Neuer Politik-Roman: "Eierlikörchen?", fragte die Kanzlerin

DPAFrederik Kallenberg ist ein junger, konservativer Abgeordneter - und seiner Parteichefin ein Dorn im Auge, weil er noch an wahre Werte glaubt. Also bestellt sie ihn ein. Auszug aus dem Roman "Keine Experimente" des SPIEGEL-Autors Markus Feldenkirchen.

http://www.spiegel.de/kultur/literat...-a-918042.html
  1. #1

    redliches Bemühen

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Frederik Kallenberg ist ein junger, konservativer Abgeordneter - und seiner Parteichefin ein Dorn im Auge, weil er noch an wahre Werte glaubt. Also bestellt sie ihn ein. Auszug aus dem Roman "Keine Experimente" des SPIEGEL-Autors<i> Markus Feldenkirchen.</i>
    Man könnte meinen,
    Herr Feldenkirchen versuche die Spinx zu "entschlüsseln",
    tatsächlich aber macht er Wahlpropaganda für den roten Block.

    Des Autors redliches Bemühen bringt nicht nur Stimmen für die Roten,
    sondern spült synchron Geriebenes in die Kasse von Hernn Kallenberg ... ähm pardon, von Hernn Feldenkirchen!
  2. #2

    pardon

    Zitat von toskana2 Beitrag anzeigen
    Man könnte meinen,
    Herr Feldenkirchen versuche die Spinx zu "entschlüsseln", (...)
    Pardon, "Sphinx" wäre richtig.
  3. #3

    Die Macherin

    Man muß sich die Frage stellen, warum sich so vile an dieser Frau reiben. Ich habe 16 Jahre lang Helmut Kohl ertragen, aber daß sich seine Gegner derart an ihm abgearbeitet haben, ist mir nicht bekannt. - Ich selbst wurde schon mal von einer Frau gemobbt. Das war echt schrecklich. Jahre lang war diese Faru völlig unangreifbar, bis ich ihr Konzept durchschaut hatte. Sie hatte nämlich unseren Chef um dienFinger gewickelt und jedesmal, wenn etwas schief ging hat sie mir das in die Schuhe geschoben und hat eifrig darauf gepocht, daß sie als Frau doch mehr Rüchsichtnahme verdiene. Selbst in Besprechungen hat sie mich voll ins Messer laufen lassen. Denn im Gegensatz zu ihr habe ich was gemacht, während sie nur scheinbar tätig war. Und wer was tut macht nun mal Fehler. Und jedesmal, wenn etwas nicht glatt lief, hat sie mich hinter meinem Rücken bei unserem Chef verpetzt. Ich wurde dann dazu verdonnert doch mehr Kooperationsbereitschaft zu zeigen, während sie überhaupt nicht kooperierte. Am Ende habe ich meine Strategie gewechselt. Immer wenn sie sich vorgedrängelt hatte, habe ich sie machen lassen und weil sie fachlich nicht so gut war, ging das fast immer schief. Ich habe sie so wissentlich ins Messer laufen lasse. - Und um den Kreis zu schließen, glaube ich, daß sich Menschen, die sie nicht mögen, sich von ihrer hinterhältigen, intriganten und intransparenten Politik abgestoßen fühlen. Das war bei Helmut Kohl anders. Selbst wer ihn nicht mochte, konnte doch sehen, daß er eine gradlinige, transparente und realitätskonforme Politik machte.
  4. #4

    Wahlen werden nun einmal mit Mehrheiten gewonnen

    und dafür muss man auch in manch sauren Apfel beissen. Die Alternative? Eben nicht gewählt zu werden und keine Möglichkeit mit Mehrheiten Veränderung herbeiführen zu können. Das mag dem Idealisten in uns widersprechen, aber was hätte man davon. Den Luxus puristische Überzeugungen gegen die Mehrheit zu vertreten, können sich nur Splitterparteien erlauben. Deren Meinung bleibt eben wirkungslos.
  5. #5

    wahlwerbung auf die andere Art...

