Beitz-Nachfolge: Rektorin der TU Dortmund wird Chefin der Krupp-Stiftung

Ein Wissenschaftlerin soll die mächtige Krupp-Stiftung führen. Ursula Gather, bislang Rektorin der Technischen Universität Dortmund, tritt das Erbe des ThyssenKrupp-Patriarchen Berthold Beitz an. Sie wird um den Bestand des Stahlkonzerns in seiner jetzigen Form kämpfen müssen.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...-a-919140.html
  1. #1

    Respekt !

    Eine große Aufgabe, die Frau Gather übernimmt. Die größte Herausforderung dürfte der Umgang mit den Untenehmenslenkern von ThyssenKrupp sein.
  2. #2

    Rücklagen

    Das Einhalten der Satzungen der Stiftung wird im Vordergrund des Amtsgeschäftes stehen.
    Die Verwaltung von variablem "Pufferkapital" ist dann eher zweitrangig, was die Sperrminorität betrifft, denn für das variable Kapital kommen einzelne GmbH-Unternehmen des Konzerns infrage; falls nicht, müsste eine entsprechende Unternehmensform für die Stiftung gegründet werden.
    Die Unternehmensrücklagen dürfen Geschäftspartner nie kennen.
  3. #3

    Klar doch...

    Hinterfragen der Qualifikation wegen mangelnder Kenntnisse aus der Praxis werden nicht durchgelassen. War ja klar. Gruß an die Zensoren...
  4. #4

    ..........

    und auch sie hat keine Quote nötig gehabt
  5. #5

    Super!

    Perfect decision it will be not easy for here but she will make it.
  6. #6

    nicht schlecht....

    diese lösung, wenn man bedenkt, das vor wenigen monaten noch dieser cromme dafür vorgesehen war...
  7. #7

    na dann ............

    wirds ja mit thyssenkrupp ab sofort aufwaerts gehen, oder auch nicht.
    ich verkaufe schon mal meine thyssenkrupp anleihen, sicherheitshalber.
  8. #8

    Respekt

    nur eine Professorin kann helfen in Deutschland-wie bescheuert sind wir-es gibt keine echten Manager bei uns !
  9. #9

    Beitz: Nur sich selbst verpflichtet

    Mich hat immer gewundert, wie Berthold Beitz diese unglaublich starke Stellung im Krupp-Konzern erlangen konnte. Alfried Krupp von Bohlen und Halbach war der Alleininhaber der Fa. Krupp. Ab ca. 1953 erlangte Beitz das Vertrauen von Alfried Krupp, der ihn zum Generalbevollmächtigten machte. Einziges Kind und Alleinerbe von Alfried Krupp war Arndt von Bohlen und Halbach. In 1966 gelang es Berthold Beitz, den damals 28järigen und offensichtlich schlecht beratenen Sohn zu einem Erbverzicht zu bewegen. Der Wert des Krupp-Erbes lag damals bei ca. 2,5 bis 3,5 Mrd. DM, je nach Bewertungsmethode. Im Gegenzug dazu erhielt der Sohn eine jährliche Apanage von 2 Mio. DM. Dies entspricht einem Barwert von rd. 50 Mio DM bei 4% Zinsen. Damit verzichtete Arndt auf ein Vermögen von rd. 3 Mrd. DM und erhielt dafür "Peanuts". Man kann es auch deutlicher formulieren: Arndt von Bohlen und Halbach wurde "übers Ohr gehauen". Selbst wenn ihn sein Vater enterbt hätte - was er nicht getan hat - hätte der Sohn den Pflichtteil, also rd. 1,5 Mrd. DM, erhalten müssen. Beitz machte hier "den Deal seines Lebens".

    1967 starb Alfried Krupp, der Vater. Als Arndt von Bohlen und Halbach danach Berthold Beitz um eine Erhöhung der Mindestzahlung bat, wurde dies barsch abgelehnt. Wenn ich nun die Maximen lese, die Herr Beitz seiner Nachfolgerin auf den Weg gab, fällt mir die zweite auf: "Seien Sie nur sich selbst verpflichtet". Dies wirft meines Erachtens ein bezeichnendes Licht auf die Person Berthold Beitz. Auch dies gehört zur historischen Wahrheit dazu.