Atomruine Fukushima: Erneut radioaktives Wasser ausgetreten

AFPNeue Panne im zerstörten Atomkraftwerk Fukushima: Aus einem Kühlwassertank sind Hunderte Tonnen radioaktiv verseuchtes Wasser gesickert. Betreiberkonzern Tepco konnte das Leck bislang nicht schließen.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/t...-a-917495.html
  1. #1

    "Sie können das Leck nicht finden." Aha...
    Sie wollen das Leck nicht finden. Wie teuer ist es bitte hunderte Tonnen kontaminiertes Wasser fachgerecht zu lagern/entsorgen?? Das verstrahlte Wasser aufzufangen ist sicherlich nicht das Ziel von Tepco bzw. der Regierung.
  2. #2

    noam chomsky

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Neue Panne im zerstörten Atomkraftwerk Fukushima: Aus einem Kühlwassertank sind Hunderte Tonnen radioaktiv verseuchtes Wasser gesickert. Betreiberkonzern Tepco konnte das Leck bislang nicht schließen.

    Atomruine Fukushima: Erneut radioaktives Wasser ausgetreten - SPIEGEL ONLINE
    noam chomsky sagt, das eine gesellschaft sich daran messen lassen muß, wie sie mit ihren hilflosesten und schwächsten mitgliedern umgeht. im falle von fukushima sind das die kinder, die auch mehr von radioaktivität betroffen sind als erwachsene. er fordert, die 300.000 kinder, die in fukushima in gebieten leben, die so hoch verstrahlt sind wie die gebiete die in tschernobyl geräumt wurden, zu evakuieren. ein japanischer anwalt hat das vor der un vorgetragen. hier seine rede:
    The Reality of Fukushima- A Japanese Lawyer Speaks at UN - YouTube

    und hier der aufruf von chomsky und anderen:
    The Fukushima Collective Evacuation Trial Team: Campaign
  3. #3

    Kreislauf?

    Frage mich sowieso warum das Wasser nicht im Kreis gepumpt wird? Und bitte liebe Spon Redaktion, benutzt bei Wasser doch bitte die Masseinheit Liter oder Kubikmeter damit man als Leser wenigstens den Eindruck hat das die Artikel nicht einfach nur vom Praktikanten aus dem englischen übersetzt wurden..
  4. #4

    Japan verseucht den Pazifik um Entsorgungskosten zu sparen. 300t/Tag ist nicht akzeptabel und es wäre angebracht das Japan entsprechende Reperationszahlungen leistet. Auch ist die Menge anzuzweifeln, ich vermute dass deutlich mehr Tonnen täglich austreten.
  5. #5

    Mal eine andere Stimme zum Thema, die nicht auf auf die allgemeine Panikmache eingeht, (ist ein wirklich interessantes Interview!)
    "Ein schwerer Reaktorunfall setzt, ebenso wie der Bruch eines Staudamms, große Mengen an gespeicherter Energie frei. Aber selbst im schlimmsten vorstellbaren Fall, wie etwa Tschernobyl, wird die Zahl der Opfer gering bleiben. Wir sollten deshalb nach Fukushima die Welt nicht auf den Kopf stellen. Es gibt größere Probleme – soziale und ökonomische Stabilität, Klimawandel, Ernährung und Wasserversorgung. Die Japaner sollten ihre Kernkraftwerke genauso wenig abschalten wie die Deutschen." http://www.novo-argumente.com/magazin.php/novo_notizen/artikel/0001149
  6. #6

    Es steht wesentlich schlimmer.

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Neue Panne im zerstörten Atomkraftwerk Fukushima: Aus einem Kühlwassertank sind Hunderte Tonnen radioaktiv verseuchtes Wasser gesickert. Betreiberkonzern Tepco konnte das Leck bislang nicht schließen.

    Atomruine Fukushima: Erneut radioaktives Wasser ausgetreten - SPIEGEL ONLINE
    Die Reaktorkerne 1 bis 3 sind großteils geschmolzen.
    Es scheint nicht ausgeschlossen, dass die ständig von ihnen ausströmenden radioaktiven Elemente langfristig den Trinkwasser-Einzugsbereich von Tokio kontaminieren können. Einige 10 Milionen Menschen wären dann zu evakuieren bzw umzusiedeln.

