Milliarden-Überschuss: OECD warnt Deutschland vor Übermut

REUTERSDer deutsche Staat machte im ersten Halbjahr ein Plus von gut acht Milliarden Euro. Doch die OECD rät zur Vorsicht. Ein Teil des Überschusses sei durch niedrige Zinskosten zustande gekommen. Mit denen könnte es schnell vorbei sein.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...-a-918217.html
  1. #1

    Steuerblase

    Machen wir uns nichts vor , in Deutschland erleben wir aktuell eine Art Steuerblase. Die wird aber auch wieder platzen. Ich fürchte nur unsere Politiker haben Null Plan wie sie damit umgehen sollen. Die verpulvern einfach die heutigen Steuereinnahemn ohne an Morgen zu denken nach dem Motto, wer weiss schon wer dann regiert.
  2. #2

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der deutsche Staat machte im ersten Halbjahr ein Plus von gut acht Milliarden Euro. Doch die OECD rät zur Vorsicht. Ein Teil des Überschusses sei durch niedrige Zinskosten zustande gekommen. Mit denen könnte es schnell vorbei sein.

    Milliarden-Überschuss: OECD warnt Deutschland vor Übermut - SPIEGEL ONLINE
    Zumal die bundesregierung das nicht zum schuldenabbau nimmt! Weniger schulden heißt auch weniger zinszahlungen.
  3. #3

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der deutsche Staat machte im ersten Halbjahr ein Plus von gut acht Milliarden Euro. Doch die OECD rät zur Vorsicht. Ein Teil des Überschusses sei durch niedrige Zinskosten zustande gekommen. Mit denen könnte es schnell vorbei sein.

    Milliarden-Überschuss: OECD warnt Deutschland vor Übermut - SPIEGEL ONLINE
    Die Analyse ist schon so korrekt. Auch die Schlussfolgerung - aber wer ist denn in Wahlzeiten überhaupt noch rational denkend? Rationales Denken und langfristige Strategien sind der Zustimmung im Volk eher abträglich! Daher kann ich auch verstehen, dass die Politiker das Geld schleunigst weghaben wollen.

    Das Problem ist aber nicht Übermut! Das Volk würde bei dem drastischen Schuldenberg wahrscheinlich eher zur Tilgung übergehen - aber die wollen ja nur wählen und nicht gewählt werden. Diejenigen, die gewählt werden wollen müssen umverteilen. Am allerliebsten spielen sie das Spiel linke-Tasche-rechte-Tasche, weil da in der Mitte (also beim Apparat) am meisten hängen bleibt, das man selbst für sich beansprucht. Aber die Pakete werden verführerisch verpackt - die Marketingexperten leisten da ganze Arbeit.
  4. #4

    Was soll den das ge-Bashe, natuerlich erholt sich die Wirtschaft schneller bei Niedrigzins, aber die Regel gilt fuer jeden im EURO-Raum.

    Deutschland kann durchaus stolz sein auf das was es sich erarbeitet hat, und nicht wie die meisten eine neue Schuld nach der anderen aufnimmt.
  5. #5

    Finanzlüge

    Der finanzielle Gesamtüberschuss kommt hauptsächlich von den niedrigen Zinsen, mit denen z.Zt. die Schulden finanziert werden. Zugleich gehen den Sparern die Guthaben verloren, wenn diese mit 0,5 % verzinst werden und von der Inflation aufgefressen werden. 14 Mrd. gingen allein letztes Jahr so bei Sparbüchern, Festgeld etc. verloren. Wir haben es also mit einer von der EZB organisierten Enteignung der Sparer zur Sanierung der Staatsfinanzen zu tun. Damit das Geld zurückfliest, wo es hingehört wären Steuersenkungen angesagt, aber so, dass jeder etwas davon hat. Am gerechtesten wäre da eine Mehrwertsteuersenkung. Das wäre mal ein vernünftiges Wahlgeschenk für alle.
  6. #6

    Warnung vor Übermut?

    Wieso Übermut? Weil wir mit einem wenig Glück zu zusätzlichem Geld gekommen sind? Haben die Angst, dass wir das Geld jetzt verprassen, ohne an morgen zu denken? Verwechseln die uns mit Griechenland?
  7. #7

    Damit könnte es bald vorbei sein!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der deutsche Staat machte im ersten Halbjahr ein Plus von gut acht Milliarden Euro. Doch die OECD rät zur Vorsicht. Ein Teil des Überschusses sei durch niedrige Zinskosten zustande gekommen. Mit denen könnte es schnell vorbei sein.

    Milliarden-Überschuss: OECD warnt Deutschland vor Übermut - SPIEGEL ONLINE
    Stimmt, nach der Bundestagswahl, da wird die Rechnung eiskalt und alternativlos mit einem schönen Lächeln präsentiert. Und vorher hat dies ja keiner kommen sehen. Deutschland bleibt das, was es immer im Euroverbund war: der wahre Euro-Loser und Euroretter (trifft natürlich nicht auf alle zu, diese aber entscheiden für die anderen zur rechten Zeit einfach mit).
  8. #8

    Niedrigzinseffekt

    "Der Überschuss ist zum Teil dadurch zustande gekommen, dass die Ausgaben für den Schuldendienst merklich zurückgegangen sind" "Das lässt sich so nicht fortschreiben."
    Hier trifft die OECD den Kernpunkt. Durch die künstlich niedrig gehaltenen Zinsen mit Rücksicht auf die Schuldner-Staaten sind nicht nachhaltig. Die Zinsen beginnen schon wieder etwas anzusteigen und die Jubelberichte über den fast ausgeglichenen Staatshaushalt können schnell zur Makulatur werden.
    Dieser vorübergehende Effekt auf Kosten der Sparer und Bezieher von Privatrenten ist kurzatmig. Nicht zu vergessen, dass die hohen Bürgschaften noch gar nicht eingepreist sind. In einigen Jahren werden diese ab mit Sicherheit zu Buche schlagen und die Euro-Retter werden ihre Hände in Unschuld waschen. Kein vernünftiger Mensch kommt deshabl am 22. September zum Wohle Deutschlands nicht an der Alternative vorbei.
  9. #9

    Es ist zu schön

    Wir sind seelig und merken nicht, dass wir uns im ruhigen Zentrum einer Megablase befinden.
    Sie wird mit einem lauten Knall platzen. Ganz sicher.