Postkarten-Kunst: Gruß und Kuss, dein King Kong

Edition Staeck, Heidelberg/ VG Bild-Kunst, Bonn 2013 Postkarten sind ja ein wenig aus der Mode geraten, leider. Was für ein Verlust das ist, zeigt die Berliner Ausstellung "Arte Postale". Dort ist gemalte und getuschte, wild beklebte und wüst bestempelte Mail Art zu sehen. Manchmal politisch, manchmal persönlich - und oft ein wenig gaga.

http://www.spiegel.de/kultur/gesells...-a-918704.html
  1. #1

    Die Holzpostkarte ist ein Päckchen

    "ein postkartengroßes Holzstück, 3,5 Zentimeter dick und nicht limitiert. Die ausgestellten, adressierten "Karten" haben es wirklich geschafft, von der Post befördert zu werden."

    Klar - das ist ja auch ein Päckchen und keine Postkarte (steht drauf und außerdem kostet eine Postkarte selbst heute weniger als 1 Euro/2DM)

    Ich bin mir sicher ich könnte auch heute ein Stück Holz als Päckchen versenden so lange es rechteckig ist, weniger als 2kg wiegt und dünner als 15 cm ist.

    Ich habe schon mal Rinde verschickt, das klappt wunderbar solange es den Regeln der Post entspricht befördert die das auch.
  2. #2

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Postkarten sind ja ein wenig aus der Mode geraten, leider. Was für ein Verlust das ist, zeigt die Berliner Ausstellung "Arte Postale". Dort ist gemalte und getuschte, wild beklebte und wüst bestempelte Mail Art zu sehen. Manchmal politisch, manchmal persönlich - und oft ein wenig gaga.

    Berlin: Ausstellung "Arte Postale" zeigt Postkarten-Kunst - SPIEGEL ONLINE
    In der Tat, diese Postkartenmalerei ist schon ein großer Verlust. Wäre der bekannteste Postkartenmaler aller Zeiten geblieben was er ist, dann hätte die Geschichte im 20. Jahrhundert teilweise einen anderen Verlauf genommen.
  3. #3

    Männerfeindlich

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Andere Motive waren erfolgreicher: Daniel Spoerri entwarf 1972 ein Postkartenmotiv mit Marienplatz, der Frauenkirche in München und dem Riesenaffen King Kong, der eine Art Pin-up-Girl in seinen Armen hält - frauenfeindlich sei das nicht gemeint, sagt von der Schulenburg, sondern es sei "eine witzige, dadaistische Variante, mit dem Städtemotiv umzugehen".
    Andere Leute könnten natürlich auf die Idee kommen, die Postkarte wäre männerfeindlich, weil der Mann wieder mal als frauenentführendes Monster dargestellt wird ;-)
    Vielleicht dachte sich Herr von der Schulenberg ja, er müsste sich rechtfertigen, weil er von einer Journalistin interviewt wurde.
    P.S.
    Vom amerikanischen Comic-Künstler Frank Cho gibt es einen Bildband 'Apes and Babes', natürlich pure Trivialkunst, basierend auf einen seiner Comics mit einem weiblichen Tarzan als Hauptfigur.
    Ob die Darstellungen sexistisch oder ein ironisches Spiel mit Geschlechterrollen sind, sei der Autorin dieses Artikels überlassen :)