Glückliche Uni-Abbrecher: Mein Studium kann mich mal!

Wer Abitur hat, der muss studieren - oder doch nicht? Vier Ex-Studenten erzählen, warum sie ihr Studium geschmissen haben, um zu lernen, was sie glücklicher machte.

http://www.spiegel.de/unispiegel/stu...-a-896479.html
  1. #1

    Floristin Franziska hätte nicht nur SICH viel Zeit und Geld gespart, sondern auch der Gesellschaft, die immerhin ihren Studienplatz sechs Jahre bezahlt hat...
  2. #2

    Man kann diese jungen Menschen nur beglückwünschen,

    aber die nächste Frage, die sich stellt.

    Ist unser Bildungssystem noch das richtige?
    Muss man sich in der 4. Klasse für das Gymnasium entscheiden?
    Wie praxisfremd sind die Lehrer und Dozenten?

    Grauenhaftes Deutschland.
  3. #3

    Zitat von gfh9889d3de Beitrag anzeigen
    Floristin Franziska hätte nicht nur SICH viel Zeit und Geld gespart, sondern auch der Gesellschaft, die immerhin ihren Studienplatz sechs Jahre bezahlt hat...
    Die Floristin Franziska kommt, wie dem Artikel zu entnehmen ist, aus Niederbayern und hat in Nürnberg studiert. In Bayern gelten allgemeine Studiengebühren, die erst mit dem kommenden Wintersemester abgeschafft werden.

    Ergo: Floristin Franziska hat ihren Studienplatz SELBST bezahlt.
  4. #4

    Zitat von karlhansbauer Beitrag anzeigen
    Grauenhaftes Deutschland.
    Ja, schon extrem grauenhaft hier. Die Wirtschaft floriert, keine Bomben fliegen, niemand muss hungern - ein wahrhaftig furchtbares Land.

    Nun aber zur Floristin Franziska. Im 4. Semester war ich auch kurz davor, mein Studium zu schmeißen und Flugbegleiter bei Air Berlin zu werden. Heute, 10 Jahre später, bin ich froh, es nicht gemacht zu haben.

    Ich denke Franziska wird es in 10-15 Jahren bereuen. Dann gehören Ihre ehemaligen Studienkolleginnen vermutlich zu den Gutverdienern, wohnen in einem schönen Haus und haben auch sonst keine Geldsorgen. Als Floristin dagegen wird Sie sich mit Mühe und Not über Wasser halten können, wenn erstmal Kinder da sind und die echten Sorgen eines Erwachsenen auf sie zukommen. Wenn Sie Glück hat, angelt sie sich einen Mann, der gut verdient und ihr den Frust erspart.
  5. #5

    sehr gut , weitermachen

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wer Abitur hat, der muss studieren - oder doch nicht? Vier Ex-Studenten erzählen, warum sie ihr Studium geschmissen haben, um zu lernen, was sie glücklicher machte.

    Glückliche Studienabbrecher: Vom Hörsaal in die Ausbildung - SPIEGEL ONLINE
    wir brauchen nicht nur GrundschullehrerInnen sondern auch Gleisorbaida (tm) und FleischwurstfachberaterInnen (m/w/s) .

    ( warum wollen eigentlich diese minimalkompetenten Oberschichtgören "irgendswas mit Medien oder Schule " machen ? Gibt es keine Fischdosenfabrik für diese Leute ?
  6. #6

    Gesellschaftliche Fragwürdigkeiten

    Die "Bedenken" stellen sich übrigens auch bei MINT Studenten ein ..... Wir haben leider eine Denk- und Arbeitsstruktur in unserer Gesellschaft etabliert , die massiv zu hinterfragen ist . Was hierzulande zählt ist ein Studiengang an einer Topuni inkl Auslandspraktika usw idealerweise hat man nach spätestens nach 6 Sem seinen Master , und 2 Sem später seinen Dr..... Solche "Koryphäen" bei Mc Kinsey oder Roland Berger wollen dann den Firmen via Beratung klar machen , daß 35 scho Alteisen sind ( also eine Altersgruppe , wo man erst mal anfängt substanziell firmenrelevante Berufserfahrung aufzubauen ).... Warum ich das hier erzähle. weil man viel Zeit ( und Geld ) für Ausbildung aufwendet Und wenn man fertig ist , wird man mit fragwürdigsten Assesments etc als "untauglich" hingestellt..... Es wäre mal Zeit ,wenn die Politik mal Ihren (sorry) Arsch aus dem Enddarm der Lobby ziehen würde udn und Verfassungsgetreu die Grundrechte der Menschen beachtet ... Jedenfalls kann heutzutage der Jugend kein Studium egal welcher Couleur empfohlen werden ausser vllt Arzt ( und dann bitte glecih auaswandern ) ...
  7. #7

    Orientierungslosigkeit

    Ein Studium abzubrechen ist sicher unschön, aber manchmal nicht zu vermeiden. Es gibt euch Studienfächer mit hohen Anforderungen (z.B. Ingenieurwissenschaften), wo ohnehin ca. 50% ausgesiebt werden. Auch für diese Studenten muss es ja irgendwie weitergehen im Leben.

    Oft werden auch prominente Studienabbrecher als Vorbilder genannt, die es ja auch irgendwie geschafft haben.

    So weit so gut. Besorgnis erregend ist allerdings die Tatsache, dass Abiturienten, Studenten und auch Auszubildende zunehmend völlig orientierungslos sind. Sie beginnen ein Studium ohne überhaupt nur annähernd Vorstellungen über ihre eigenen Ziele zu haben. Sie brechen eine Ausbildung ab ohne jemals darüber nachgedacht zu haben, wie es danach weitergehen soll. Viele haben einfach keinen Plan. Und das ist genau der Unterschied zu den o.g. Gründen. Und am Ende oft fatal.
  8. #8

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wer Abitur hat, der muss studieren - oder doch nicht? Vier Ex-Studenten erzählen, warum sie ihr Studium geschmissen haben, um zu lernen, was sie glücklicher machte.

    Glückliche Studienabbrecher: Vom Hörsaal in die Ausbildung - SPIEGEL ONLINE
    Ich war sehr skeptisch als ich die Überschrift gelesen habe... glückliche Studienabbrecher. Wie lange wird deren Glück wohl anhalten, wenn sie den ersten Gehaltszettel in der Hand haben.

    Positiv finde ich, dass zumindest der Zahntechniker und der Landschaftsgärtner berücksichtigt haben, dass sie deutlich weniger Geld verdienen werden als sie mit ihrem jeweiligen Studium erreicht haben. Da kommt mir die Floristin doch etwas naiver vor!

    Aus meiner Sicht (ich bin 33) finde ich es komisch, wie normal es geworden ist mit Anfang 20 nicht zu wissen, was man so "ungefähr" beruflichen machen möchte. Wer sagen kann, eine Ausbildung zum Landschaftsgärtner (nach einem abgebrochenen Studium) dient der weiteren beruflichen Orientierung, hat ein wirkliches Luxusproblem. Er scheint sich diese "Orientierung" leisten zu können, viele andere können das nicht.
  9. #9

    Ich habe mein Studium auch gerade nach zwei Jahren abgebrochen, weil ich gemerkt habe, dass es wichtigeres im Leben gibt, als einen angesehenen akademischen Abschluss. Ich fang jetzt eine handwerkliche Ausbildung an und merke, dass ich deutlich glücklicher bin, als zu Studienzeiten. Meiner Erfahrunf und Meinung nach sollten sich viel mehr Studenten und/oder Abiturienten Gedanken darüber machen, was sie wirklich glücklich macht und nicht was vernünftig wäre!