Indien: Roche nimmt Patentantrag für Krebsmedikament zurück

APAuf dem Pharmamarkt in Indien haben es ausländische Konzerne schwer. Der Druck der Regierung hat auch Folgen für den Roche-Konzern, der nun einen Patentantrag fallen lassen will. Ähnlich ging es auch schon anderen Pharmariesen.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/m...-a-917066.html
  1. #1

    Da wird einer Alternative Medizin...

    ...aber ungern sehen. 3 Milliarden Gewinn dank Krebs? Im ersten Halbjahr?
  2. #2

    Lob den Indern !

    Wieso schaffen das unsere Politiker nicht in gleicher Weise ?
  3. #3

    @nano thermit

    seit wann sind Einnahmen gleich Gewinn?
  4. #4

    Zitat von Susi Sorglos Beitrag anzeigen
    Wieso schaffen das unsere Politiker nicht in gleicher Weise ?
    Weil das Zeug auch erstmal von irgendwem entwickelt werden muss. Generika-Hersteller machen das sicher nicht.
  5. #5

    Deutschland auch Bevölkerungsfreundlicher?

    Mehr in diese Richtung sollten unsere Politiker denken und die Pharma-Lobby und die legale Bestechlichkeit der Bundestagsabgeordenten einmal unberücksichtigt lassen. Warum sollen die Pharma-Firmen so hohe Ergebnisse erwirtschaften? Mit einigen Milliarden weniger an Vergütungen der Direktoren und Gewinnen können sie trotzdem ausreichend forschen.
  6. #6

    haben die Armen eine andere Wahl ?

    für den Bedarf im eigenen Land haben die Inder recht. Was nicht geht, ist der Export dieser Medikamente in die "reichen" Länder. Export in andere armen Länder ist dagegen mehr als richtig.
  7. #7

    Das ist das Problem

    Zitat von dango Beitrag anzeigen
    Weil das Zeug auch erstmal von irgendwem entwickelt werden muss. Generika-Hersteller machen das sicher nicht.
    Die Krankenkassen sollten die Medikamentenforschung bezahlen und dann die Medikamente von den Generiker-Herstellern billigst produzieren lassen. Das ist besser, als Scheinmedikamente mit minimaler Wirkung für unerträgliche Summen bei Pharmariesen kaufen zu müssen.

    Die Krankenkassen haben die Kosten der Kranken zu tragen und wissen genau, was notwenig und sinnvoll ist. Dazu sollte die Arbeitgeber, die ebenso sechs Wochen teure Lohnfortzahlung übernehmen müssen mit in den Topf einzahlen. Und für das Geld gibt es bessere Medikamente, als sie die Pharmariesen jemals entwickeln würden.

    Sobald die Krankenkassen eine Positivliste für Medikamente durchsetzen und nicht mehr jeden verschriebenen unwirksamen Plunder bezahlen müßten, wird das Leid der Kranken geringer. Krebsmittel, die fünf von hundert Menschen etwas helfen, aber bei 95% der Kranken den Zustand eher verschlechtern, sind in meinen Augen keine Medikamente, auch wenn das die 5% anders sehen.
  8. #8

    Staatliche Forschung

    Zitat von spiegelleser_12345 Beitrag anzeigen
    Die Krankenkassen sollten die Medikamentenforschung bezahlen und dann die Medikamente von den Generiker-Herstellern billigst produzieren lassen. Das ist besser, als Scheinmedikamente mit minimaler Wirkung für unerträgliche Summen bei Pharmariesen kaufen zu müssen.
    Und wer führt dann diese Entwicklungen praktisch durch, von der Substanzfindung über toxikologische Studien und klinische Studien bis hin zur Zulassung, wenn keiner daran Geld verdienen soll? Von 10.000 Substanzen gelangen ca. 3-4 in die Nähe der Zulassungsreife. Es ist immer leicht gesagt "der Staat" oder "die Krankenkassen" mögen das bitte bezahlen, aber dazu bedarf es auch Organisationen, die das leisten können und sich dafür bezahlen lassen. Die heutigen forschenden Pharmahersteller werden daran kein Interesse (mehr) haben bzw. sie werden dann gar keine Existenzgrundlage mehr haben.

    "Generika-Hersteller" ist übrigens ein Terminus, der allein die Hersteller von Nachahmerpräparaten zu abgelaufenen Patenten bezeichnet. Wenn über Staatsentwicklung etwas zur Marktreife kommt und dann produziert wird, bedarf es nicht mal mehr der Generikahersteller, sondern es genügen für die Fertigung die reinen Lohnhersteller (sehr viele Generikaanbieter fertigen ja mangels eigener Produktionskapazität gar nicht selbst, sondern lassen auftragsfertigen!). Das Marketing übernehmen die Krankenkassen dann ja sicher auch einfach selbst (es soll ja niemand Profit daraus schlagen), so dass mehr gar nicht gebraucht wird. Willkommen im Staatsmonopolkapitalismus.

    Es muss übrigens keiner Scheininnovationen kaufen und die Krankenkassen haben in Deutschland auch schon genug Hebel in der Hand, um zurückhaltend mit der Erstattung umgehen zu können.
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  9. #9

    Clevere Regierung !

    Da steht Indien wohl vor der Herausforderung , im Sinne der kranken Bevoelkerung, zu entscheiden und nicht nur den Umsatzinteressen der Konzerne nachzugeben. - Es wird ohnehin schwer sein, einem Armenhaus Edelmobiliar zu verkaufen. Aber wenn es um Leben und Tod geht, duerfte es aehnlich wie bei der Debatte um den Verkauf von Aids-Medikamenten auch um die ethische Thematk gehen, von der sich die Wirtschaft nicht sonderlich beeindrucken laesst. - Clever im Sinne der Kranken scheint da das Vorgehen der Regierung, sich alle Patentschriften erst einmal vorlegen zu lassen...Vielleicht hat dann in kuerzester Zeit bereits ein dort ansaessiger Generikahersteller bereits die Innovation "verstanden" und kann sie schon selbst produzieren, noch bevor einer der Konzerne die buerokratischen Huerden ueberwunden hat.