Neue Regeln: Facebook erlaubt sich Werbung mit Nutzernamen

REUTERSFacebook ändert wieder mal die Nutzungsbedingungen. Es geht um die Werbung mit den Namen und Profilfotos von Mitgliedern. Facebook sagt, man präzisiere nur die Regeln. Doch bestimmte Formulierungen geben Facebook mehr Interpretationsfreiheit.

http://www.spiegel.de/netzwelt/web/n...-a-919520.html
  1. #30

    Zitat von Luke1973 Beitrag anzeigen
    Und wieder die schwachsinnige Gleichsetzung von FB und NSA. Es ist doch wohl ein Unterschied ob ich ein Bild, welches ich selbst bewußt bei FB veröffentliche, später vielleicht irgenwo anders wieder finde oder ob eine ausländische Behörde ohne mein Wissen alle Bilder und Texte auf meiner Festplatte scannt!!!!
    Richtig.
    Aber es muss etwas differenziert werden:
    Mittels Facebook erledigen die Nutzer (freiwillig und kostenlos, wenngleich meist unbewusst) einen wichtigen Teil der Arbeit der NSA. Die NSA muss die Daten dann nur noch übernehmen und auswerten. Dies trifft allerdings wahrscheinlich auch auf die Inhalte zu, die ich bei FB zwar gespeichert, aber bewusst nicht veröffentlich habe.

    Wenn wir aber die Kirche mal im Dorf lassen, stellen wir fest:
    Dass eine Behörde ohne mein Wissen meine Festplatte scannt, ist bei einem normal konfigurierten privaten Computer einer Privatperson mit einem normalen privaten Internet-Zugang aufgrund zahlreicher Details wesentlich unwahrscheinlicher, als dass z. B. sämtliche Daten, auch die nicht öffentlichen, die ich bei Facebook gespeichert habe, von Behörden gescannt werden. Das trifft übrigens genauso auf Cloud-Dienste wie DropBox etc. zu, wenn diese keine echte Ende-Ende-Verschlüsselung mit einer möglichst quelloffenen Software anbieten.
  2. #31

    Zitat von MrStoneStupid Beitrag anzeigen
    Die Lösung ist klar: es muss ein deutsche/europäisches soziales Netzwerk und eine Suchmaschine geben und zwar steuerfinanziert, staatlich, mit prima Datenschutz und Informationssicherheit, frei von kommerzieller Werbung.
    So leid es mir tut, das ist leider reichlich naiv!
    1. gibt es das längst mit jeder Instanz von Diaspora oder Friendica, die jemand freundlicherweise in Deutschland hostet und andere daran teilhaben lässt.
    2. Steuerfinanziert und staatlich mit prima Datenschutz ist ein Widerspruch, wie man an dem DE-Mail-Desaster sehen kann, denn der Staat finanziert die Dinge über Steuern, an denen er ein Interesse hat, und an Datenschutz hat er nur sehr begrenzt Interesse. Und daran, eine FB-Alternative aufzubauen, damit wir alle viel Spaß haben und uns keine Sorgen mehr machen müssen, hat er noch weniger Interesse.

    Zitat von MrStoneStupid Beitrag anzeigen
    Das wäre nicht so teuer und für eine extensive Nutzung kann man ja auch Gebühren erheben aber die Standardnutzung sollte kostenlos sein. Werbefinanziert ist nicht kostenlos, sondern letzendlich teurer, jedenfalls für die Volkswirtschaft, denn Werbung nervt und begünstigt unnötigen Konsum, Bandbreiten-/Energieverschwendung, Korruption, usw.
    Genau, und weil das nicht so teuer wäre, könnten z. B. Sie selbst in Erwägung ziehen, Friendica zu installieren, sich damit Ihr eigenes Soziales Netzwerk aufzubauen, Freunde dazu einladen, sich mit der ganzen Welt vernetzten, und gleichzeitig wüssten Sie, wo Ihre Daten und die Ihrer Freunde gespeichert sind: auf Ihrem Server. Und ganz nebenbei würden Sie nach Ihrer Argumentation auch noch Ihren Beitrag für die Volkswirtschaft und die Korruptionbekämpfung leisten.
    Zitat von MrStoneStupid Beitrag anzeigen
    Deutschland und die EU können das, gar keine Frage. Kann doch nicht so schwer sein. Ist mir ein Rätsel, warum die Parteien dieses Thema noch nicht für sich entdeckt haben, denn das käme beim Bürger doch sicher gut an, gerade bei den Jungwählern. (alles imho)
    Gar keine Frage, die könnten das, aber die wollen das gar nicht, drum machen die das auch nicht.
    Die Parteien nutzen einfach Facebook und erreichen damit eine gigantische Zahl von Leuten, gerade auch Jungwähler.
    Wenn sich Alternativen zu Facebook durchsetzen würden und man darüber ähnlich viele Leute erreichen könnte, Sie würden staunen, wie schnell die Parteien diese Alternativen für sich entdecken würden.
    Also: Machen Sie mit!
  3. #32

