Foto-Legende Thomas Höpker: "Wollt Ihr mal nach Amerika?"

Thomas Hoepker/ MagnumViel Geld, viel Zeit und Muhammad Ali: Der große Fotojournalist Thomas Höpker schwärmt im Interview von der goldenen Ära der Magazinfotografie. Und heute ist alles mies? Keineswegs: "Die jungen Fotografen sind besser als wir es waren." Ohne reichen Vater wird es aber trotzdem hart.

Magnum-Fotograf Thomas Höpker über neuen Bildband "New York" - SPIEGEL ONLINE
  1. #1

    Ein irres Bild von 9/11...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    ...diese Gruppe junger Menschen vor den brennenden Twin Towers, ein verstörender Anblick. Tolle Bilder - trotz allgegenwärtiger Foto Handys und Digitalkameras - es ist ein Handwerk, welches erlernt werden möchte. Schade, dass so viele gute Fotografen nicht von ihren Bildern leben können.
  2. #2

    Jeder braucht Urlaub...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Viel Geld, viel Zeit und Muhammad Ali: Der große Fotojournalist Thomas Höpker schwärmt im Interview von der goldenen Ära der Magazinfotografie. Und heute ist alles mies? Keineswegs: "Die jungen Fotografen sind besser als wir es waren." Ohne reichen Vater wird es aber trotzdem hart.

    Magnum-Fotograf Thomas Höpker über neuen Bildband "New York" - SPIEGEL ONLINE
    Wer 20 Jahre lang keinen Urlaub gemacht hat oder machen konnte ist selber schuld. Das Argument, Urlaub sei den Deutschen zu wichtig, ist nur dadurch zu erklaeren, das Herr Hoepker sich wahrscheinlich seine Zeit sehr freizuegig einteilen kann und so hin und wieder eine paar Tage 'Leerlauf' rausspringen. Urlaub ist eine Aus-Zeit, die jeder irgenwann mal braucht, um die Seele baumeln zu lassen oder den Stress zu vergessen. Der Artikel sieht so aus, als ob Herr Hoepker eigentlich einen garnicht so stressigen Beruf ausuebt.
  3. #3

    Vollig normal...

    @jobie09: Kein verstoerender Anblick. Dieses Bild wurde viel kritisiert, ebenso die 5 jungenMenschen Was haetten sie tun koennen ?: Garnichts. Ausser vielleicht bei ihren Familien anrufen, ob alles in Ordnung ist. Glueck, das sie damals soweit weg vom Geschehen waren
  4. #4

    Das erschütternde: im Prinzip kann sowas heute leider kaum eine Sau noch beeindrucken. Jeder rennt mich Kamerahandys rum, oder fetten Digitalkameras, jeder hat Apps, Gadgets, Datenbrillen, Instasonstwats, Hastenichgesehen, jeder hält sich für einen großen Fotokünstler, schlimmstenfalls. Nicht, daß gute Fotografie per se entwertet wird, aber die Rezeption dessen, was man für gute Fotografie hät oder es als solche erkennt, degeneriert zusehends.
  5. #5

    Einige Dinge sehe ich wie Höpker.

    Ich finde schon das Wort "Urlaub" so schrecklich, das klingt so militärisch, und ich kann die Wichtigkeit des Urlaubs nicht nachvollziehen. Ich habe, glaube ich, in den letzten 20 Jahren keinen Urlaub gemacht. In meinem Beruf gibt es das ja auch nicht wirklich - als freiberuflicher Fotojournalist muss man immer wach und lebendig sein.
    Der Meinung bin ich auch, zumal die abwechslungsreiche Arbeit selbst eine Art Urlaub sein kann.
    Sich heute alleine als Fotograf hochzuhangeln und dabei ein erträgliches Leben zu führen, ist schwer.
    Oft nur deshalb, weil weniger auf die Qualität geachtet wird als auf den Preis und weil sich immer Leute finden, die zu Dumpingpreisen anbieten und keine Leistung bringen. Dabei ist es im Bereich Fotografie besonders leicht für Auftraggeber, sich vorab einen Eindruck von der Arbeitsweise der Anbieter zu machen.

