Spähaffäre: Wie leicht Edward Snowden die NSA knacken konnte

REUTERSEdward Snowden war kein Agent. Er arbeitete im Auftrag einer Beratungsfirma für den NSA. Doch der US-Geheimdienst stattete ihn mit vielen Rechten aus, wie jetzt bekannt wird. So konnte der Whistleblower ungehindert brisante Daten abgreifen - von Hawaii aus.

http://www.spiegel.de/netzwelt/netzp...-a-919433.html
  1. #30

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    Diese dummen ignoranten gewählten Politiker, die diese Datensammelwut unterstützen, haben keine Ahnung wie gigantisch das Missbrauchspotenzial ist. Sie sollten Snowden einen Preis und die Ehrenbürgerwürde schenken für die Aufdeckung dieser Tatsache.
  2. #31

    Kaum einer hier scheint das Ausmaß der "richtigen" NSA Systeme zu verstehen. Firmen wie Accenture und Booz Allen kassieren Milliarden jedes Jahr für diese Arbeit.
    Was Snowden abgegriffen hat waren allerdings all die alltäglich in einer Organisation herumgeschickten Dokumente. Viele davon in einem Zwischenstadium der Bearbeitung. Die liegen in privaten Foldern der Bearbeiter, werden häufig intern ausgetauscht und finden sich hunderte male als Anlagen auf dem Mailserver. Mir ist keine Organisation auf der Welt bekannt, die diesen Bereich im Griff hätte. Alles was man hat sind Firewalls um Angriffe von außen abzuwehren. Intern weiß keiner genau, wie alles abläuft. Es wäre nicht wirklich schwierig hier sichere Konzepte (gegen interne Ausspähung) zu entwickeln, nur keiner will sich ernsthaft mit dem Faktor "Mensch" in solchen Konzepten herumschlagen. Um dieses Thema in einem Laden wie der NSA in den Griff zu bekommen braucht man Milliarden und Jahrzehnte... Ich kenne keinen noch so brillianten IT Projektmanager der dieser Aufgabe gewachsen wäre. Schon garnicht irgendein US General.
  3. #32

    War nur Geld das Thema von Snowden?

    Hätten sie ihn besser bezahlt, dann wäre er nicht davon gelaufen? Was hat er, außer Ruhm (?), denn heute von der Sache. Er muß davon laufen und sich verstecken.
  4. #33

    Laura Poitras

    Zitat von StFreitag Beitrag anzeigen
    gezielte Abgreifen von Informationen, die nicht für ihn bestimmt waren, den Herrn nicht zum Spion? Ein Whistleblower ist doch jemand, der bei seiner regulären Arbeit auf Mißstände stößt und diese öffentlich macht. Oder irre ich mich?
    Das hat Snowden ja gerade gemacht, es öffentlich zugänglich gemacht.

    Der übliche Spion gibt seine Daten einem Käufer, Snowden hat die Informationen über die Presse bekannt gemacht.
    Er hat sicher keine Paranoia, wenn er die Daten über eine erfahrene Datenschützerin an Greenwalf lanciert hat.

    Es wird zwar immer über Greenwald als den entscheidenden Kontakt zur Presse berichtet, aber Greenwald hat mehrere Monate die Kontaktversuche von Snowden einfach ignoriert.

    Schließlich stellte Snowden erfolgreich den Kontakt zu Laura Poitras her. Sie übernahm die Datenübernahme und sie war es auch, die Greenwald so lenkte, dass er den Guardian mit den Daten versorgen konnte.

    Die NYT brachte einen 10-seitigen Bericht über die Arbeit Poitras, die extremen Sicherheitsvorkehrungen, damit man nicht die Daten gefährdet. Sie wurde mehrfach stundenlang an Flughäfen festgehalten, schon lange bevor sie mit Snowden in Kontakt stand.
    Sie berichtete darüber, dass Snowden ihre eigenen Vorsichtsmaßnahmen bei weitem übertraf. Zu Recht, wie sie selbst schrieb.

    Snowden hat seine frühreren Arbeitgeber sehr klar analysiert.
    Und Laura Poitras ist aus eigenem Antrieb öffentlich unsichtbar geblieben, obwohl sie und Snowden die gesamte Veröffentlichung organisierten.

    Dass Greenwald die "Lorbeeren" einsteckt, stört sie nicht im Geringsten, denn so kann sie etwas weniger gestresst die Arbeit weiter machen.
    http://graphics8.nytimes.com/images/...custom1-v2.jpg
  5. #34

    false false flag?

    wollten sie das so, damit die Welt weiß, dass sie es können? Ich habe jahrelang solche Programme geschrieben ist alles nicht so einfach wie es klingt. Die Masse der Daten sagt garnichts.
  6. #35

    Externe Beraterfirma?

