Appell nach Plagiatsaffären: Gebt dem Doktortitel ein Verfallsdatum!

CorbisWie sollen Universitäten gegen Pfusch in der Wissenschaft vorgehen? Der Wirtschaftsprofessor Manuel René Theisen schlägt im Hochschulmagazin "duz" eine ungewöhnliche, aber pragmatische Lösung vor: den Doktortitel auf Zeit.

http://www.spiegel.de/unispiegel/stu...-a-919570.html
  1. #1

    Wozu braucht man einen Doktortitel

    wenn man ihn nicht gebraucht??
    Frau Merkel hat nie in der Physik gearbeitet, sondern hat den Titel nur missbraucht. Anderen Politikern ist das ebenfalls vorzuhalten.V.d.L, Schawan, Guttenberg und wie sie alle hiessen.
    Adenauer war schlauer, ich glaube der hatte ueber
    50 hc.s.
  2. #2

    lieber

    prof. theissen - wenn man, ihren vorschlägen folgend, seinen "doktor" nach den regeln und auf dem niveau einer führerscheinprüfung bekommen könnte, müsste das dann ja logischerweise auch für die zuvor zu absolvierenden studien und ihre abschlüsse gelten. ergo: erkenntnisgewinn null - aber meine visitenkarte besäße dann inzwischen mindestens format DIN A4 ...
  3. #3

    hier könnte Ihre Werbung stehen

    Der link zur duz geht nicht. Dabei hätte mich interessiert, on dort wirklich so ein elaborierter Unsinn steht.
  4. #4

    Was für ein Aufwand

    Dies erscheint mir einfach zuviel Aufwand. Man muß bedenken, daß alle Plagiatsfälle aus Zeiten stammen, als es noch kein Internet gab. Damals war es sehr aufwendig Literatur zu recherchieren.

    Ab in die Uni Bibliothek, Handkatalog durchsucht, meistens Bücher per Fernleihe bestellt, nach ein paar Tagen konnte man sie im Lesesaal einsehen - oder als Doktorand an einem Institut bekam man meistens Kopien der betreffenden Artikel kostenlos an das Institut geliefert.

    Dann lesen und verarbeiten. Der Doktorvater hatte diese Literatur aber nicht zur Hand - man mußte seine vorhandenen Kopien ja auch nicht abliefern. Also konnte der Doktorvater diese Zitate auch nicht wirklich überprüfen - das wäre ein wahnsinnige Arbeit gewesen. Also mußte er sich darauf verlassen, daß der Doktorand wahrheitsgemäß und ordentlich zitiert und gearbeitet hat - daher auch die Ehrenerklärung.

    Doch heute ist das mit Hilfe des Internets völlig anders. Es geht relativ schnell Zitate und verdächtige Abschnitte zu prüfen und so gibt es für den Doktorvater ganz andere Arbeitsmittel um die Dissertation zu beurteilen.

    Daher glaube ich nicht, daß es einer bürokratischen Änderung bedarf. Was es bedarf, ist ein Qualitätsstandard für nichtexperimentelle Arbeiten. Während Naturwissenschaftler viele Jahre an ihren Versuchen und dem Zusammenschreiben sitzen, können theoretische Arbeiten in kürzester Zeit angefertigt werden. Da ist die Versuchung groß, mal schnell einen Doktor zu machen. Ebenso kritisch sind externe Doktorarbeiten, da die Arbeitsweise da kaum kontrolliert werden kann.

    Vielleicht sollte man eine Mindestdauer mit Präsenz am Institut vorschreiben - dann würde sich die Spreu recht schnell vom Weizen trennen.
  5. #5

    Denken wir das doch mal weiter, warum nicht auch ein Verfallsdatum fürs Abi oder einen Gesellenbrief?
  6. #6

    Der Traum: Der Oberkontrolletti sein!

    Hochschulen und die Forschungsbürokratie sind in den letzten Jahren zu einem Geschäftsbereich geworden, in dem Wissenschafts"manager" Milliarden von Staatsknete verwalten und enormen teilweise undurchsichtigen Einfluss und Macht ausüben, durch formelle und informelle Prozesse. Die Selbstverwaltung der Wissenschaft, eine Errungenschaft des Abendlandes und ein Garant dafür, dass eine offene Meinungsbildung in der Wissenschaft eine Chance hat, wird zunehmend durch ein undurchsichtiges hierarchisches Machtsystem ersetzt. Der Gedanke, nun auch die Kontrolle über die Lehrmeinungen zu behalten, kommt nicht erstaunlicherweise von einem Betriebswirt, der die Wissenschaft wie ein Grossunternehmen organisieren will. Dagegen spricht, dass von Grossunternehmen selten richtungsweisende Innovationen kommen (weil die Muftis an der Macht an iher Unfehlbarkeit glauben müssen), und es ausreichend Beispiele dafür gibt, dass der Wissenschafts-Mainstream Irrtümer zementiert, und abweichende Ansichten auch oft lange ablehnt. Irgendwo muss die Kontrolle ein Ende haben, und die Meinungsfreiheit anfangen. Wenn Qualität von Dissertationen ein Problem ist, dann wenn sie entstehen, und wenn Hochschulen für die Qualität verantwortlich sind. Die Plagiatsaffären der Vergangenheit waren auch Probleme verantwortungsloser Betreuer und Prüfer.
  7. #7

    Verständlich?

    Vielleicht könnten der oder die Verfasser(in/nen) sich erst mal eines verständlichen Schreibstils befleißigen! Das, was sie da verzapft haben, versteht keine Sau, nicht mal mit Doktortitel.
  8. #8

    Führerschein?

    Warum gibt es keinen Führerschein für dumme Ideen in dummen Artikeln für dumme Artikelschreiber?
  9. #9

    Unerträglich

    Diese Diskussion ist wirklich nur noch lächerlich. Da sitzen Menschen vor ihrem PC, suchen sich eine Person des öffentlichen Interesses aus, um sie wegen ihrer vor Jahrzehnten verfassten wissenschaftlichen Arbeit an den Pranger zu stellen. Was leisten diese "Verunglimpfer" für unsere Gesellschaft?? Zu Frau Schavan und Herr Lammers kann man unterschiedliche Meinungen haben, aber sicher haben sie für unsere Gesellschaft viel geleistet. Es sollte eine Verjährungsfrist für solche "Vergehen" geben, dann würde diese unerträgliche Diskussion endlich ein Ende haben.