Museumsprojekt in China: Rochen für die Kunst

MAD architectsEin Gebäude ohne Ecken und Kanten - und dazu mitten im Meer: Das Pingtan Art Museum vor der Küste Chinas soll das größte private Kunstmuseum Asiens werden. Zunächst jedoch muss noch die dazugehörige Stadt erbaut werden.

http://www.spiegel.de/reise/aktuell/...-a-918015.html
  1. #1

    87 Millionen Euro...

    ...das ist doch kaum mehr als die ursprüngliche Planungssumme der Elbphilharmonie. Bin mal gespannt ob sich die Kosten auch verzehnfachen. Schick sieht das Ganze am Computer ja aus, keine Frage. Und originell...erinnert an Sanddünen. Auf jeden Fall beweisen die Erbauer Mut und Kreativität. Hierzulande packt man einen hässlichen Glaskasten auf einen hässlichen Backsteinbunker und hofft, dass Minus und Minus Plus ergibt.
  2. #2

    Ultramoderne Bauten und China-Tradition

    Es sieht sehr gut aus, anders als viele langweilige Bauten die ein Vielfaches kosten. Hochachtung vor diesem MAD-Architektenbüro. Das Nationale Palastmuseum Chinas in Taipei ist äusserst interessant. Vergleichsweise wäre es interessant ultramoderne Gebäude die irgendwie die chinesische Tradition wiedererkennbar machen zu schaffen. Das ist jetzt nur eine Idee von mir, weil ich es bislang noch nirgends gesehen habe.
  3. #3

    JinMao

    @raber Was ist mit dem JinMao in Shanghai? Er benutzt die Formensprache traditioneller Pagoden und auch wenn er schon paar Jahre steht, gehört er meiner Meinung nach in die Kategorie der modernen Bauten.
  4. #4

    Die Lichtverhältnisse werden ziemlich ungeeignet für eine Kunstausstellung sein.
  5. #5

    neue Gebäude braucht das Land

    nur bei der schlechten Bauqualität ist die Frage wie lange das Gebäude steht. Schnell und billig können die Chinesen bauen aber nicht gut
  6. #6

    Museum für eine moderne Kunst, die es noch nicht gibt.

    Eigentlich ist die Präsentation dieses modernen Museums in der Rubrik Reise völlig verfehlt. Verfehlt ist auch die Thematisierung des Projekts vom unbekannten Autor hier, oder von Spiegel-Online, da derartige organische Raumgestaltung in der Architektur generell ein Novum ist, was hier völlig außer Acht gelassen wurde.

    Die Formensprache, sozusagen Innenansichten eines Wals aus Sicht des von demselben verschluckten Propheten Jona, steht explizit für eine neuartige Auffassung von Architektur, für die es bislang eigentlich noch gar keine vergleichbare Kunst am Markt gibt.

    Oder, um es anders auszudrücken, das futuristische Element, was sich in der Geisteshaltung derartiger Architektur ausdrückt, findet sein Pendant sicherlich in der Mathematik, in der Betrachtung der Ausdehnung des Weltalls, in der Medizin, oder wenn man so will, sogar in der selbstgefälligen Betrachtung von Ausscheidungsorganen bei Charlotte Rosche. Aber eben nicht in der gegenwärtigen zeitgenössischen Kunst, vor allem in der Art wie sie europäischer und speziell deutscher Geisteshaltung entspricht.

    Genau das ist das Manko der Kunst, nämlich Rückständigkeit gegenüber Entwicklungen der Moderne. Zwar unterstellt die Kunstwissenschaft der Kunst in statu nascendi gerne eine Fähigkeit zur Vorausschau auf die Zukunft. Dennoch, eine Kunst, die in der Nähe zur Technologie steht, oder mit neuen Arten von Oberflächen oder sensualistischen Elementen arbeitet, ist oft verpönt, hat es zumindest schwer, sich am Markt durchzusetzen.

    Der letztlich konservative und oft administrativ gesteuerte Kunstmarkt, sprich die üblichen Museen wie hier in Berlin, fördern also durchweg Bildungsverweigerung im Kulturbetrieb, siehe: http://forum.spiegel.de/f22/neubau-a...l#post13535264

    Umgekehrt könnte man auch sagen, wenn das Kapital, was hinter diesem zukünftigen Museum in China steht, stark genug ist, einen Markt für futurologische Ästhetik als zukünftige Weltinnen- und Außenbetrachtung zu schaffen, und dies auch konsequent global zu vertreten, werden sich die eingeschliffenen Wertekriterien der Kunstauffassung ändern. Letztlich lenkt man so die Geistesströme aus aller Welt nach China, das Land der Zukunft. Im Grunde kann man also nur höllisch darauf gespannt sein, wie die Räume des Museums gefüllt werden sollen.

    Bruno Toussaint Berlin / Köln
  7. #7

    Gar nicht neue Formensprache..

    es scheint recht klar woher MAD ihre Inspiration bekommen haben:
    http://www.designboom.com/architecture/ryue-nishizawa-teshima-art-museum/
    Architektonischer Remix? Platte Kopie? Schwer zu sagen... dreist aber auf jeden Fall.
  8. #8

    Interessant

    Diese Tiere werden von den Chinesen ausgerottet bis zum gehtnichtmehr, und, ganz locker, kommt ein Gebäude in diese Form daher. Da bin ich mal gespannt wann und wo ein Museum in Tibeterform aufgebaut wird ?!