Sicherheitslücke im GSM-Telefonnetz: Software verwandelt Handys in Störsender

TU Berlin / ISTI / GoldeEin Dutzend Handys reicht aus, um das Netz einer kleinen Stadt zu stören: Forscher haben eine Methode gefunden, mit der sie handelsübliche Telefone zu preiswerten und schwer auffindbaren Störsendern umfunktionieren können.

http://www.spiegel.de/netzwelt/gadge...-a-919032.html
  1. #1

    interessant, was man mit einfachen Mitteln bereits alles machen kann. aber hört doch bitte auf vom Internet der Dinge zu reden, solange es eigentlich nur in buzzwortverstopften Synapsen von an Visionen leidenden Managern existiert.
  2. #2

    Interessant

    Ich weiß warum ich keinen "Peilsender" mit mir herumtrage und auch wieso ich kein Facebook Konto besitze. Und nein, ich habe nur meine Freiheit zu verbergen.
  3. #3

    Das ist übel

    Nicht auszudenken was man mit so einer Technik alles anstellen könnte. In normalen Zeiten würde es mich nicht belasten wenn mal ein paar Stunden das Handynetz ausfallen würde, aber was passiert wenn das jemand nutzt im Katastrophenfall und dadurch die Rettungskräfte behindert?
  4. #4

    ???

    Bravo.

    So kommt wenigstens auch noch derjenige IT-Freak auf die Idee, es mal selbst mit Störsendern zu versuchen, der bisher noch nicht dran gedacht hat.
  5. #5

    Zitat von kpdsu Beitrag anzeigen
    interessant, was man mit einfachen Mitteln bereits alles machen kann. aber hört doch bitte auf vom Internet der Dinge zu reden, solange es eigentlich nur in buzzwortverstopften Synapsen von an Visionen leidenden Managern existiert.
    Das in Kombination mit dem sim900 und man kann halb deutschland für 150 Euro lahmlegen. Finden werden sie die nie!
    Tolle Sache. Hilft mir das nächste mal vielleicht bei Verhandlungen mit meinem Mobilfunkanbieter.
  6. #6

    Zitat von Desconocido 2 Beitrag anzeigen
    Nicht auszudenken was man mit so einer Technik alles anstellen könnte. In normalen Zeiten würde es mich nicht belasten wenn mal ein paar Stunden das Handynetz ausfallen würde, aber was passiert wenn das jemand nutzt im Katastrophenfall und dadurch die Rettungskräfte behindert?
    Die Rettungskräfte sollten im Katastrophenfall dann ihre Funkgeräte benutzen - genau aus diesem Grund (Unabhängigkeit um Telefonnetz). Das ist in Katastrophenfällen nämlich eh schon chronisch überlastet.

    Ja, ich weiß, oft ist noch schlechte Funktechnik vorhanden, so dass auch gerne auf Telefone ausgewichen wird, und theoretisch gibt es die Möglichkeit, Rettungskärfte-Handys beim Netzbetreiber registrieren und priorisieren zu lassen.

    Letzteres (das Registrieren) geschieht wohl nur nicht so oft, außerdem fehlen auch die dementsprechenden Prozeduren. Es nützt ja nichts ein Hdy zu haben, wenn man nicht weiß welche Nummer man anrufen muß bzw. keiner weiß, unter welcher Nummer er mich ereichen kann. Ganz zu schweigen von der klassischen Gruppenruffunktion, die bei Funkgeräten "von Hause aus" mitkommt.

    Wie auch immer, ums kurz zu machen: Das geringste Problem mit diesem "Hack" sehe ich bei der Kommunikation der Rettungskräfte (untereinander) im Katastrophenfall. Wenn die nämlich vom öffentlichen Telefon- Handynetz abhängig ist, ist eh Hopgen und Malz verloren (es ist ja jetzt z. B. bei einer Hochwasserlage nicht unrealistisch, dass der ein oder andere Handymasten oder Vermittlungsstellen ausfallen).
  7. #7

    jeder experte

    Zitat von leserin13 Beitrag anzeigen
    Bravo.

    So kommt wenigstens auch noch derjenige IT-Freak auf die Idee, es mal selbst mit Störsendern zu versuchen, der bisher noch nicht dran gedacht hat.
    Wer das Netz stören will, braucht im 2.Schritt Kenntnisse der Protokolle und Technik und die potentiellen Schwachstellen liegen dann auch auf der Hand, wenn es sie gibt. Das ist kein Geheimwissen, daß aufgrund einer plötzlichen Idee entsteht, sondern Ergebnis der sorgfältigen Beschäftigung mit den verfügbaren Informationen.

    Die vorgestellten Ergebnisse und Laborversuche zeigen nicht mehr und nicht weniger, als daß diese Möglichkeit zur Sabotage mit allgemein verfügbarem Wissen und Technik möglich ist, wenn man sich die Arbeit macht und die Mühen in diese Information investiert.

    Allerdings frage ich mich, warum sich die Arbeitsgruppe diese Arbeit der Umsetzung gemacht hat, denn zu dem Zeitpunkt als die Lücke theoretisch sichtbar war, war im Grunde genommen nichts mehr zu gewinnen. Die Umsetzung ist im Prinzip reine Fleißarbeit und bringt lediglich Know How, das niemand braucht.
  8. #8

    Zitat von leserin13 Beitrag anzeigen
    Bravo.

    So kommt wenigstens auch noch derjenige IT-Freak auf die Idee, es mal selbst mit Störsendern zu versuchen, der bisher noch nicht dran gedacht hat.
    Falsche Denkweise. Wer in der Lage ist, aufgrund der hier erhaltenen Informationen (die ja nur ganz rudimentär das Prinzip beschreiben) eine entsprechende Firmware zu programmieren, der kommt da auch von alleine drauf.

    Es ist vielmehr wichtig, auf solche Sicherheitslücken öffentlich hinzuweisen, damit Gegenmaßnahmen ergriffen werden können.
  9. #9

    Da ist er wieder,...

    der Beweis das in einem "ueber"-demokratisierten Land, manche Info's zu schnell publik gemacht werden! Kommentar #4 hat meine Zustimmung. Warum werden sicherheitsrelevante Meldungen die durchaus die oeffentliche Sicherheit gefaehrden koennen, nicht sensibler gehandhabt! Schliesslich wird mir am Flughafen auch das AfterShave abgenommen, nur weil 50ml zu viel im Flacon sind!?!?