Streit um staatliche Bekenntnisschulen: Eine Frage der Lehre

SPIEGEL ONLINEMuss ein muslimischer Junge an einer katholischen Schule am Religionsunterricht teilnehmen? In Paderborn wird über diese Frage heftig gestritten. Doch das Problem der Bekenntnisschulen in NRW lautet: Rein darf mitunter nur, wer richtig glaubt.

Bekenntnisschulen: Muslimischer Junge zum Religionsunterricht - SPIEGEL ONLINE
  1. #1

    leichte Lösung

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Muss ein muslimischer Junge an einer katholischen Schule am Religionsunterricht teilnehmen? In Paderborn wird über diese Frage heftig gestritten. Doch das Problem der Bekenntnisschulen in NRW lautet: Rein darf mitunter nur, wer richtig glaubt.

    Bekenntnisschulen: Muslimischer Junge zum Religionsunterricht - SPIEGEL ONLINE
    Das Problem hier ist das es überhaupt noch Religionsunterricht gibt. Der gehört an allen Schulen abgeschafft und für alle Schüler durch das Pflichtfach Ethik ersetzt.
    Problem ganz einfach gelöst es ist für ein modernes Land eh schon oberpeinlich seine Kinder mit Zwangsreligion zu foltern.
  2. #2

    Zitat von Vex Beitrag anzeigen
    Das Problem hier ist das es überhaupt noch Religionsunterricht gibt. Der gehört an allen Schulen abgeschafft und für alle Schüler durch das Pflichtfach Ethik ersetzt.
    Problem ganz einfach gelöst es ist für ein modernes Land eh schon oberpeinlich seine Kinder mit Zwangsreligion zu foltern.
    Sehe ich ähnlich. Der staatliche Religionsunterricht gehört abgeschafft und gegen ein allgemeines Fach "Ethik/Philosophie" ersetzt. In diesem Rahmen kann dann auch die christliche Morallehre als eine von vielen Wertekanons mitbehandelt werden.
    Wer unbedingt in die Christenlehre will, kann und sollte das in seiner Freizeit zu seinem Privatvergnügen machen. Denn das ist genau das, was Religion in einem säkularen Land sein sollte:
    ein reines Privatvergnügen.
  3. #3

    Alte Zöpfe

    Die Mehrzahl der Paderborner Grundschulen sind Bekenntnisschulen; aber die Mehrzahl der Paderborner Grundschüler sind nicht katholisch.
    Wie soll das aufgehen?
    Die Realität hat sich geändert. Die Schulen hinken hinterher.
  4. #4

    Da sprach Gott es werde Licht,

    und siehe da, es wurde Licht!
    Doch an zwei Orten blieb es finster:
    Das war in Paderborn und Münster. ;-)
    Und ich dachte bisher, das Mittelalter wäre vorbei.
  5. #5

    Es

    ist nun mal eine katholische Schule.
  6. #6

    Vollkaskomentalität

    Es wird ja leider nur angedeutet, dass fast alle kirchlichen Einrichtungen fast komplett vom Steuerzahler bezahlt werden, ebenso die Ausbildung der dort Beschäftigten, deren Löhne und Gehälter und die Pensionen bis zur Bahre. Dies ohne wirtschaftliche Verwendungsnachweise der Mittel durch den Mittelgeber, ohne Mitspracherechte, ohne Mitbestimmungsrechte. Die Verlustrate dieser Einrichtungen bei Verwaltungsausgaben ist dermaßen exorbitant hoch, dass ein Finanzamt sofort einschreiten würde, falls sie sich als gemeinnützig deklarieren müssten.

    Wir haben Relgionsfreiheit? De facto nicht. De jure... auch nicht. Diese staatlichen Einrichtungen arbeiten entgegen der Grundsätze unserer Verfassung. Mag mal wer klagen? Allerdings wird es erst etwas, nachdem die deutschen Rechtswege ausgereizt sind, in der Justiz sitzen die selben Geisteskinder, die diese Rechtskonstrukte fabriziert haben.
  7. #7

    #1 @Vex: Einfach ist oft komplizierter...

    ....als gedacht. Ein Beispiel: In den USA gibt es z.B. keinen Religionsunterricht. Das hat dazu geführt, dass von div. Kirchen und deren Mitgliedern erheblicher Druck auf den Naturwissenschaftlichen Unterricht ausgeübt wurde. Und das mit Erfolg. So kam es in einigen Bundesstaaten zu Repressionen. Die Evolutionstheorie wurde entweder aus dem Lehrplan genommen, oder die Lehrkräfte wurden gezwungen, die göttliche Schöpfung als gleichwertige Alternative zu präsentieren. Letzteres wurde auch in Deutschland gefordert. Aber da hat man dann gute Argumente. Sinngemäß: Dafür gibt es den Religionsunterricht, macht was ihr wollt, bleibt auf eurer Seite vom Zaun. Weder Eltern noch Jugendliche ab 14 Jahren werden zum Religionsunterricht gezwungen, abgesehen von Bekenntnisschulen (siehe Artikel). Aber es wird auch niemand gezwungen, sein Kind dort anzumelden. PS: Ich bin Naturwissenschaftler und Lehrer.
  8. #8

    optional

    Wie hat den seine Schwester am katholischen Unterricht teilgenommen? Ging doch auch.
    DIe Religionsfreiheit sollte es auch gebieten, konfesionell gebundene Schulen zu betreiben.
    Ich sehe eher den Sinn der konf. Schulen in Gefahr. Eine staatl. Schule wäre wohl die bessere Alternative.
    Es gibt keinen Zwang im Glauben und auch keine Zwang eine kathol. Schule zu besuchen.
  9. #9

    Wasser in den Ohren?

    Was glauben Sie, warum manche Leute ihre Kinder für viel Geld auf Konfessionsschulen schicken?
    Bestimmt nicht, weil sie übermäßig gläubig sind.
    Der einfache Grund ist der:
    Weil dort der Anteil an Moslems gegen Null geht!
    Die hält doch niemand ab, ihre Kinder auch auf eine Schule zu schicken, die ihrer Konfession entspricht.
    Wer aber die Blockparteien wählt, der müsste seine Kinder zwanghaft auf eine Bereichererschule schicken - denn Strafe muss sein!