    Der Ex-Arbeitgeber von Edward Snowden ist keineswegs nur eine "externe Beraterfirma" - eher schon der privatwirtschaftliche und für Datensicherheit wie für Datenspionage zuständige Arm aller US-Geheimdienste.

    Konsequente Drehtürenpolitik sorgt dafür, dass Amtsträger der offiziellen Geheimdienste lückenlos in die Konzernführung überwechseln und umgekehrt. Hier laufen die Fäden aller 16 US-Geheimdienste zusammen, und "Regierungsaufträge" machen weit über 90% des Konzernumsatzes aus, der nur pro forma als Beraterfirma auftritt und z.B. auch unsere Bundesregierung "beraten" hat und "berät".

    Booz Allen Hamilton ist damit eine Art Meta-Geheimdienst im globalen Spielfeld, aber alles andere als eine "externe Beraterfirma".
  7. #36

    Es ist gut so!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Edward Snowden war kein Agent. Er arbeitete im Auftrag einer Beratungsfirma für den NSA. Doch der US-Geheimdienst stattete ihn mit vielen Rechten aus, wie jetzt bekannt wird. So konnte der Whistleblower ungehindert brisante Daten abgreifen - von Hawaii aus.

    NSA-Spähaffäre: Wie Snowden Zugriff auf die Geheimdokumente bekam - SPIEGEL ONLINE
    Gottseidank gibt es Leute wie Snowden, aber ob es hilft?
  8. #37

    Registration...

    Ich hatte vergessen das ich mich schon einmal bei "Spiegel-Online" angemeldet habe als ich auf diesen Artikel antworten wollte. Also versuchte ich mich zu registrieren und wurde schön passend zum Thema gebeten drei kleine Kreuzchen zu machen, nur dieses mal habe ich alle Datenschutzerklärungen gelesen auch wenn ich nicht überall mein Kreuz machte und das... sollten die Herren Redakteure aber vor allem die Journalisten vielleicht auch mal tun.
    Möglicherweise gewinnen Sie dann ein paar Erkenntnisse und vielleicht erwachsen daraus dann ein paar Fragen an den "Sensationsjournalismus" im Allgemeinen und Ihre eigenen Firmenführungen im Besonderen. Abgesehen von der leichten Oberflächlichkeit dieses Artikels der damit nur ein kleines Steinchen im großen Kanon der Massenindoktrination darstellt, sollten sich die Medien einmal fragen welche Rolle Sie denn in diesem Schmieren-Theater des Datenschutzes gespielt haben. Ich erinnere noch gut die Artikel in Gruppen und Medien als die Rechte von Arbeitnehmern bei der Nutzung betrieblicher Kommunikationsmittel thematisiert wurden. Ich weiß auch noch sehr genau wie der Gesetzgeber die Rechte der Arbeitgeber an z.B. dem E-Mail Verkehr seiner Angestellten stärkte und welche Folgen diese u.a. andere ähnliche Befugnisse in den "Überwachungsskandalen" von Aldi & Co. offenbart haben. Von der TkÜV, den roten Schildchen der Vonderleine oder den unsäglichen Debatten zur Vorratsdatenspeicherung etc. etc. will ich gar nicht mehr schreiben. Und nun... nach all diesen Jahren in denen die von Ihnen beinahe geschmähten "Systemadministratoren" immer weiter in die Defensive gedrängt wurden weil man Ihren "natürlichen" Kompetenzbereich dem Diktat des Kommerzes unterworfen sehen wollte... nun habe Sie, der Journalismus die Stirn hier herum zu jammern ?.
    Verantwortlich für solche Strukturen wie wir Sie hier im "NSA Skandal" sehen sind in erste Linie Sie (der Journalismus und die Medien ) denn Sie hatten die Möglichkeiten zu erkennen wohin all die Wells'chen Albtäume fuhren und Sie haben im Großen und Ganzen nichts getan. Mit der Macht ist es genau so wie mit dem Geld denn der Konzentration von Kapital und Macht ist der Mißbrauch immanent, es gibt gar keine Möglichkeit dies zu verhindern außer durch Dezentralisation, die Nautur macht uns das vor. Es sollte nicht die Frage gestellt werden warum Herr Snowden solche Möglichkeiten hatte sondern warum es so lange dauerte bis so etwas passiert. Die unterschwellige Kritik an den Sicherheits Strukturen der NSA kann ich nicht nachvollziehen denn noch schwächere Strukturen wären besser für uns alle.
    Die Dezentralisierung von Macht (machmal auch Gewaltenteilung genannt) ist hier der Schlüssel für mehr Gerechtigkeit und Freiheit, der Artikel des Verfassers stützt Bestrebungen in diese Richtung nicht. Journalismus hat den Job aufzuklären, aufzudecken und die Grundlagen zur Meinungsbildung zu schaffen. Wenn die öffentliche Meinung all die Jahre so inkompetent war staatlich sanktionierten Mißbrauch zu dulden, wessen Schuld ist das wohl ?.