Spähaffäre: Wie leicht Edward Snowden die NSA knacken konnte

REUTERSEdward Snowden war kein Agent. Er arbeitete im Auftrag einer Beratungsfirma für den NSA. Doch der US-Geheimdienst stattete ihn mit vielen Rechten aus, wie jetzt bekannt wird. So konnte der Whistleblower ungehindert brisante Daten abgreifen - von Hawaii aus.

http://www.spiegel.de/netzwelt/netzp...-a-919433.html
  1. #1

    Datenschutz

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Edward Snowden war kein Agent. Er arbeitete im Auftrag einer Beratungsfirma für den NSA. Doch der US-Geheimdienst stattete ihn mit vielen Rechten aus, wie jetzt bekannt wird. So konnte der Whistleblower ungehindert brisante Daten abgreifen - von Hawaii aus.

    NSA-Spähaffäre: Wie Snowden Zugriff auf die Geheimdokumente bekam - SPIEGEL ONLINE
    Der Schutz der Daten heutzutage - egal ob Geheimdienst oder Firmen -wird in der Tat überschätzt. Der geneigte Leser mag sich einmal vorstellen, wie es abläuft, wenn er oder sie den Service von Firmen nutzt. In jedem Call Center, der für eine Firma arbeitet (häufig arbeiten Call Center für mehrere Firmen!), stehen jedem Mitarbeiter im Call Center die Daten der Kunden dieser Firma zur Verfügung. Da sich nicht nur Produzenten sondern auch Telefonanbieter, Strom- und Gasanbieter, Banken und viele andere solcher externen Call Center bedienen, kann theoretisch zumindest ein größeren Bereich die persönlichen Daten einsehen als der Verbraucher annimmt!
  2. #2

    Über Paranoia

    Murpys Law ist nicht ohne Grund ein Klassiker im Internet. Was schief gehen kann, tut das bekanntlich zur unpassendsten Zeit. Trotzdem glaube ich nicht, dass echte Geheimnisträger am Telefon plaudern, oder Datenspuren hinterlassen. Sonst wäre das System der zahlreichen Sicherheitsstufen ja sinnlos.

    Wenn sich durch Snowden was verändert hat, dann wohl (hoffentlich) das Verhalten der Politiker bei Kongressen etc. Nach wie vor kann die NSA aber über jeden Politiker ein Profil erstellen, vom Normalbürger ganz zu schweigen. Ich habe mir angesichts der I-Pads im Bundestag schon früher so meine Gedanken gemacht. Darf man so naiv sein, wie es Merkel angeblich ist?

    Seit etwa 1998 wusste ich recht genau, dass weder die Betriebssysteme noch die Telefonleitungen wirklich sicher sind, und vor der vermeintlichen Sicherheit durch Verschlüsselung warne ich auch schon ewig. Ich habe vor den angeblichen heldenhaften Hacker von Lul Zec, vor dem Honigtopf Wikileaks, vor Facebook, Amazon, Ebay, Google und ähnlichen Datenkraken gewarnt. Meist gab es Kommentare wie „Verschwörung“ oder „Paranoia“. Aber man konnte diese Fakten durchaus auch schon vor Jahren wissen, Heise hat da schon immer ganz gut informiert. Meine „Paranoia“ hat sich jedenfalls zu 100% als berechtigt erwiesen.
  3. #3

    Nsa

    Das NSA scheint ähnlich schwachsinnig zu sein wie unsere deutschen Jobcentren.
  4. #4

    Heute war in der Neuen Züricher Zeitung zu lesen:

    Im Land der Freiheit ist derzeit einer von 48 Männern im erwerbsfähigen Alter hinter Gittern. Insgesamt befinden sich 2,3 Mio. Menschen in amerikanischen Gefängnissen. Bezogen auf die Bevölkerungszahl haben die USA innerhalb der Industriestaaten die mit Abstand höchsten Inhaftiertenquote ... Aber auch weltweit ist den USA der Spitzenplatz sicher – vor Russland, Rwanda und Kuba ...
    Die (männliche) Schurkenquote der USA beträgt also rund 2 %. Bei 100.000 Angestellten allein im Kernbereich der US-Geheimdienste dürfen wir insofern (beunruhigt) von ca. 2.000 Geheimschurken ausgehen.

