Knochenfunde: Hausschweine, die Möpse der Steinzeit

DPAHausschweine waren in Norddeutschland offenbar schon vor 6600 Jahren en vogue - das belegen neue Knochenfunde. Die Menschen lebten damals allerdings noch als Jäger und Sammler. Forscher vermuten, dass die Tiere eine Art Mode-Accessoire waren.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/m...-a-918869.html
  1. #1

    na klar, - wie Möpse....

    , die man aufgegessen hat, wenn sie schön rund und fett waren....? Assessoir?
    Ich frage mich immer wieder, warum Forscher Selbstverständlichkeiten herausfinden. Warum sollten die Menschen denn durch einen Fluss damals getrennt gewesen sein? Natürlich ging das hin und her, gab es Wandernde und Nomaden, gab es Händler und Rundgereiste...man war sicher aufgeschlossener und lerngieriger, das war eine lebendige Welt, die weniger Grenzen aufwies, als unsere heutige!
  2. #2

    Die Herrschaften scheinen verkopfte Theoretiker zu sein...!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Hausschweine waren in Norddeutschland offenbar schon vor 6600 Jahren en vogue - das belegen neue Knochenfunde. Die Menschen lebten damals allerdings noch als Jäger und Sammler. Forscher vermuten, dass die Tiere eine Art Mode-Accessoire waren.

    Archäologie: Steinzeit-Menschen handelten mit Hausschweinen - SPIEGEL ONLINE
    William von Ockham legt mir nahe, dass die verhausschweinten Tiere wohl einen ganz praktischen Nutzen für ihre Besitzer hatten: sie fraßen alles an organischen Abfällen weg was in so einer Ansiedlung anfiel - und waren damit die allererste Müllabfuhr (und, nebenbei, gleich noch die Seuchenpolizei...!).
    Aber so eine banale Erklärung macht natürlich nicht so viel her wie Spekulationen über "Mode-Accessoires" auf 4 Pfoten!
  3. #3

    Welches "Statement" gibt man denn mit einem Pitbull, bzw. einem Mops ab? "Ich bin ein ganz böser Schlägertyp" vs. "ich stehe auf einen kurzatmigen, überzüchteten Babyersatz weil mir echte Kinder zu anstrengend sind"?
    Damit wird man wohl kaum den Besitzern gerecht. Zudem ich es schon etwas zweifelhaft finde, dass die damalige Bevölkerung so viel Zeit und Muße für irgendwelche "Modeerscheinungen" hatte, insbesondere wenn es um die notwendigen Lebensmittel ging. Man hat sich damals Schweine wohl kaum als Haustier gehalten, welche bis zu ihrem natürlichen Ableben gehätschelt wurden...
  4. #4

    Wir werden wahrscheinlich nie endgültig ergründen können, warum Steinzeitmenschen sich Hausschweine hielten. Aber ich würde es nicht für so abwegig halten, wenn diese vor allem als "lebende Notreserve" und weniger als "Modeaccessoire" dienten. So lange genug zum Essen da war, ließ man die relativ zahmen Hausschweine halt in der Nähe der Siedlung spielen. War man dann mehrere Tage hintereinander bei der Jagd nicht so erfolgreich, wurde das älteste und fetteste der Schweine geschlachtet.


    Jag
  5. #5

    ...ach in der Archäologie wird doch so oft überinterpretiert.

    So ein Hausschwein ist praktisch...bis vor 50 Jahren hatte auf dem Land fast jeder sowas. Erstaunlich, wie schnell wir uns von diesem einfach Leben entfernt haben.

    Die Viecher fressen fast alles. Reste von erlegten Tieren, Gras, Pflanzen, wühlen nach Insekten, Obst usw. usw. Was halt da ist.
    Auf Wanderschaft laufen sie einfach mit.
    ...und schmecken auch noch gut.

    Wahrscheinlich haben sie auch mal ein halbes Reh gegen ne Kiste Brot getauscht oder ne blonde gegen ne brünette...bissl Abwechslung schadet ja nie. ;)
  6. #6

    Zitat von firenafirena Beitrag anzeigen
    Zudem ich es schon etwas zweifelhaft finde, dass die damalige Bevölkerung so viel Zeit und Muße für irgendwelche "Modeerscheinungen" hatte, insbesondere wenn es um die notwendigen Lebensmittel ging. Man hat sich damals Schweine wohl kaum als Haustier gehalten, welche bis zu ihrem natürlichen Ableben gehätschelt wurden...
    Wie kommen Sie darauf anzunehmen damals gäbe es keine Zeit für Muße? Ich habe eine Studie gelesen, die plausibel darlegt, dass Naturvölker nicht mehr als 3 Stunden am Tag für ihre Existenzsicherung aufbringen mussten.
    Ist ja auch gar nicht mal so abwegeig. Wenn man keine Miete zahlen muss, niemand Steuern einfordert, keine Kredite bedient werden wollen und das Land frei ist, so dass man sich einfach bedienen kann. Wozu hätte man auch schuften müssen? Bei Hunger einfach einen Fisch aus dem nächsten Gewässer fangen und mit Kräutern, Beeren, Wurzeln, Pilzen etc. aus dem (Ur-)wald anreichern. Fertig! Oder mal ein paar Fallen bauen und schauen was die Natur einem so gibt.

    Das zu-Tode-schuften fing doch erst an, als irgendwelche Leute Verbotsschilder aufstellten, die Menschen mit Gewalt daran hinderten sich zu bedienen und meinten man muss ab jetzt für bis dahin selbstverständliches zahlen.

