Holm Friebes Sachbuch "Die Stein-Strategie": Die zweite Maus bekommt den Käse

Holm FriebeVon Steinen lernen, heiße liegen lernen, hat der Komiker Robert Gernhardt einmal geschrieben. Aber kann man noch mehr von ihnen lernen? Der Autor Holm Friebe begründet in seinem Sachbuch die "Stein-Strategie", warum es oft am Besten ist, nichts zu tun.

http://www.spiegel.de/kultur/literat...-a-919565.html
  1. #1

    Hervorragende Theorie!

    ... funktioniert natuerlich nur dann wenn es eine "erste Maus" gibt. Sobald sich dann alle zurueckhalten verschimmelt der Kaese und alle verhungern.
    Ein Hoch dem Pioniergeist - nieder mit diesem sinnfreien Gesabbel...
  2. #2

    nix tun - so wie die auf Rapanui?

    so lange die Entwicklung ignorieren bis es zum Kannibalismus kommt? Die Torhüter sollen in der Mitte stehen bleiben, bis sich die Torschützen einen Wadenkrampf beim Einschießen in die linke Ecke geholt haben? Wieder so ein Ratgeber von der Qulaität: "SEI GLÜCKLICH" oder "LEBE!".
  3. #3

    Wu wei?

    Die Kunst liegt nun darin richtig zu entscheiden, wann man Handeln soll und wann lieber nicht. Ein Kriterium für nicht-Handeln könnte Informationsmangel sein. Welche weiteren Kriterien gibt es?
  4. #4

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Von Steinen lernen, heiße liegen lernen, hat der Komiker Robert Gernhardt einmal geschrieben. Aber kann man noch mehr von ihnen lernen? Der Autor Holm Friebe begründet in seinem Sachbuch die "Stein-Strategie", warum es oft am Besten ist, nichts zu tun.

    Holm Friebes Sachbuch "Die Stein-Strategie" - SPIEGEL ONLINE
    Interessante These. Allerdings wohl nur zutreffend, wenn das Ziel der Erhalt ist. Und den kann man auch langweilig finden.
  5. #5

    Change

    Es heißt: "Never change a running system!"
    Allerdings muss man handeln, wenn's nicht mehr läuft, und da ist der Unterschied zu Merkel.
  6. #6

    Also wenn man auf den Gleisen steht und der Zug naht, ist Nichtstun ziemlich dämlich. Womit wir ohne Umschweife bei der Politik sind, denn die stehen auf den Gleisen und wenn sie springen, dann meistens nicht in weichen Sand, sondern in eine Kaktusplantage, ins Minenfeld, oder gleich in den Abgrund. An der Stelle ist es nicht wirklich beruhigend, daß diesich nicht bewegen, weil sie ja wenn sie es tun, noch mehr Schaden anrichten könnten.

    Im Übrigen flüchten die Ausreißer bei der Tour de France kaum noch, um zu gewinnen, sondern um sich in Szene zu setzen, sich zu präsentieren. Auch das kann Erfolg bedeuten!
  7. #7

    Wuwei - Handeln durch Nicht-tun

    In China seit 2000 Jahren bekannt.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Wu_wei
  8. #8

    Ja und nein

    Einerseits gehe ich konform mit Friebe. Vieles ist blinder Aktionismus.
    Andrerseits muss ich unwillkürlich an Ex-Kanzler Kohl denken. Er hat 16Jahre nur bei Personalthemen agiert und alle fähigen Leute weggebissen. Bei Sachthemen hat er alles nur ausgesessen bis die Republik in betonhafter Starre zum kranken mann Europas wurde. Gerhard Schröder und Rot-Grün haben dann glücklicherweise wieder agiert, den Beton aufgebohrt, und den Zug aufs richtige Gleis gesetzt.
  9. #9

    Stein denkt nicht, Manager schon?

    Zitat von Andersdenker Beitrag anzeigen
    Die Kunst liegt nun darin richtig zu entscheiden, wann man Handeln soll und wann lieber nicht. Ein Kriterium für nicht-Handeln könnte Informationsmangel sein. Welche weiteren Kriterien gibt es?
    Kognitive Grenzen des Entscheiders. Es ist nicht unbedingt Informationsmangel, der das Vorhersagen von Entwicklungen schwierig macht - oft ist es Phantasiemangel und Denkfaulheit (z.B. bei Betriebswirten blind vom homo oeconomicus auszugehen statt von wirklichen Menschen).