Ambitionslos im Job: Die Karriereverweigerer

Aufregend kann der Beruf sein, den täglichen Kick bringen, auch Einfluss und ein dickes Konto. Aber nicht alle jungen Akademiker reizt das. Manche steuern mit voller Absicht in einen tristen Job: Safety first, sie wollen es nett haben und pünktlich Feierabend.

http://www.spiegel.de/karriere/beruf...-a-916066.html
  1. #1

    Wenn alles nach Plan läuft, wird Manuela in 40 Jahren noch vor dem Rathaus parken. Sie wird um 16.30 Uhr Feierabend machen, freitags schon 13.30 Uhr. Dann ist sie 63. Und wahrscheinlich wird Manuela zufrieden sein mit ihrem Leben.
    ...
    Ob sie das ist, wissen wir dann in 40 Jahren...

    Die Chancen sind nicht klein, daß sie sich in 40 Jahren verflucht, für all das, was sie nicht gemacht hat, getreu der Devise "Ich bereue nichts in meinem Leben, außer dem, was ich nicht gemacht habe."
    Die Chancen sind nicht klein, daß andere Menschen, inklusive der eigenen Kinder, sie für tödlich langweilig halten, und ihr Mann sich dann längst nicht nur was jüngeres, sondern vor allem etwas spannenderes gesucht hat.
    Aber des Menschen Wille ist sein Himmelreich, und so etwas muß jeder selbst für sich entscheiden.

    Nett wäre es nur, wenn Manuela nicht zwischenzeitlich ankommt und meint, ihr Einkommen müsse gefälligst genauso hoch sein wie das von Menschen, die ein bisserl mehr Engagement für ihre berufliche Karriere aufbringen.
    Und vielleicht findet sie ja auch einen Langweiler, der zu ihr passt...
  2. #2

    Und das

    ist keine Karriere?Viele werden da nie ankommen!
  3. #3

    ich

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Aufregend kann der Beruf sein, den täglichen Kick bringen, auch Einfluss und ein dickes Konto. Aber nicht alle jungen Akademiker reizt das. Manche steuern mit voller Absicht in einen tristen Job: Safety first, sie wollen es nett haben und pünktlich Feierabend.

    Akademiker verweigern die Karriere - SPIEGEL ONLINE
    will ja die grundsätzliche Relevanz und Nachvollziehbarkeit des Artikels nicht in Zweifel ziehen, aber Beamte auf Lebenszeit sind in dieser Hinsicht auch privilegiert und so einfach bekommt man im ÖD auch keine Stelle, also da muss man schon etwas lebensnaher sein.
  4. #4

    Keine Verweigerung zur Karriere,

    aber diese Generation hat recht nicht für Geld die Seele zu verkaufen! Leistung und Zeit stehen nicht proportional zueinander!
  5. #5

    Zitat von TomRohwer Beitrag anzeigen
    ...
    Ob sie das ist, wissen wir dann in 40 Jahren...

    Die Chancen sind nicht klein, daß sie sich in 40 Jahren verflucht, für all das, was sie nicht gemacht hat, getreu der Devise "Ich bereue nichts in meinem Leben, außer dem, was ich nicht ........
    Nur weil die Dame den entspannten Weg im Job sucht, muss sie weder langweilig noch sonst irgendetwas negatives sein. Was hat man denn selbst davon wenn man 12 Stunden täglich im Büro sitzt und dann keinerlei Zeit für Hobbies, Freizeit oder Familie bleibt? Ganz ehrlich, ich würde ihr darauf keinen Strick drehen und so wie es der Artikel zeigt, hat die Dame genug in ihrer Freizeit zu tun.

    Letztendlich muss das jeder für sich entscheiden aber einen Vorwurf kann man da keinem machen. Wenn man die Wahl hat, sollte man diese so treffen wie es einem persönlich am besten passt. Besserwisser gibt es ja eh immer genug, vor allem hier bei SPON.
  6. #6

    Blöd, dass Jan Lohrberg inzwischen für die Telekom arbeitet

    https://www.linkedin.com/pub/jan-lohrberg/4/236/351

    vielleicht gabs beim BKartA doch nicht genug Geld oder Aufstiegschancen... :)
  7. #7

    Das gefällt mir - weil ich nur das nötigste arbeiten will, werde ich Beamter! Das trägt nicht gerade dazu bei, meine Aversion gegenüber Beamten zu lindern.

    Abgesehen davon können wir nicht alle Beamte werden. Wären wir alle Beamte, wäre das Land bald kaputt.
  8. #8

    Beamtenkinder

    Die Gehälter im öffentlichen Dienst sind bei maximaler Jobsicherheit und minimaler persönlicher Verantwortung für irgentwas inzwischen genauso hoch, wie in der freien Wirtschaft.
  9. #9

    au weia....

    Zitat von TomRohwer Beitrag anzeigen
    ...
    Ob sie das ist, wissen wir dann in 40 Jahren...

    Die Chancen sind nicht klein, daß sie sich in 40 Jahren verflucht, für all das, was sie nicht gemacht hat, getreu der Devise "Ich bereue nichts in meinem Leben, außer dem, was ich nicht gemacht habe."
    Die Chancen sind nicht klein, daß andere Menschen, .......

    ...was Sie da für Schlüsse aus einer Einstellung ziehen, die man doch durchaus nachvollziehen kann. Ich gehe auch arbeiten um zu leben und lebe nicht um zu arbeiten.
    Warum bitte sollen die Kinder der Dame mal von ihr entäuscht sein? Weil sie keinen 16 Stunden Tag hat und nicht mit nem 7er BMW vorfährt?
    Langweiliges Leben...wie hohl und leer muss Ihr Leben sein, wenn Sie nur den Erfolg im Job und die damit verbundene Kohle und das Prestige als lebenswert empfinden und alles andere als langweilig?
    Das die Dame irgendwann von ihrem Mann verlassen wird...nun gut bei der heutigen Scheidungsrate durchaus denkbar...aber wenn sie einen gutdotierten Job mit hoher Arbeitsbelastung hätte wäre das Risiko das gleiche.
    Scheinbar ist unsere Gesellschaft so auf Ellenbogen und Leistungswillen programmiert, dass andere Werte vollkommen hinten runterfallen.