    ...das perfide, aus der Perspektive des angeblich Konservativen und vier Wochen vor der Wahl, auch noch so eingestellt, dass wer nicht aufmerksam liest den Bericht noch für real statt fiktional hält...
    Sollen die Leute jetzt NPD wählen oder aus Verzweiflung, dass die CDU nicht mehr konservativ genug ist die Linkspartei?
  6. #6

    Richtig!

    Zitat von maulkorb Beitrag anzeigen
    Man muß sich die Frage stellen, warum sich so vile an dieser Frau reiben. Ich habe 16 Jahre lang Helmut Kohl ertragen, aber daß sich seine Gegner derart an ihm abgearbeitet haben, ist mir nicht bekannt. ........ Das war bei Helmut Kohl anders. Selbst wer ihn nicht mochte, konnte doch sehen, daß er eine gradlinige, transparente und realitätskonforme Politik machte.
    Stimmt ganz genau! Den überzeugendsten Beweis für Ihre These lieferte Herr Kohl in der Parteispendenaffäre. Da hat er ganz "gradlinig und transparent und realitätskonform" sein "gegebenes Wort" (nämlich an die Spender) über Recht und Gesetz gestellt. Das hatten Sie sicher unbewusst vergessen zu erwähnen? Auch ist seine Rolle bei der Einführung des EURO nach wie vor zwielichtig.
  7. #7

    Boring

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Frederik Kallenberg ist ein junger, konservativer Abgeordneter - und seiner Parteichefin ein Dorn im Auge, weil er noch an wahre Werte glaubt. Also bestellt sie ihn ein. Auszug aus dem Roman "Keine Experimente" des SPIEGEL-Autors<i> Markus Feldenkirchen.</i>

    Auszug aus Feldenkirchen-Roman "Keine Experimente" - SPIEGEL ONLINE
    Was soll denn dieses belanglose Zeug. Wahlkampf? Wenn ja, für wen? Reklame für einen Schrift- naja, eher -Leger als -Steller? Will er nur jemandem in die Pumps pinkeln? Oder soll das gar ein Schlüsselroman sein? Dass die Kollegen diesem Dilettantismus eine Bühne bieten, ist nicht überraschend, bleibt dennoch peinlich.
  8. #8

    Richtig! - Antwort

    Zugegeben, die Spendenaffäre habe ich nicht berücksichtigt. Bei der Euro Einführung hat Helmut Kohl aus meiner Sicht das richtige zur richtigen Zeit getan. Natürlich hat auch Helmut Kohl gelogen. Die berühmteste Lüge ist die mit den "blühenden Landschaften". Ständige 180° Grad Wendungen hat es bei ihm aber nicht gegeben. Er hat den Menschen klar gesagt, für welche Politik er steht und er ist diesem auch stets treu geblieben. D.h. man wußte bei Helmut Kohl woran man war. Bei Merkel weiß man das nicht, wie schon unser Bundespräsident richtig erkannt hat. Und auf Grund seiner klaren Position haben sich auch seine Gegenr nicht ständig an ihm abgearbeitet. - Als Linker konnte man auch unter Helmut Kohl leben, bei Merkel geht das nicht!
  9. #9

    Schlimmer als Kohl

    Zitat von maulkorb Beitrag anzeigen
    M Und um den Kreis zu schließen, glaube ich, daß sich Menschen, die sie nicht mögen, sich von ihrer hinterhältigen, intriganten und intransparenten Politik abgestoßen fühlen. Das war bei Helmut Kohl anders. Selbst wer ihn nicht mochte, konnte doch sehen, daß er eine gradlinige, transparente und realitätskonforme Politik machte.
    Richtig. Bei keinem anderen Kanzler gab es jemals derart wütende Reaktionen, wie auf Angela Merkel, obwohl sie als erste Frau im Amt einen Bonus hat und die Medien ihr zu Füße liegen. Das liegt daran, dass ihr öffentliches aalglattes Auftreten in starkem Gegensatz zu ihren Leistungen steht. Ihre Gegner durchschauen sie und reagieren mit Wut.
    Auch ich fand Kohl als Politiker nicht gerade umwerfend, aber weil er seine Politik besser erklärte als Merkel, größeren persönlichen Einsatz zeigte und nicht ständig wegtauchte bei Problemen, war Kohl akzeptabler.