    Und mit absoluter Sicherheit ist von denen keiner so Robin-Hood-mäßig anständig und ehrenhaft wie Herr Snowden.
    Hat darüber mal jemand nachgedacht? - Ich meine: darüber, daß die Geheimdienste selbst ein gigantisches SICHERHEITSRISIKO sind?
  5. #5

    Unverständlich

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Edward Snowden war kein Agent. Er arbeitete im Auftrag einer Beratungsfirma für den NSA. Doch der US-Geheimdienst stattete ihn mit vielen Rechten aus, wie jetzt bekannt wird. So konnte der Whistleblower ungehindert brisante Daten abgreifen - von Hawaii aus.

    NSA-Spähaffäre: Wie Snowden Zugriff auf die Geheimdokumente bekam - SPIEGEL ONLINE
    Mir ist es völlig unverständlich wie ein Mitarbeiter all diese Daten entwenden konnte, gab es denn keine Sicherungen?
    US-Geheimdienst ist nur eine Lachnummer, die viel Staub aufwirbeln, aber selbst unfähig sind sich selbst zu schützen.
  6. #6

    der Mann ist ein Spion

    Wasbist das denn für eine Logik? Nur weil er nicht bei der NSA direkt eingestellt war soll er kein Agent sein? Das ist genauso lächerlich wie den Mann Whistleblower zu nennen. Er ist ein Spion und Agent der sein Land verraten hat.
  7. #7

    Unsicherheitsfaktor Mensch

    In Netzwerken gibt es Administratoren die Zugang zu den Daten haben (müssen) die da in so einem Netzwerk gespeichert sind.

    Ziemlich banale Erkenntnis dieses Artikels.

    Es ist ja wohl sonnenklar u. völlig logisch, es muss immer irgend jemand oben in der Hirarchie geben der Zugang zu den Daten hat u. der gegenüber anderen, "normalen" Benutzern erweiterte Berechtigungen besitzt die diesen "Oberuser" dazu befähigen zu entscheiden wer was mit diesen Daten machen darf, oder auch nicht.

    Wenn dieser jemand eben entscheidet Daten zu kopieren u. sie öffentlich zu machen, dann lässt sich das nur schwerlich verhindern.
    Egal wie hoch die Sicherheitsanforderungen geschraubt sind oder noch werden, den "Unsicherheitsfaktor" Mensch wird es immer geben.

    Wie man sehen konnte muss das nicht immer das Schlechteste bzw. einen Nachteil bedeuten........
  8. #8

    Die Mär von Kontrolle

    Der Fall Snowden entlarvt das ganze Geheimdiensmileau. Steuergelder werden für einen undemokratischen Staat im Staat ausgegeben. Das gilt für alle Länder gleich. Lügensümpfe soweit das Auge reicht. Keine Kontrolle , sowie Gesetzesbrüche ohne Kontroll- und Sanktionsmechanismen. Der NSU-Fall verdeutlicht nochmals unseren eigenen Misthaufen. Der lügende Maaßen beweisst, dass keine Änderung dieser Zustände gewollt ist.

    Wollen die hiesigen Dienste hier irgendwie als halbwegs demokratische Organe wahrgenomen werden, muss Transparenz her. Eine Web-präsenz reicht nicht aus. Eine regelmässige Freigabe von Akten nach US-Vorbild mit deutlich kürzeren Fristen würde sicherlich die Akzeptanz bei der Bevölkerung erhöhen.
    Willkommen im Transparenzjahrhundert. Die Leaks werden kommen, das ist sicher.
  9. #9

    Qualifiziert das

    gezielte Abgreifen von Informationen, die nicht für ihn bestimmt waren, den Herrn nicht zum Spion? Ein Whistleblower ist doch jemand, der bei seiner regulären Arbeit auf Mißstände stößt und diese öffentlich macht. Oder irre ich mich?