Glutamat: Verrufener Geschmacksverstärker

APGlutamat schadet, sind sich viele Menschen sicher. Studien konnten die zerstörerische Wirkung des Geschmacksverstärkers bislang jedoch nicht eindeutig nachweisen. Ausgeschlossen sind Unverträglichkeitsreaktionen aber auch nicht.

http://www.spiegel.de/gesundheit/ern...-a-906947.html
  1. #1

    Es ist wohl wie immer: Die Menge macht's!

    Wenn "Schoko"trunk zu 80 Prozent aus Zucker und Traubenzucker statt Kakao besteht, wenn Cola oder Eistee Zucker würfelweise enthalten - dann ist das auch was anderes als ein Stück Zucker im Kaffee.

    Wenn Lebensmittelhersteller gedankenlos Glutamat verwenden, statt sich zu bemühen, durch entsprechende Koch-/Zubereitungsverfahren Geschmack an ihre Produkte zu kriegen, so ist dies wohl auch gedankenlos - man wählt den scheinbar einfachen Weg.

    Ein Problem dürfte dies aber doch wohl nur sein, wenn man sich ausschließlich von Fertignahrung und Kartoffelchips ernährt - oder?
  2. #2

    Da fehlt noch...

    in der Auflistung der natürlichen Glutamatvorkommen in Lebensmitteln das biologisch angebaute, garantiert nicht glutamat-angereicherte und der chinesischen Küche fremde, aber hierzulande gerne verzehrte Vollkorn-Weizenmehl mit satten 4.0-4.5 gr Glutamat pro 100 gr Einwaage.
  3. #3

    Bei etwas zu viel MSG empfinde ich Juckreiz an den Armen. Bei einer Überdosis hab ich erst ein Kratzen im Hals. Am Tag drauf dann einen geschwollenen Hals und Fieber. Nach einigen Tagen klingt es dann wieder ab.

    Wenn ich ins chinesische Restaurant gehe dann frage ich deshalb immer nach 'no MSG / bu yong weijing". Es müssen aber nicht immer die bösen Chinesen sein. Japanisches Curry hat mich auch mal umgehauen, und selbst die gute Curywurst war schon dabei.
  4. #4

    Jepp!

    Zitat von Ex-Kölner Beitrag anzeigen
    Wenn "Schoko"trunk zu 80 Prozent aus Zucker und Traubenzucker statt Kakao besteht, wenn Cola oder Eistee Zucker würfelweise enthalten - dann ist das auch was anderes als ein Stück Zucker im Kaffee.

    Wenn Lebensmittelhersteller gedankenlos Glutamat verwenden, statt sich zu bemühen, durch entsprechende Koch-/Zubereitungsverfahren Geschmack an ihre Produkte zu kriegen, so ist dies wohl auch gedankenlos - man wählt den scheinbar einfachen Weg.

    Ein Problem dürfte dies aber doch wohl nur sein, wenn man sich ausschließlich von Fertignahrung und Kartoffelchips ernährt - oder?
    Das unterschreibe ich sofort.

    Das schlimme an Glutamat ist die Gewöhnung.
    Ebenso wie bei Salz oder auch Zucker empfindet man nach einiger Zeit Gerichte als "zu wenig gewürzt".
    Es hat lange gedauert, mir dieses Geschmacksempfinden wieder abzugewöhnen - erstmal schmeckte alles nur fad.

    Noch schwerer war es, meinen Enkel (vorher einige Jahre von seiner nicht-kochenden Mutter mit Fast-Food jeder Art, also vom Burger bis zur Tütensuppe versorgt) wieder auf normales Schmecken zu trimmen.

    Ich glaube auch nicht, dass Glutamat gesundheitlich bedenklich ist, aber es versaut unsere Geschmacksnerven.
    Im übrigen halte ich Chemie im Essen für überflüssig, die nur dazu eingesetzt wird, um Lebensmittel billiger zu produzieren...
  5. #5

    Schwachsinn,

    wollen wir demnächst schon Möhren behandeln um ihnen das Glutamat zu entziehen.
    Dauernd wir etwas gefunden, was ja eventuell schädlich sein kann.
    Komisch ... egal was wir machen, wir sterben trotzdem ... sollten wir vielleicht einfach akzeptieren!
  6. #6

    Ich habe Schlafstoerungen

    ...wenn ich abends ein Gericht mit MSG zu mir nehme. Hier in Thailand bestehe ich daher immer auf den Verzicht von "Pomschurot" bei der Zubereitung. Es schmeckt dadurch nicht schlechter. Warum dieses Zeug ins Essen gekippt wird, ist mir bis heute schleierhaft.
  7. #7

    Sehr Bloed...

    ...dass die Lebensmittelindustrie gezwungen wurde, ihre Produkte als 'Glutenfrei' zu deklarieren und auf Ersatzstoffe auszuweichen, was zum Teil heftige Qualitaetseinbussen zur Folge hatte.
  8. #8

    okay, man weiß nix genaues nicht - es gibt keine definitiven studienergebnisse, die dem mononatriumglutamat schädigende wirkungen irgendwelcher art nachweisen können. eins aber weiß ich: in fertigprodukten und knabbereien kommt die substanz heutzutage deutlich seltener vor als noch vor 20 jahren beispielsweise. das weiß man, wenn man jeden tag seine einkäufe selber macht und sich die zeit nimmt, die zutatenlisten auf den verpackungen durchzulesen. selbstgekochtes wird nicht automatisch dadurch besser, wenn man dauernd das böse, böse "industrieessen" in grund und boden stampft. oft ist es nur ein glaubenskrieg zwischen verfechern "natürlicher" zutaten und konsumenten fertiger oder halbfertiger nahrung. die kommt nämlich auch aus der natur. es gibt ne menge nahezu ungenießbares, aber juwelen der schnellen und leckeren küche gibt es auch, und mittlerweile nicht zu knapp. da man nicht weiß, wie glutamat letzten endes wirkt, lässt man es eben weg. speisen können eh damit überwürzt schmecken; ich vermisse es nicht.
  9. #9

    Bin

    auch für die Abschaffung von Glutamat, also so generell. Als Salz der Glutaminsäure, eine der wichtigen 21 Aminosäuren, die Mann und Frau fürs richtige Funktionieren der körpereigenen Proteine benötigt und das nicht nur im Hirn, sofern vorhanden, also Glutaminsäure/Glutamat kann sicher durch irgendwelchen Eso-Kram substituiert werden. Dann wären auch die Steaks vom Grill bzw. generell Fleisch aber auch Sojaersatz endlich frei von diesem Teufelszeug. Wäre ja noch schöner, wenn man die Biochemie nicht austricksen könnte.