TV-Film über Kunduz-Bombardement: Der Oberst und der Tod

NDREs war die blutigste deutsche Militäraktion seit 1945: Der TV-Film "Eine mörderische Entscheidung" rekonstruiert die Bombardierung zweier Tanklaster in Kunduz, bei der weit über 100 Menschen starben. Ein Doku-Drama über den Krieg im Namen der Menschlichkeit - und seinen moralischen Preis.

"Eine mörderische Entscheidung": ARD-Film über Kunduz-Affäre - SPIEGEL ONLINE
  1. #1

    Sinn

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Es war die blutigste deutsche Militäraktion seit 1945: Der TV-Film "Eine mörderische Entscheidung" rekonstruiert die Bombardierung zweier Tanklaster in Kunduz, bei der weit über 100 Menschen starben. Ein Doku-Drama über den Krieg im Namen der Menschlichkeit - und seinen moralischen Preis.

    "Eine mörderische Entscheidung": ARD-Film über Kunduz-Affäre - SPIEGEL ONLINE
    Verstehe nich ganz, was der Thread soll. Über den Film kann man schlecht diskutieren, da er erst am 30. August ausgestrahlt wird. Und die Thematik an sich ist erquicklich behandelt, in Afghanistan wird Krieg geführt und unter diesen Gegebenheiten waren Oberst Klein keinerlei Vorwürfe zu machen. Punktum.
  2. #2

    unpassend

    Der Vergleich mit dem 2. Weltkrieg, einem von Deutschland begonnenen Vernichtungskrieg, ist vollkommen unpassend - ja zynisch. Hauptsache superlativistisch.
  3. #3

    Oberst, jetzt General Klein...

    ... hat sich unter Berücksichtigung der damaligen Situation und seines Kenntnisstands nichts vorzuwerfen. Das ist ein Fakt, oftmals überprüft und nicht widerlegt. Ein Kommandeur seines Formats radikalisiert sich auch nicht, nur weil die Alliierten oder die Locals das wünschen. Nichts ist einfacher, im Nachhinein mit Steinen nach einem Soldaten zu schmeißen und ich hoffe, das dieser Film nicht in diese populäre, von Unwissenheit geprägte Kerbe schlägt.
  4. #4

    .

    dazu fällt mir nur ein dass bis heute nicht zweifelsfrei geklärt werden konnte wer oder was alles unter den Opfer war.

    Fakt ist nur das naheliegende Dorf galt als Talibanhochburg und die Tanklaster sollten aller Wahrscheinlichkeit nach für Anschläge genutzt werden.
    Der Film über den Bundeswehr Kongo- Einsatz war schon übel und jetzt wird der nächste kritische Film zu Bundeswehreinsätzen gedreht.
  5. #5

    Zitat von Oscar Madison Beitrag anzeigen
    Der Vergleich mit dem 2. Weltkrieg, einem von Deutschland begonnenen Vernichtungskrieg, ist vollkommen unpassend - ja zynisch. Hauptsache superlativistisch.
    Wieso? Beides sind Kriege, die Deutschland führt. Und beide Male wurde Deutschland NICHT angegriffen!
  6. #6

    Wo Krieg ist gibts auch Opfer

    Dem Oberst Klein ist kein Vorwurf zu machen. Leider gibts halt auch (zivile) Opfer im Krieg.
  7. #7

    Zitat von Zores Beitrag anzeigen
    ... unter diesen Gegebenheiten waren Oberst Klein keinerlei Vorwürfe zu machen.
    Ich erinnere mich an weit über Hundert Vorwürfe!

    Oder zählen ermordete Afghanen für Sie nicht?
  8. #8

    Gebt endlich Ruhe an der Heimatfront

    Es wird Zeit für unsere Gesellschaft zu begreifen, dass Krieg (der „Einsatz“ in Afghanistan war Krieg !) nicht nach Aktenlage von einem Schreibtisch aus geführt werden kann. Völlig zu Unrecht wird deshalb die Entscheidung von Oberst Klein von Leuten kritisiert, die glauben sie könnten auch bei Rot unbeschadet über die Strasse gehen. Leider hat der Krieg seine eigenen Gesetze. Der politische Druck hat sie nur verschärft.
  9. #9

    Zitat von soldaf Beitrag anzeigen
    Es wird Zeit für unsere Gesellschaft zu begreifen, dass Krieg (der „Einsatz“ in Afghanistan war Krieg !) nicht nach Aktenlage von einem Schreibtisch aus geführt werden kann. Völlig zu Unrecht wird deshalb die Entscheidung von Oberst Klein von Leuten kritisiert, die glauben sie könnten auch bei Rot unbeschadet über die Strasse gehen. Leider hat der Krieg seine eigenen Gesetze. Der politische Druck hat sie nur verschärft.
    Und welches der Kriegsgesetze regelt, dass man den Mord an zivilisten nicht zu verachten hat?