Stichprobenfehler bei Volkszählung: Juristen halten Zensus für gesetzwidrig

DPAVerstößt der Zensus 2011 gegen das Gesetz? Datenrecherchen von SPIEGEL ONLINE zeigen: Die Stichprobe, aus der die neuen Einwohnerzahlen hochgerechnet wurden, war wesentlich ungenauer als erlaubt. Nun droht eine Klagewelle.

Große Stichprobenfehler: Juristen halten Zensus für gesetzwidrig - SPIEGEL ONLINE
  1. #1

    Was leider auch spiegel-online scheinbar

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Verstößt der Zensus 2011 gegen das Gesetz? Datenrecherchen von SPIEGEL ONLINE zeigen: Die Stichprobe, aus der die neuen Einwohnerzahlen hochgerechnet wurden, war wesentlich ungenauer als erlaubt. Nun droht eine Klagewelle.

    Große Stichprobenfehler: Juristen halten Zensus für gesetzwidrig - SPIEGEL ONLINE
    nicht recherchierte, ist, dass bei der hier genannten Volkszählung einzig ALLE Häuslebesitzer einen Fragebogen bekamen und ich (nun wissen Sie es auch ein Häuslebesitzer bin) abgewartet habe, bis die drakonische Strafandrohung einer Geldstrafe mir schriftlich ins Haus flatterte, wenn ich die Beantwortung der Volkszählung nicht einreichen täte.

    Es wurde mir bekannt nur Häuslebesitzer gezählt, ich kenne nachweislich keinen einzigen Mitwohnbesitzer, der da einen Volkszählungsfragebogen bekam.
    Wollt ich nur mal sagen, weil anscheinend ist auch das an den Journalisten vorbeigeflogen. Mit wem habt ihr Journalisten eigentlich noch Kontakt?
    Frage ich meiner Meinung nach ganz berechtigt.
  2. #2

    Schönfärberei

    Das ist doch die Aufgabe von statistischen Erhebungen, das sie nicht genau die Wahrheit widerspiegeln.
  3. #3

    also wurden wir unter strafe gezwungen an etwas falschem teilzunehmen? verkehrte welt...
  4. #4

    Wenn es wenig kosten

    und die Bevölkerung nicht belastet werden soll, warum greift man dann nicht einfach auf die Melderegister zurück? Staaten, die keine Meldepflicht haben, sind auf Volkszählungen s.o. angewiesen. Aber doch nicht die Bundesrepublik, wo es eine Meldepflicht (Wozu sonst die Bürokratie?) gibt.
  5. #5

    Es ist sowieso ein ein Rätsel

    warum Gemeinden und Städte ihre Größe nicht an Hand der Einwohnermeldezahlen bestimmen können. Es geht gar nicht um Gesetz oder die Verfassung. Es geht alleine um das liebe Geld. Wenn eine Kommune weniger Einwohner hat, dann verliert sie Mittelzuteilung. Nur darum geht es den Gemeinden. Eines muss uns auch klar sein: wer jetzt schon die Statistikfehler des Zensuses anzweifelt, darf nie mehr irgendeine medizinische Studie zu irgendeinem Thema ernst nehmen. Ob Krebsrisiko, ob Strahlen von Handies ob Wünschelrute oder Magnetfelder... medizische Studien arbeiten mit sehr viel kleineren Zahlen (50-100 Probaden), so dass eine verlässliche Aussage meist gar nicht mehr gewinnen läßt. Aber ich vermute, darum geht es ja gar nicht!
  6. #6

    "Für eine Gemeinde mit 20.000 Einwohnern laut Zensus bedeutet ein Fehler von exakt 0,5 Prozent: Die tatsächliche Einwohnerzahl liegt mit 95-prozentiger Sicherheit zwischen 19.800 und 20.200 Einwohnern."

    Müssten es nicht 19.900 und 20.100 sein?
  7. #7

    Wozu das Ganze?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Verstößt der Zensus 2011 gegen das Gesetz? Datenrecherchen von SPIEGEL ONLINE zeigen: Die Stichprobe, aus der die neuen Einwohnerzahlen hochgerechnet wurden, war wesentlich ungenauer als erlaubt. Nun droht eine Klagewelle.

    Große Stichprobenfehler: Juristen halten Zensus für gesetzwidrig - SPIEGEL ONLINE
    Kann mir mal einer Erklären, warum es wichtig ist zu wissen, ob Kleinkleckersdorf zwei Einwohner mehr oder weniger hat? Der Sinn dieser Erhebung wird durch den Artikel nicht deutlich; oder handelt es sich beim Zensus um eine Beschäfigungsmaßnahme mit onanistischem Charakter für ansonsten arbeitslose Statistiker?
  8. #8

    Wie

    Jetzt? Kann ich nicht mehr rechnen oder der Schreiber? Ich dachte 0,5% von 20000 sind 100. Also schwankt die Zahl um die Hälfte der angegebenen.
  9. #9

    Nur so als kleiner Tipp aus Erfahrung:

    Vllt. sollte sich der Spiegel mal fragen, woher die ganzen Vorgaben, Einschränkungen und der Druck kamen, die dazu geführt haben, dass die Methodik von Anfang an zum Scheitern verurteilt war. Vielleicht mal in der Politik nachfragen, wie die sich in Dinge einmischt, von denen sie keine Ahnung haben.