messe 1983 gezeigt. Die Newcomer von einst dürfen jetzt das H-Kennzeichen tragen - auch wenn man das manchen Exponaten nicht zutraut.

    IAA-Sonderschau: Die Neuheiten des Jahres 1983 - SPIEGEL ONLINE
    Wenn ich den Monza GSE mit dem OPEL-Frontantriebseinheitsschrott von heute vergleiche, könnte ich schwermütig werden.
  5. #5

    Praktikantenwerk

    Der Satz "Denn dieser Kapitän [von 1963] galt beispielsweise 1983 ganz gewiss noch nicht als Klassiker, sondern eher als vollkommen aus der Mode geratenes Altmetall." zeigt, dass hier jemand den Artikel schreiben durfte, der die 80er allenfalls vom Hörnsagen kennt. Dieses Auto wäre auch in den 80ern schn als Oldtimer wahrgenommen worden. Offensichtlich hat sich das Autodesign Ende der 60er in die Richtung gewendet, die bis heute bestimmend ist. Natürlich wirken die Modelle aus den 70ern und 80ern heute sehr kantig, aber die Wende zur rationalen Formgebung wurde damals eingeschlagen, der Luftwiderstand als Hauptmerkmal des Karosseriedesigns wurde in den 80ern dominierend. Und der Calibra von 1992 zeigt, dass das Autodesign in den letzten 20 Jahren nichts wirklich Neues vervorgebracht hat: Die Retrowelle hat die Chromverzierungen zurückgebracht und orientirt sich ansonsten bezeichnenderweise an den 50ern. Das alles hätte auch ein Praktikant mit etwas Recherche, Interesse am Thema oder einem kurzen Gespräch mit einem Kollegen in den 40ern herausfinden können. Aber die Generation "Praktikum" googlet sich ihre Realität ja lieber virtuell zusammen, denn was kümmert einen schon, was wirklich, wahr und richtig ist?
  6. #6

    ...

    Zitat von osbourne68 Beitrag anzeigen
    (...)Die Zahl der neu auf H-Kennzeichen zugelassenen Oldtimer ist bei der Gruppe der 30-40-Jährigen rückläufig. Momentan "boomt" die Neuzulassung bei den 40-50-Jährigen. Darüberhinaus wird es ab den Baujahren um 1985 herum gar keine Veranlassung geben, diese auf H-Kennzeichen zuzulassen (Dieselfahrzeuge ausgenommen), (...) (...)
    Warum nehmen Sie die Diesel raus? Gerade die sind doch interessant.
    Einem Dieselfahrzeug ein H-Kennzeichen zu verpassen, entschärft diesen doch entscheidend bezügl. der KfZ-Steuer. Dazu noch die pauschale Oldie-Versicherung, die keine Schadenfreiheitsklassen kennt und dadurch für Fahranfänger, die sonst mit 250% oder so einsteigen, interessant ist und fertig ist der für jeden bezahlbare Golf II Diesel, wartungsarm wie ein Kettcar und mit den 4-5 Litern Diesel, die er alle 100 km haben will, ist nur segeln günstiger.
  7. #7

    ...

    Zitat von sampleman Beitrag anzeigen
    Bitte korrigieren: Der Lancia in der Sonderschau heißt nicht Volume, sondern Volumex, ein Kürzel für den verbauten Kompressor.
    Egal, bis das korrigiertist, wird er eh als Haufen Rost zusammengefegt - da ist der Kompressor dann auch nicht mehr von zu trennen.
  8. #8

    Das war etwas später

    Zitat von osbourne68 Beitrag anzeigen
    Darüberhinaus wird es ab den Baujahren um 1985 herum gar keine Veranlassung geben, diese auf H-Kennzeichen zuzulassen (Dieselfahrzeuge ausgenommen), denn durch den um diese Zeit bi vielen Fahrzeugen serienmäßig verbauten geregelten Katalystor fahren diese Autos ohnhin mit grüner Plakette
    1985 war der Katalysator bei denen, die das Thema überhaupt schon kannten, noch als Spritverschwender verrufen. Noch Ende 1988 als ich mir einen Neuwagen mit 3-Wege-Katalysator gekauft habe wurde mir noch vielfach abgeraten ("bist Du sicher dass Du weißt was Du tust?").
    Ich hab es damals nicht bereut, das Auto war 40 cm größer, 22 PS stärker, 200 kg schwerer und (dank Einspritzung) ~0,5 L/100km SPARSAMER als der Vorgänger ohne Kat und mit Vergaser.
    Flächendeckend wurde der Kat ab ~1990 gekauft.
  9. #9

    Umweltzonen sind mitnichten ein Hindernis für Oldtimer - hier gilt eine Ausnahmeregelung. Eine Umweltplakette brauchen Fahrzeuge mit H-Zulassung nicht. Ein Kostenvorteil durch einen Katalysator ist auch nicht in jedem Fall gegeben. Vor allem hubraumstarke Klassiker können durch die Pauschalbesteuerung für H-Kennzeichen sogar sehr viel günstiger wegkommen ohne den Plakettenzwang. Mein 84er M635 wird mit H-Zulassung über 600 EUR günstiger, was die Jahressteuer betrifft. Da die H-Zulassung meistens auch eine der Voraussetzungen für eine Oldtimerversicherung ist, lässt sich hier auch nochmal eine Menge Geld sparen. Wenn ein Fahrzeug eine H-Zulassung bekommen kann, ist es nicht nur aus diesem Grund oftmals unklug es noch regulär zuzulassen.