Gärtner in Detroit: Ackerbau in der Pleitestadt

Anne FritschKartoffeln statt Einkaufszentrum, Obst statt U-Bahn: In der entvölkerten US-Pleitestadt Detroit erobern Kleingärtner die leeren Flächen. Doch auch Agrarunternehmen greifen nach den Böden. Es droht ein Kampf um Konzepte und Ideologien.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/gar...-a-916535.html
  1. #1

    La Fayette Garden fehlt

    In diesem interessanten Beitrag fehlt der Hinweis auf den Downtown Detroit auf dem Gelände des ehemaligen La Fayette Buildung geschaffenen Areals mit Gemüse, Kräutern und Blumen. Die Ernten werden einer Hilfsorganisation zur Verfügung gestellt.
  2. #2

    Daumen hoch ,für die Kleingärtner ...

    Finde ich Super
  3. #3

    Back to nature

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Kartoffeln statt Einkaufszentrum, Obst statt U-Bahn: In der entvölkerten US-Pleitestadt Detroit erobern Kleingärtner die leeren Flächen. Doch auch Agrarunternehmen greifen nach den Böden. Es droht ein Kampf um Konzepte und Ideologien.

    Gartenbewegung gegen Agrarkonzern: Detroit verändert sich - SPIEGEL ONLINE
    Respekt für die Initiativen der Bürger. Wenn die Großindustrie den Bach runter geht, rudert man zurück und hilft sich selbst. Ob das so - relativ unbürokratisch - auch bei uns möglich wäre? Ich bezweifle es.
  4. #4

    Hoffe der Rest der USA folgt bald!
  5. #5

    Nicht nur Landwirtschaftsprojekte

    Auch in der Energiegewinnung werden solche Nachbarschafts- und Gemeinschaftsprojekte in Zukunft an Bedeutung gewinnen. Weg von der Abhängigkeit der zentralen Versorgung und dem Preisdiktat der Großkonzerne, hin zur Selbstversorgung. Das wird den Energielobbyisten und den Politmarionetten in ihren Diensten natürlich nicht schmecken. Man darf auf Widerstand von dieser Seite gefasst sein.
    http://www.zweitausendeins.de/rob-hopkins-energiewende-das-handbuch.html
  6. #6

    Endlich besinnt sich Detroit auf das Wesentliche:

    denn Autos kann man nicht essen !
  7. #7

    Bürokratisch nur bei uns?

    Zitat von s_v_l Beitrag anzeigen
    Respekt für die Initiativen der Bürger. Wenn die Großindustrie den Bach runter geht, rudert man zurück und hilft sich selbst. Ob das so - relativ unbürokratisch - auch bei uns möglich wäre? Ich bezweifle es.
    Ich bin mir sicher, Monsanto und Konsorten haben die Hühner seiner Anwaltsheere bereits gesattelt und werden derartiges juristisch zu unterbinden versuchen. Nicht dass sowas noch Schule macht und die Leute bemerken auf einmal, dass sie sich aus eigener Kraft aus der Abhängigkeit von den Großkonzernen befreien können und das Ganze verbunden mit höherwertigen Produkten zu viel niedrigeren Preisen.
  8. #8

    Die Geburtsstadt des Techno...

    Schon traurig zu sehen, wie die einstige Metropole (1,5 Mio. Einwohner allein in der Innenstadt in den 1930er Jahren) nun so heruntergekommen ist.
    Dabei war Detroit besonders in den 80ern und 90ern bestimmend in der elektronischen Musikszene, kommt doch von hier das "echte" Techno. Nämlich der Stil, der von Kennern im Deutschen als "Techno" (mit "ch" wie in "ich") ausgesprochen wird, und damit durchweg instrumentale (!!), teilweise sogar experimentelle elektronische Musik bezeichnet. Hat mit irgendwelcher "Putt-Juhr-Händs-In-Sssi-Äähr" Partykirmesmucke *überhaupt* nichts zu tun, ebensowenig mit dem eher vielleicht etwas ans spanische Makina angelehnte "Tekkno".
  9. #9

    Detroit hat doch schon lange abgewirtschaftet, die Stadt ist nicht mehr zu retten auch nicht mit solchen sicher gut gemeinten Projekten.

    Jeder der noch dort ist hat nicht das nötige Geld um woanders anzufangen oder wohnt in den noch verbliebenen Reichenviertel schön abgeschottet von den anderen.

    Ein bißchen Gemüse wird daran nichts ändern.