    Ihre 40-Stundenwoche machen Sie doch nur, weil wir uns heute allen möglichen und unmöglichen Schnickschnack leisten. Dazu gehören auch Bankenrettungen, Polizeihundertschaften, Militäreinsätze in Afghanistan, Überwachungsinfrastruktur, die Gehälter von Beamten und Angestellten des öffentlichen Dienstes, Profisportlern, Managern und die Dividenden von Aktionären. All das und noch viel mehr muss über produktive Arbeit erwirtschaftet werden. Unsere Vor-vor-vorfahren wurden damit nicht belastet.
    Ob solche Errungenschaften nun gut oder schlecht sind, das steht auf einem ganz anderen Blatt, aber sie sind nunmal nicht ohne Arbeit zu haben.
  7. #7

    Zitat von C-64 Beitrag anzeigen
    Wie kommen Sie darauf anzunehmen damals gäbe es keine Zeit für Muße? Ich habe eine Studie gelesen, die plausibel darlegt, dass Naturvölker nicht mehr als 3 Stunden am Tag für ihre Existenzsicherung aufbringen mussten.
    Ist ja auch gar nicht mal so abwegeig. Wenn man keine Miete zahlen muss, niemand Steuern einfordert, keine Kredite bedient werden wollen und das Land frei ist, so dass man sich einfach bedienen kann. Wozu hätte man auch schuften müssen? Bei Hunger einfach einen Fisch aus dem nächsten Gewässer fangen und mit Kräutern, Beeren, Wurzeln, Pilzen etc. aus dem (Ur-)wald anreichern. Fertig! Oder mal ein paar Fallen bauen und schauen was die Natur einem so gibt.

    Das zu-Tode-schuften fing doch erst an, als irgendwelche Leute Verbotsschilder aufstellten, die Menschen mit Gewalt daran hinderten sich zu bedienen und meinten man muss ab jetzt für bis dahin selbstverständliches zahlen.

    Ihre 40-Stundenwoche machen Sie doch nur, weil wir uns heute allen möglichen und unmöglichen Schnickschnack leisten. Dazu gehören auch Bankenrettungen, Polizeihundertschaften, Militäreinsätze in Afghanistan, Überwachungsinfrastruktur, die Gehälter von Beamten und Angestellten des öffentlichen Dienstes, Profisportlern, Managern und die Dividenden von Aktionären. All das und noch viel mehr muss über produktive Arbeit erwirtschaftet werden. Unsere Vor-vor-vorfahren wurden damit nicht belastet.
    Ob solche Errungenschaften nun gut oder schlecht sind, das steht auf einem ganz anderen Blatt, aber sie sind nunmal nicht ohne Arbeit zu haben.
  8. #8

    Statussymbol mit Nutzwert

    Statussymbole dürfen durchaus einen Nutzwert haben, insofern sehe ich da keinen Widerspruch. Vielleicht war die Fellzeichnung auch das Erkennungszeichen einer Rasse, die einen besonders hohen Nutzwert hatte, etwa besonders schnell besonders viel Fleisch ansetzte.
    Auch der Übergang zwischen Haus- und Nutztier war bis vor kurzem noch ganz selbstverständlich wesentlich fließender als heute. Kaninchen oder Ziegen bekamen einen Namen, man streichelte sie, spielte mit ihnen, und wenn die Zeit kam, wurden sie geschlachtet und gegessen und ihr Fell gegerbt und verarbeitet. In Südamerika ging man traditionell mit Meerschweinchen ebenso um, oder in einigen asiatischen Ländern mit Hunden und Katzen.
  9. #9

    Lustig ist das Zigeunerleben

    Zitat von C-64 Beitrag anzeigen
    Wie kommen Sie darauf anzunehmen damals gäbe es keine Zeit für Muße? Ich habe eine Studie gelesen, die plausibel darlegt, dass Naturvölker nicht mehr als 3 Stunden am Tag für ihre Existenzsicherung aufbringen mussten.
    Ist ja auch gar nicht mal so abwegeig. Wenn man keine Miete zahlen muss, niemand Steuern einfordert, keine Kredite bedient werden wollen und das Land frei ist, so dass man sich einfach bedienen kann. Wozu hätte man auch schuften müssen? Bei Hunger einfach einen Fisch aus dem nächsten Gewässer fangen und mit Kräutern, Beeren, Wurzeln, Pilzen etc. aus dem (Ur-)wald anreichern. Fertig! Oder mal ein paar Fallen bauen und schauen was die Natur einem so gibt.

    Das zu-Tode-schuften fing doch erst an, als irgendwelche Leute Verbotsschilder aufstellten, die Menschen mit Gewalt daran hinderten sich zu bedienen und meinten man muss ab jetzt für bis dahin selbstverständliches zahlen.

    Ihre 40-Stundenwoche machen Sie doch nur, weil wir uns heute allen möglichen und unmöglichen Schnickschnack leisten. Dazu gehören auch Bankenrettungen, Polizeihundertschaften, Militäreinsätze in Afghanistan, Überwachungsinfrastruktur, die Gehälter von Beamten und Angestellten des öffentlichen Dienstes, Profisportlern, Managern und die Dividenden von Aktionären. All das und noch viel mehr muss über produktive Arbeit erwirtschaftet werden. Unsere Vor-vor-vorfahren wurden damit nicht belastet.
    Ob solche Errungenschaften nun gut oder schlecht sind, das steht auf einem ganz anderen Blatt, aber sie sind nunmal nicht ohne Arbeit zu haben.
    Das zu Tode Schuften begann mit dem Ackerbau und der damit verbundenen Sesshaftwerdung und ist, inklusive Schnickschnack (=Zivilisation), die Ursache für das anhaltende Bevölkerungswachstum.