    Zitat von jutkut Beitrag anzeigen
    Das ist doch wie zu sagen: Wenn ich ich in meinem Haus bespannt werde dann ist das meine Schuld, weil ich die Rollos offen hatte.
    Nee, anders. Wenn ich herausbekomme, wer da spannt, dann gibt's 'ne Abreibung - und die Rollos bleiben oben.
    Ich bin sicher, der Lerneffekt ist unerreicht.
  4. #33

    Was tun?

    Einmal davon abgesehen, das Facebook unsere Daten nun noch skrupelloser für mehr Geld verkaufen kann, ohne uns was von dem Kuchen ab zu geben...

    In meinem Freundeskreis nutzen 99% der Leute Facebook und der größte Teil meiner schriftlichen Kommunikation läuft auch darüber. Wie soll man fern bleiben von? Mittlerweile läuft ein Großteil der Organisation unserer Jugendgruppe nur noch über Facebook, das zu ändern würde wieder Monate dauern und wäre auch weniger effektiv...

    Was haben wir denn eigentlich für eine Wahl, entweder zustimmen oder.....?
  5. #34

    Politik ja

    Zitat von schattenplateau Beitrag anzeigen
    Ist ja nicht mit anzusehen, diese Ausbeutung...
    ist ja nicht so, als gäbe es keine Alternativen.
    Geht zu Diaspora, geht zu Friendi.ca, etc. ...
    und wählt vor allem die Piratenpartei... es ist unerträglich, dass die Politik diesen Wahnsinn so laufen lässt; Vertraulichkeit der Informationen, Datenschutz, Privatsphäre - das sind alles GRUNDRECHTE ! Aber was nützen die, wenn die Regierung sie nicht umsetzt ?
    Dass die Politik das Thema endlich mal anpacken sollte finde ich richtig.
    Aber einfach so zu wechseln ist leichter gesagt als getan. Wie soll ich denn bitte wenigstens meine Hundert wichtigsten Kontakte auf ein anderes Netzwerk zu verfrachten? Und dort geht dann das ganze Theater wieder von vorne los...
  6. #35

    Facebook

    Zitat von richyreich Beitrag anzeigen
    Richtig.
    Aber es muss etwas differenziert werden:
    Mittels Facebook erledigen die Nutzer (freiwillig und kostenlos, wenngleich meist unbewusst) einen wichtigen Teil der Arbeit der NSA. Die NSA muss die Daten dann nur noch übernehmen und auswerten. Dies trifft allerdings wahrscheinlich auch auf die Inhalte zu, die ich bei FB zwar gespeichert, aber bewusst nicht veröffentlich habe.

    Wenn wir aber die Kirche mal im Dorf lassen, stellen wir fest:
    Dass eine Behörde ohne mein Wissen meine Festplatte scannt, ist bei einem normal konfigurierten privaten Computer einer Privatperson mit einem normalen privaten Internet-Zugang aufgrund zahlreicher Details wesentlich unwahrscheinlicher, als dass z. B. sämtliche Daten, auch die nicht öffentlichen, die ich bei Facebook gespeichert habe, von Behörden gescannt werden. Das trifft übrigens genauso auf Cloud-Dienste wie DropBox etc. zu, wenn diese keine echte Ende-Ende-Verschlüsselung mit einer möglichst quelloffenen Software anbieten.
    Verstehe ich jetzt nicht ganz. Die Daten, die ich bei FB einstelle, darf jeder sehen. Sonst würde ich sie dort ja nicht einstellen. Die kann sich von mir aus auch die NSA angucken. Aber eben nur diese. Und nicht die auf meiner Festplatte.
    Und auch in meiner Dropbox haben sie nichts verloren. Klar ist es nicht besonders schlau Nacktbilder der Ehefrau in der Dropbox abzulegen.
    Aber: Wer ist der Verbrecher: Derjenige, der seinen Geldbeutel offen auf dem Beifahrersitz liegen läßt oder derjenige, der die Scheibe einschlägt und den Geldbeutel klaut??