Geheimdienst der Bundeswehr: Verteidigungsministerium wollte Kritik am MAD verhindern

DPAEin kritisches Gutachten im Auftrag der Bundesregierung stellt nach SPIEGEL-Informationen die Existenzberechtigung des Militärischen Abschirmdienstes (MAD) in Frage. Ausgerechnet das Verteidigungsministerium hat versucht, die Kritik an den Bundeswehr-Schlapphüten zu verhindern.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...-a-918473.html
  1. #1

    warum Experten, wenn die Regierung was anderes will ?

    Wenn der MAD auch für Gesinnungsschnüffeleien bei Bundespolizei und Einsatztruppen zuständig wäre, hätte er vielleicht eine Daseinsberechtigung - lol

    Es ist aber bezeichnend, daß das Verteidigungsministerium vertuschen will .

    Die wievielte Studie im Auftrag der Regierung soll jetzt nur zum Teil veröffentlicht werden, verfälscht oder gar nicht veröffentlicht werden ?

    Bitte, liebe SPON- Redaktion, bringt doch vor der Wahl mal eine Aufstellung - das ist erhellender als irgendwelche Wahlpropaganda.

    Mir fallen jetzt auf Anhieb der Armutsbericht, der Dopingbericht und noch irgendwas aus dem Familienministerium ein......
  2. #2

    optional

    Als ich bei der Bundeswehr war, waren Soldaten mit rechtsextremen Einstellungen, so kam es mir zumindest vor, nicht nur vereinzelt anzutreffen. Mitnichten betraf dies nur die unteren Mannschaftsdienstgrade. Den MAD gab es da zwar auch schon, aber wenn es seine "wesentliche Aufgabe" war, "innerhalb der Bundeswehr mit nachrichtendienstlichen Mitteln extremistisches Gedankengut aufzuspüren", hatte er auch schon damals versagt...
  3. #3

    Auch eine Frage des Nutzens

    Wer braucht den MAD? Niemand! Ausser vielleicht unser Verteidigungsminister und unser Innenminister. Aber reicht das für dessen Existenz aus?
  4. #4

    Zitat von dernetzmeider Beitrag anzeigen
    Wer braucht den MAD? Niemand! Ausser vielleicht unser Verteidigungsminister und unser Innenminister. Aber reicht das für dessen Existenz aus?
    Das reicht sehr wohl aus. Davon ab ist der MAD die Institution, die sowohl im Inland wie auch im Ausland tätig werden darf. Und: die Aufgaben des MAD sind sehr viel weiter gefaßt als den Bereich "Extremismus" zu beobachten.
  5. #5

    Wird das eine Auswirkung haben...

    ... auf die politische Zukunft der Skandalmisere in dieser Farce eines demokratischen Ministeriums? Ein versagen nach dem anderen, ein Vertuschungsversuch nach dem anderen, muss man da auch annehmen, dass es alles Versheen waren. Oder ist es vielleicht doch zulässig hier zu schreibnen: Nein, ich glaube nicht, dass der aktuelle Minister und seine Amtskollegen so dämlich sind, dass sie einen Fehler nach dem anderen machen. Nein, das ist böse Absicht, da mögen politische, sicherlich aber finanzielle Gründe dahinter stecken. Der MAD ist dazu ein Hilfsmittel, um die Unversehrtheit der ministerioellen Korrupties zu sichern. Wie für alle Schnüffeldienste in DEutschland gilt dazu niur eines: Es gibt nur eine Lösung: Die Auflösung.
  6. #6

    Ich finde

    "Eine Mehrheit der sechsköpfigen Kommission hält die Übertragung von Befugnissen an die Sicherheitsbehörden in den vergangenen zwölf Jahren für zum Teil hoch bedenklich."

    nicht nur die Entwicklung bezüglich der Geheimdienste, sondern auch den Anlass für diesen Artikel sehr bedenklich.
  7. #7

    Der MAD war schon zu meiner Wehrdienstzeit

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Ein kritisches Gutachten im Auftrag der Bundesregierung stellt nach SPIEGEL-Informationen die Existenzberechtigung des Militärischen Abschirmdienstes (MAD) in Frage. Ausgerechnet das Verteidigungsministerium hat versucht, die Kritik an den Bundeswehr-Schlapphüten zu verhindern.

    Verteidigungsministerium wollte Kritik am MAD verhindern - SPIEGEL ONLINE
    1968/69 die größte Pfeifensammlung der Welt.
    Was sich da rumflegelte spottete im wahrsten Sinne des Wortes jeder Beschreibung.
  8. #8

    optional

    "Eine Mehrheit der sechsköpfigen Kommission hält die Übertragung von Befugnissen an die Sicherheitsbehörden in den vergangenen zwölf Jahren für zum Teil hoch bedenklich.*"
    Seh ich genauso! Und deshalb würde ich darüber gerne mehr erfahren.
    Die Diskussion um den MAD kann man dann an anderer Stelle, z.B. unter dem Stichwort Steuermittelverschwendung, diskutieren, zusammen mit unkalkulierbaren Großprojekten, Herdprämie und 2 Millionen anderen Dingen.