    Was mich wirklich verblüfft, ist, wie viele hervorragende jungen Fotografen es gibt. Die sind, glaube ich, besser, als wir es waren.
    Sehe ich genau so. Darchinger, Höpker usw. sind - gemessen an heutigen Standards - guter Durchschnitt, mehr nicht.
  6. #6

    Auf Facebook

    Auf Facebook ging mal ein Text rum. Ein Mädchen bekommt von Daddy eine schicke spiegelreflex (glaub ich) für 600 € von Nikon. Erstmal wird eine Facebook Fan Page aufgemacht mit den Titel
    Vorname.nachname Photographie.
    Das ist der größte Scheiß. Jede/r kann mit einer tollen, teuren Kamera gut aussehende Fotos machen. Aber ob sie sehle haben, danach fragt keiner.
    Deswegen sind Leute wie er wichtig, um die Fahne der richtigen Fotografie hochzuhalten.
  7. #7

    Bild 4

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Viel Geld, viel Zeit und Muhammad Ali: Der große Fotojournalist Thomas Höpker schwärmt im Interview von der goldenen Ära der Magazinfotografie. Und heute ist alles mies? Keineswegs: "Die jungen Fotografen sind besser als wir es waren." Ohne reichen Vater wird es aber trotzdem hart.

    Magnum-Fotograf Thomas Höpker über neuen Bildband "New York" - SPIEGEL ONLINE
    zeigt, das nicht ganze Welt den Atem angehalten hat am 11.9.2001.
    Die Gruppe auf dem Foto ganz bestimmt nicht, da wird ja ziemlich entspannt geplaudert. Es gibt noch bessere Fotos zum Thema. Ich besitze eines, auf dem im Hintergrund gerade Turm 2 zusammenstuerzt und im Vordergrung geht das ganz normale Strassenleben weiter. Nicht ein Passant guckt hin und es rennt auch keiner davon.
  8. #8

    Einige Dinge sehe ich wie Höpker.

    Ich finde schon das Wort "Urlaub" so schrecklich, das klingt so militärisch, und ich kann die Wichtigkeit des Urlaubs nicht nachvollziehen. Ich habe, glaube ich, in den letzten 20 Jahren keinen Urlaub gemacht. In meinem Beruf gibt es das ja auch nicht wirklich - als freiberuflicher Fotojournalist muss man immer wach und lebendig sein.
    Der Meinung bin ich auch, zumal die abwechslungsreiche Arbeit selbst eine Art Urlaub sein kann.

    Sich heute alleine als Fotograf hochzuhangeln und dabei ein erträgliches Leben zu führen, ist schwer.
    Oft nur deshalb, weil weniger auf die Qualität geachtet wird als auf den Preis und weil sich immer Leute finden, die zu Dumpingpreisen anbieten und keine Leistung bringen. Dabei ist es im Bereich Fotografie besonders leicht für Auftraggeber, sich vorab einen Eindruck von der Arbeitsweise der Anbieter zu machen.
    Was mich wirklich verblüfft, ist, wie viele hervorragende jungen Fotografen es gibt. Die sind, glaube ich, besser, als wir es waren.
    Sehe ich genau so. Darchinger, Höpker usw. sind - gemessen an heutigen Standards - guter Durchschnitt, mehr nicht.
  9. #9

    Fetisch Urlaub ?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Fetisch Urlaub[/url]
    Offensichtlich beschränken sich die Fähigkeiten des elitären Herrn Thomas darauf, die Realität abzubilden - verstehen tut er sie nicht. Sonst würde er sich nicht derart abfällig über das Bedürfnis von abhängig Beschäftigten äussern, dieser Abhängigkeit zumindest zeitweise zu entfliehen.
    Aber wenn man der "Elite" angehört, muss man so etwas wohl sagen.