Beilagen in "Bild" und "Welt": Vattenfall-Werbung provoziert Ärger mit Netzagentur

Im Kampf um Hamburgs Stromnetz wirbt der Vattenfall-Konzern mit opulenten Beilagen in "Bild" und "Welt". Das Problem: Das Gesetz verbietet derartige Kampagnen, die Bundesnetzagentur reagiert ungewöhnlich scharf.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/ser...-a-916951.html
  1. #1

    Es waere sehr wuenschenswert

    wenn der Spiegel in einem weiteren Artikel die Konkurrenten von Vattenfall auflisten koennte, wie der Entscheidungsprozess funktioniert und welchen Einfluss der Verbraucher auf die anstehende Erneuerung der Konzession hat. Ich wuede glauben, dass die Hanseaten und ich bin einer sich sicherlich dafuer interessieren wuerden.
  2. #2

    Spezialrecht für Unternehmen

    Wer als Bürger bei Bestrafung durch die Justiz schnell in seiner Existenz ruiniert werden kann, so können Konzerne solche Strafen ganz bewußt kalkulieren und zahlen einfach. Notwendige Betriebsausgaben eben. In meinen Augen ist klar: Diese Gesetze sind von den konzerngesponserten Parteien genau so getrickt, daß kein Großunternehmen überhaupt die Rechtsfolgen fürchten muß.
    Der Parteienstaat lässt grüßen!
  3. #3

    Vattenfall - Partner der Stadt

    Dass ich nicht lache. Wenn das Bestreben einer Energiewende exisitiert, bedeutet dass, das wir einige Großkraftwerke (Atom und Kohle) vom Netz nehmen und durch viele kleine (Windkraftanlagen, Solar, Gas) ersetzen. Dies benötigt einen massiven Ausbau der Netze.

    Nun stellen wir uns mal die Frage, Vattenfall als Besitzer der Netze, und Betreiber von Kohle und Atomkraftwerken- soll sich nun sein eigenes Grab schaufeln, und die Netze in dem Maße ausbauen, wie technisch notwendig? Wohl kaum!
  4. #4

    Süss

    Das Netz wollen die Bürger also haben? Kann man ja verstehen, kann doch nicht sein, dass sich so ein Großer die Taschen voll macht... So wohl die Überlegung.

    Bei den Stadtwerken ist die Stadt ja auch wieder eingestiegen - dumm nur, mit "Taschen voll machen" war es nichts - nach meinem Wissensstand schreibt der Laden rote Zahlen.

    Eines kann man aber erkennen - die Konditionierung "in Bürgerhand" und "gehört in Staatshand" scheint beim Bürger zu wirken.
  5. #5

    Ein Wechsel bringt nichts

    Die Bundesnetzagentur hat den Daumen drauf, die Netzentgelte sind rigide gedeckelt. Kein alternativer Netzbetreiber könnte es besser, nur der Service wird mieser. Dazu kommt, dass ein neues Netzunternehmen von vorne anfangen müßte, Fachleute fehlen, die Versorgungssicherheit geht in den Keller. Ein Wechsel wäre rein ideologisch motiviert, genau wie die Dummköpfe in Berlin, wo sie dem bösen Monopolisten ans Bein pinkeln wollen, und sich dabei völlig überschätzen.
  6. #6

    Es ist erstaunlich

    wie es der Politik gelungen ist,die Kraftwerksbetreiber ständig als die bösen Monopolisten darzustellen,die für die explodierenden Strompreise verantwortlich seien.Fakt ist doch,dass die angeblich "kostenneutrale"Energiewende den Verbraucher jährlich 20Milliarden kostet und damit der alleinige und ausschließliche Grund für die hohen Stromkosten ist.
  7. #7

    Immer das Gleiche...

    Der Staat hat Behörden, die die super Reichen Unternehmen einen feuchten Kehricht interessieren. Die zahlen sowas aus der Portokasse. Sie können quasi tun, was sie wollen. Unser Staat hat schon lange die Kontrolle über die Wirtschaft verloren.

    Man sieht es bestens bei den Benzinpreisen. Da wird bei den Begründungen für die stetigen Preiserhöhungen gelogen, dass sich die Balken biegen. Der Staat ist mit Stiefmutti an der Spitze zu einem zahnlosen Tiger geworden. Die CDU war schon immer der Wirtschaft näher, als dem Volk. Wählbare Alternativen, gibts leider auch nicht mehr. Man kann sich eigentlich nur noch mit grauen abwenden. Ich gehe zwar noch wählen, aber lange wohl auch nicht mehr. Die deutsche Politik ist nur noch widerlich. Eine echte Wahl hat man nicht mehr.
  8. #8

    @peter_der_meter:
    das sind 2 Paar Schuhe, für die Energiewende müssten vor allem die Übertragungsnetze ausgebaut werden, für grossen Überlandleitungen sozusagen. Das Netz in Hamburg, Berlin u.ä gehört aber zum Verteilnetz und muss aus o.g. Gründen nicht ausgebaut werden. Sicher sind Instandhaltung u.ä nötig aber eben kein (massiver) Ausbau. Das Übertragungsnetz gehört nicht Vattenfall, aber eben das Verteilnetz.
  9. #9

    Lichtscheue Gesellen

    Bin zwar kein Hanseat, sondern dort ansässig, wo die Wiege des Konzerns steht, würde aber dem ungeachtet begrüssen, mehr über die Entscheidungsprozesse zu erfahren, die ziemlich oft doch zu recht rätselhaften Ergebnissen führen.