Prostitutionspark in Zürich: Sex in der Box

DPADrive-In-Rundkurs, Verrichtungsboxen und Regenschirmchen als Wegweiser: Hinter dem Hauptbahnhof hat die Stadt Zürich den ersten Prostitutionspark der Schweiz eingerichtet. Mit der offiziellen Anlage soll die Situation auf dem Straßenstrich entschärft werden.

Prostitutionspark in Zürich: Erster Schweizer Strichplatz - SPIEGEL ONLINE
  1. #1

    Kapitulation der Moral

    Wenn der Platz überhaupt geeignet ist, werden, wo Platz für 40 Huren geschaffen wird, in Kürze 80 oder 120 stehen. Es werden immer zu wenig sein, weil das Geschäft zu einfach (keine Investition) und profitabel ist. Somit sind die Steuergelder verschwendet und hätten lieber in Erziehung und Bildungesteckt werden sollen.
    Strassenstrich sollte schlicht verboten werden. Für den der dafür bezahlen will oder muss gibt es Bordelle.
  2. #2

    Irritierend ist einfach, dass das VEB (Volkseigene Bordell) Leupi ausgerechnet im rot-grünen Zürich nicht für Velofahrer und Fussgänger geöffnet ist. Da will man für viele Millionen Franken bessere Radwege bauen, vergisst die Cyclisten aber ausgerechnet beim unverbindlichen, kommerziellen Vögeln.
  3. #3

    optional

    und wer hat's erfunden...?
  4. #4

    Menschenwürde?

    Okay, der Prostitutionspark in Zürich ist wohl als Fortschritt zu werden aber sind das menschenwürdige Zustände? Nicht wirklich, oder?

    Daraus folgt, dass in Deutschland laut Artikel 1 GG die (vermutlich zahlreichen und teils massiven) prostitutionsbedingten Mißstände zu bekämpfen sind.

    Mein Vorschlag: Prostitutionsverbot + hochwertiger guter Hostessenservice, bei dem kein Sex verkauft werden darf aber wo man natürlich nix sagen kann, wenn sich eine Gesellschafterin mal in einen Kunden verliebt. (alles imho)
  5. #5

    Von der DDR lernen heißt siegen lernen !

    Sowas gab es in der DDR schon lange - in der Sauenanlage der LPG !
  6. #6

    Verrichtungsboxen

    Der Begriff "Verrichtungsboxen" ist aber gut gewählt :-)
  7. #7

    Das sieht ja irgendwie drollig aus,...

    ... aber vielleicht ist es von allen Möglichkeiten mit dem Thema umzugehen die Beste. Sicher besser, als die Sperrbezirkslösung, wo die J
    Mädchen und Jungs nachts in verlassene Industrieviertel gedrängt werden, wo niemand mitkriegt, was da so los ist, was da passiert, wer ankommt und wer wann und auf welche Weise verschwindet.

    In meinen Augen ist nicht Prostitution ein wirkliches Problem sondern Zwangsprostitution und Frauenhandel, und sowas ist auf solch einer Anlage vielleicht leichter zu kontrollieren. Übrigens, was hat es eigentlich mit dem Piktogramm mit den Bäumen auf sich?
  8. #8

    Eine Zeitgeist-Frage

    Nicht nur in unserem Lande hat "uns" ein Teil der Politiker/Innen klargemacht, dass "Prostituierte" oder "Stricher" ein normaler Beruf und der Besuch von Freiern bei ihnen nichts ehrenrühriges ist. Also boomt der Markt länderübergreifend und hält auch manche Chance für die neuen EU Mitglieder und Beitrittskandidaten bereit. Auch Eltern werden finanziell entlastet, wenn sich ihre studierende Tochter in der Branche etwas zum Lebensunterhalt hinzuverdient.
  9. #9

    Zitat von Peter.Lublewski Beitrag anzeigen
    Der Begriff "Verrichtungsboxen" ist aber gut gewählt :-)
    Dachte ich mir auch, klingt eher nach öffentlichem Urinal. :)

    Prostitution zu verbieten, wäre sicher nicht der richtige Weg. Angebot und vor allem Nachfrage sind ganz offenbar gegeben, also ist es daran, Anbieterinnen und Anbietern, sowie Kundinnen und Kunden strukturell ein Umfeld zu bieten, in dem kontrollierbar ist, dass nichts aus dem Ruder läuft.

    Verbote würden hier, wie in vielen Fällen, nur dazu führen, dass die Zustände schlimmer würden. Aufhören würde damit niemand, aber Kriminalität würde zunehmen - nicht nur dadurch, dass die Sache an sich illegal wäre, sondern auch die Strukturen, das Geschäft am Laufen zu halten.

    Und mal ehrlich, es tut keinem weh. Wer beim Anblick einer Prostituierten die Nase rümpft, hat ja gerade mit einer Lösung wie dieser aus Zürich die besten Möglichkeiten, dem ganzen Treiben einfach aus dem Weg zu gehen.