    Im Reaktorgebäude 4 lagern über Tausend Brennstäbe, die in einer hochriskanten Aktion in ein sicheres Abklingbecken transferriert werden müssen, da der Reaktor einsturzgefährdet ist.

    Es werden keinerlei Anstrengungen unternommen, die Reaktorkerne und Brennstab-Becken in einem sicheren Containment einzuschliessen.
    In Tschernobyl wurde dafür der "Sarkophag" gebaut, wo eine massive Betonschicht auch unter den Reaktor gezogen wurde.
    Dies war wesentlich einfacher, da sich nach der Explosion nur noch ca 1/4 des radioaktiven Inventars im Reaktor befand.

    In Fukushima steht zu befürchten, dass langfristig das gesamte radioaktive Inventar von 3 oder 4 Reaktoren in die Umwelt gelangt.
    Jeder einzelne Reaktor besitzt ein vielfache größeres radioaktives Inventar als Tschernobyl.
    Hinzu kommen mehrere Tausend abgebrannter Brennstäbe, deren Hüllen aufbrechen, wenn die Kühlung aussetzen sollte und deren Inventar dann ebenfalls in die Umwelt gelangt.

    Fukushima apocalypse: Years of ?duct tape fixes? could result in ?millions of deaths? ? RT News

    Das ganze Ausmaß dieser Katastrophe wird von allen verharmlost:
    TEPCO
    Japanische Regierung
    IAEA
    Weltweite AKW-Betreiber
    ...
  7. #7

    war also die Sorge von Frau Merkel doch berechtigt

    und es war richtig,die Energiewende einzuleiten ???
  8. #8

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Neue Panne im zerstörten Atomkraftwerk Fukushima: Aus einem Kühlwassertank sind Hunderte Tonnen radioaktiv verseuchtes Wasser gesickert. Betreiberkonzern Tepco konnte das Leck bislang nicht schließen.
    Hier gibt es nichts zu sehen, alles total sicher und harmlos.

    Die Schutzanzüge samt Schutzmasken haben die Tepco-Mitarbeiter übrigens auch nur auf um die Links-Grünen im Wahlkampf zu unterstützen und damit das alles möglichst dramatisch aussieht. Reine Show!
  9. #9

    das problem

    Zitat von Laetus Leto Beitrag anzeigen
    Mal eine andere Stimme zum Thema, die nicht auf auf die allgemeine Panikmache eingeht, (ist ein wirklich interessantes Interview!)
    "Ein schwerer Reaktorunfall setzt, ebenso wie der Bruch eines Staudamms, große Mengen an gespeicherter Energie frei. Aber selbst im schlimmsten vorstellbaren Fall, wie etwa Tschernobyl, wird die Zahl der Opfer gering bleiben. Wir sollten deshalb nach Fukushima die Welt nicht auf den Kopf stellen. Es gibt größere Probleme – soziale und ökonomische Stabilität, Klimawandel, Ernährung und Wasserversorgung. Die Japaner sollten ihre Kernkraftwerke genauso wenig abschalten wie die Deutschen." http://www.novo-argumente.com/magazi...rtikel/0001149
    das problem ist, das nicht nur energie, wie im falle eines staudammbruches das gespeicherte wasser, sondern auch radioaktivität frei wird. im falle von fukuschima seit mehr als 2 jahren, in wasser, luft und erde, tendenz steigend. das macht die bewohnbarkeit der "radioaktiv gefluteten" gebiete schwierig und gesundheitlich gefährdend. 980.000 opfer durch tschernobyl bisher sind überdies nicht gering. und die radioaktiven stoffe strahlen weiter, jahhunderte-, jahrtausendelang. von daher ist ihr vergleich einer zwischen äfpfel und birnen und verfolgt einfach nur den zweck, gefahren zu verharmlosen und kleinzureden. das ist es auch im wesentlichen, was tepco die letzten zweieinhalb jahre getan hat.