Wahlwerbespots von CDU und SPD: 90 Sekunden Merkel, 9 Sekunden Steinbrück

CDUSo dicht hat die Kanzlerin selten eine Kamera an sich herangelassen: Im TV-Spot zur Bundestagswahl inszeniert sich Angela Merkel in ungewöhnlicher Nahaufnahme. Außer der CDU-Chefin zeigt das Werbefilmchen: nichts. SPD-Kanzlerkandidat Steinbrück darf dagegen nur den Rausschmeißer geben.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...-a-918066.html
  1. #1

    Kanzlerin der Eitelkeiten

    Schön geredet. Eine Kanzlerin im schönen Sonnenschein ihrer Eitelkeiten. Es ist ja alles gut, es gibt weder 2 Billionen Euro Staatsschulden noch das Griechenland-Debakel.
    Die SPD redet, oh pardon lässt reden und damit billige Werbesprüche verbreiten nach alter sozialdemokratischer Manie ausschließlich für ihre Stammwählerschaft. Eine Alternative für Problemlösungen bietet sie nicht.
    Da freue ich mich doch auf den nächsten Bundestag, wo die Altparteien von dem eloquenten Volkswissenschaftler Bernd Lucke (AfD) so mit Fachwissen gefedert werden, dass sie wie Papageien aussehen. Immer das gleich wiederholen ohne vorher darüber nachzudenken. Dies gilt auch für die Einspielungen.
  2. #2

    Der CDU-Spot...

    ...erinnert mehr an Werbung für eine billige Zahnpasta: Damit Wir Uns(also ich mich) Morgen noch endlich wieder mit Worthülsen beschäftigen können (kann). Der SPD-Spot benennt zwar mehr Probleme, zeigt aber einen Steinbrück, wie ich ihn nicht kenne und sehen möchte: Ohne Biss, ohne Ausdruck. Beide Werbeagenturen würde ich kein zweites Mal beauftragen.
  3. #3

    Eurolügner abwählen!

    Keine Stimme für die CDU!
    Keine Stimme für die SPD!

    Die Wahlkampfspots haben mit der Realität nichts zu tun. Beide Parteien streben in Europa eine Schuldenunion an. Dafür regieren die zwei angeblichen Kontrahenten auch gerne zusammen.

    Laut Ifo-Institut beläuft sich momentan der maximale Verlust durch Eurorettung für Deutschland auf bis zu 637 Mrd. Euro.
  4. #4

    Analyse

    Steinbrück inszeniert sich natürlich - als jemand der zum Volk gehört, der Teil von ihm ist, der nicht mehr (ver)spricht als die anderen Kandidaten (fordern), weil er nicht mehr ist, er ist einer von "uns". Würde man ihm mehr Raum geben wäre er im Mittelpunkt, so wie er in Wirklichkeit ist - ein Mittelpunktsmensch, der gerne lange Reden hält und seine Bezahlung als Anerkennung sieht - je mehr er bezahlt bekommt, desto wertvoller ist das, was er sagt, desto wertvoller ist seine Person. Leider geht die Rechnung nicht auf, denn wer genauer hinsieht, durchschaut die billig-manipulierende Inszenierung des Spots und das Ablekungsmanöver von seiner wahren Natur . Merkel dagegen inszeniert kaum (bist auf die vertretbare Balkonszene, die kann man wenigstens postiv interpretiere . M. verschafft sich einen Überblick, ein Blick in die Ferne usw.) . Sie stellt sich selbst dar, wie sie ist, die Alleinherrscherin, und woran sie glaubt - auch wenn sie und das was sie sagt ebenfalls platt und oberflächlich daherkommt, beide Spots sind schlecht. Der Merkel Spot ist aber nicht verlogen. Aber für den Spot würde ich sie auch nicht wählen.
  5. #5

    optional

    Und recht hat er. Frau Merkel steht für Programmlosigkeit. Fähnchen nach dem Wind richten. Reagieren anstatt Agieren. Da es auch sonst niemanden in der Union gibt, der ihr das Wasser reichen könnte, muss es eben Merkel selbst richten. Man könnte sie ohnehin nicht auf ein Programm festnageln. Die Beliebigkeit ihrer Positionen, die auf rein pragmatischen Erwägungen beruhen, verhindern eine Werbung im Sinne von "Ich habe ein Programm, wählt mich!". Das ist langweilig, das ist antriebslos, das ist der Kern der pathologischen Lethargie, die Deutschland befallen hat. Die Demokratie wird angegriffen, und es passiert: Nichts. Kein Aufschrei. Keine Proteste. Ein laues Lüftchen im Sommerwind. Man möchte sich schämen, aber Deutschland hat die Kanzlerin, die es verdient.
  6. #6

    optional

    Und recht hat er. Frau Merkel steht für Programmlosigkeit. Fähnchen nach dem Wind richten. Reagieren anstatt Agieren. Da es auch sonst niemanden in der Union gibt, der ihr das Wasser reichen könnte, muss es eben Merkel selbst richten. Man könnte sie ohnehin nicht auf ein Programm festnageln. Die Beliebigkeit ihrer Positionen, die auf rein pragmatischen Erwägungen beruhen, verhindern eine Werbung im Sinne von "Ich habe ein Programm, wählt mich!". Das ist langweilig, das ist antriebslos, das ist der Kern der pathologischen Lethargie, die Deutschland befallen hat. Die Demokratie wird angegriffen, und es passiert: Nichts. Kein Aufschrei. Keine Proteste. Ein laues Lüftchen im Sommerwind. Man möchte sich schämen, aber Deutschland hat die Kanzlerin, die es verdient.
  7. #7

    Eurolügner

    Angela Merkel: "Ein Land in dem wir unseren Kindern die besten Chancen bieten..."

    -Schuldenunion
    -Über 30 Millionen Arbeitslose im Euroraum
    -Bis zu 60% Jugendarbeitslosigkeit
    -Die Verschuldung Europas wächst enorm
    -Kein Wirtschaftswachstum
    -Demokratiedefizit in Europa
    -Vertrag von Lissabon wurde ohne Volksabstimmung installiert
    -Vertrag von Maastricht wird ständig gebrochen
  8. #8

    Frau Merkel sieht sich über der CDU...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    So dicht hat die Kanzlerin selten eine Kamera an sich herangelassen: Im TV-Spot zur Bundestagswahl inszeniert sich Angela Merkel in ungewöhnlicher Nahaufnahme. Außer der CDU-Chefin zeigt das Werbefilmchen: nichts. SPD-Kanzlerkandidat Steinbrück darf dagegen nur den Rausschmeißer geben.

    Wahlwerbespots: CDU setzt auf Merkel, die SPD aufs Volk - SPIEGEL ONLINE
    Das zeigt sie, indem sie so lange in dem spot zu sehen ist. Herr Steinbrück setzt dagegen die Partei in den vordergrund, und nicht sich selber.
  9. #9

    Warum das Dream-Team "Pat & Patachon" nicht gleich auf das Original zurückgreift und Leni Riefenstahl mit so einem für die Einheitspartei Deutschlands immens wichtigen Propagandaprojekt betraut. Kein Wunder, dass so ein Schmarrn dabei herauskommt.