Street Food in Jakarta: Die Nacht der langen Löffel

Michael LenzIn Riesenwoks wenden Köche kiloweise Reis, der Duft gebratener Ziege sättigt die Luft: Für richtig gutes Street Food in Jakarta nehmen Eingeweihte lange Anfahrten in Kauf. An den Nasi-Goreng-Stand von Rahadi verirren sich nur wenige Touristen. Ein Fehler.

http://www.spiegel.de/reise/fernweh/...-a-919421.html
  1. #1

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    In Riesenwoks wenden Köche kiloweise Reis, der Duft gebratener Ziege sättigt die Luft: Für richtig gutes Street Food in Jakarta nehmen Eingeweihte lange Anfahrten in Kauf. An den Nasi-Goreng-Stand von Rahadi verirren sich nur wenige Touristen. Ein Fehler.

    Street Food in Jakarta: Das vielleicht beste Nasi Goreng der Stadt - SPIEGEL ONLINE
    Diese kleinen Warungs auf Java und Bali sind wirklich lecker und sehr preiswert, aber man sollte als Londo (Europäer, Australier) durchaus aufpassen, gerade mit Innererein wie Leber. Denn genannte Hühner und Ziegen, welche im Müll der Großstädte leben, sind oft auch die Lieferanten der Garküchen der Großstädte.

    Und man sollte es mit der Schärfe nicht übertreiben und Getränke nur aus verschweißten Flaschen. Und es gibt bei diesen Warungs weitere Probleme, vor 3 Jahren kam raus, dass vieles fritiertes Essen (Krupuk, Nasi/Bami/Ayam/Sapi/Ikan/Tahu/Tempeh/Pisang/...-Goreng) deswegen so cross knusprig ist, weil die Köche Plastikschnipsel (Plastiktüten, etc.) ins Fritieröl (goreng = fritiert) in den Woks reinkippen.

    Letztes Jahr war in den indonesischen Nachrichten, dass viele kleine Stände, die Fruchtsäfte, Eis und solche Sachen anbieten, Textilfarben nutzten, um ihre Speisen und Getränke farbiger zu gestalten. Auch bei den versiegelten Getränkeflaschen-Deckel muss man inzwischen vorsichtig sein und genau hinsehen, diese Leute auf den Straßen bringen es inzwischen fertig, bei selbstbefüllten Originalflaschen die Deckel wieder einzuschweißen.

    Mag sein, dass das porträtierte sehr prominente Warung sauber ist, weil es Ursprung und Aushängeschild einer Restaurantkette in Jakarta ist, man darf aber nicht davon ausgehen, dass das Standard ist. Seit dem ich gewisse Spontanität beim Aufsuchen solcher Warungs vermeide, überstehe ich meine Java-Reisen weitestgehend ohne Durchfall oder schlimmeres, und es hat einen Grund, dass die Kunden des porträtierten Warungs über eine Stunde Fahrzeit (das sind in Jakarta meistens weniger als 5 km!!!) in Kauf nehmen, um zu einem bestimmten Warung zu fahren, wo es doch tausende andere Warungs mit dem gleichen Angebot auf dem Weg dorthin gibt.

    Und das Beste ist sowieso, auch für das Wohlbefinden, um Java richtig zu erleben, raus aus den großen Städten, raus aufs Land fahren!
  2. #2

    optional

    Stimmt schon, was Kamillo (vorstehend) schreibt: Manches ist hochbedenklich. Anderes einfach toll und wohlschmeckend. Und alles liegt sehr nahe beisammen und ist oft schwer auseinanderzuhalten. Und draussen auf dem "flachen Land", irgendwo in Java, wo Mama mittags Schuesseln und Toepfe vor der Tuer aufbaut, schmeckts sowieso viel besser. Stimmt auch!

    Ueber Geschmack kann man allerdings streiten. Fuer mich waere NasGor mit Ziegenleber ein Grund mindestens hundert Meter Abstand zu halten. Aber das ist Geschmackssache und hat nichts mit Qualitaet zu tun.