Frustrierte Fahrgäste: So wird die Bahn zum Servicewunderland

obs/ Messe BerlinIn Mainz kann mit Anschluss nicht gerechnet werden? Das ist noch gar nichts. Viel schlimmer als solche Großkatastrophen sind die zahllosen kleinen Serviceprobleme der Bahn, die dringend gelöst werden müssten.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/ser...-a-916563.html
  1. #1

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    In Mainz kann mit Anschluss nicht gerechnet werden? Das ist noch gar nichts. Viel schlimmer als solche Großkatastrophen sind die zahllosen kleinen Serviceprobleme der Bahn, die dringend gelöst werden müssten.

    Tom König: Servicetipps für die Bahn - SPIEGEL ONLINE
    Ich bin in diesem Jahr das erstemal seit ca. 30 Jahren wieder Bahn gefahren. Von Alvesta/Schweden über Kopenhagen-Hamburg bis Dortmund und zurück. Dann noch einmal nach Berlin und zurück. Beide Reisen waren entspannt und ohne Probleme. Über die Bordverpflegung kann ich nicht urteilen, die ist scheinbar immer noch schlecht und zu teuer, daher haben wir uns, wie vor 30 Jahren unsere Brote mitgenommen, ebenso ausreichend zu trinken.
    Wir werden weiterhin Zug fahren!
  2. #2

    Das mit den Gepäckkarren ist eigentlich eine gute Idee, aber leider gibt es in den Zügen heutzutage ja fast gar keinen Stauraum mehr für Gepäck. Ich bin schon immer nur mit einem Laptoprucksack unterwegs, und den muss ich desöfteren auf dem Schoß befördern.
    So ist das bei uns in der zweiten Klasse ;-).

    Die Bahn ist halt der Meinung, wer Gepäck mitnehmen möchte, sollte doch lieber Auto fahren. Oder ein Taxi nehmen.
  3. #3

    Weniger Lautsprechergequassel

    Mein zehnter Punkt:

    Die Zugführer mögen sich bei ihren Durchsagen per Lautsprecher bitte auf das Wesentliche beschränken.

    Also kein: "Wir begrüßen die neu zugestiegenen Fahrgäste im ICE von München nach Frankfurt..." Die Fahrgäste wissen selber, in welchen Zug sie gestiegen sind.

    Und kein: "Vielen Dank für Ihre Reise mit der Deutschen Bahn" - das ist komplett überflüssig und hat null Informationswert.

    Und bitte keinerlei Durchsagen auf Englisch mehr. Das können die Zugführer sowieso nicht richtig, dann sollen sie es auch lieber lassen.
  4. #4

    Keine Probleme

    Ich kann diese Probleme nicht bestätigen, aber ich fahre auch nur mit dem Metronom. :-) Der muss nur ab und zu warten, um verspätete Fernzüge der Bahn AG vorzulassen. Das nervt allerdings.
  5. #5

    Danke!

    Es ist alles gesagt. Ich war jahrelang Bahnfahrerin und derzeit steige ich immer häufiger auf Mietwagen um, denn: Die Preise sind mittlerweile fast gleich und ich bin flexibler, habe immer einen Sitzplatz und muss mich nicht mit 3 Wollschals, 5 Jacken und 10 Litern Wasser als Notversorgung (man weiß ja nie) in die Bahn begeben. Der Grundgedanke der Bahn ist ja gut und schön, wenn es denn mal funktionieren würde. Über ein bisschen Verspätung rege ich mich nicht auf, das habe ich auch oft genug bei Flügen. Ich rege mich wie der Auto des Artikels eher über den mangelnden Service auf, etliche Zuschläge und über die in keinem Verhältnis stehenden Preise.
  6. #6

    Essensqualität hat nachgelassen

    Ich fahre auch häufig mit der Bahn. Das Essen ist wirklich schlecht geworden. Früher (vor 20 Jahren) ging ich noch manchmal ins den Speisewagen zum Essen, heutzutage reizt mich da gar nichts mehr.
    Auch bedauerlich: In den Nachtzügen (Abteil) bekam man früher frische(!) Brötchen, die offenbar vom lokalen Bäcker kamen. Heutzutage bekommt man etwas abgepacktes, das einfach nur unappetitlich ist. Und nein, auch damals gab es keine hygienischen Probleme. Es war eine Freude, morgens mit frischen Brötchen geweckt zu werden. Diese kleinen Stückchen Luxus machten Bahnfahren für mich zum Genuss. Nichts davon ist geblieben. Ich fahre immer noch Bahn, aber ich schwärme nicht mehr davon.
  7. #7

    Sitzplatzreservierung: Wie im Flieger

    Die Sitzplatzreservierung mittels einer grafischen Übersicht des Waggons gibt es mittlerweile:
    https://www.bahn.de/p/view/angebot/sparpreis/reservierung.shtml?dbkanal_007=L01_S01_D001_KIN000 4_fub-Buchung-sitzplatz_LZ01
  8. #8

    Werter Tom König

    so oft können Sie nicht mit der Bahn reisen...
    Ihr Punkt 8 (Sitzplätze wie im Flieger) gibt es z.B. bei der Bahn längst.
    Punkt 9 habe ich noch nie erlebt...
    Mir wäre es lieber, wenn die Züge besser gewartet / gereinigt und überholt werden würden - die ICE's der ersten beiden Baureihen lassen nämlich hinsichtlich Sauberkeit und "Funktionstüchtigkeit" sehr zu wünschen übrig. Die Sache mit Mainz ist sicher für alle ärgerlich - sicher ist aber, dass es wunderbar ins Sommerloch passt und deshalb unangemessen viel Aufmerksamkeit bekommt.
  9. #9

    Zustimmung. Und dazu...

    würde ich auch mal ein Wörtchen über die Preise verlieren wollen: Was der Autor beschreibt ist reine Makulatur gegen das Hauptproblem, nämlich die Wucherpreise der Bahn! Wenn der Arbeitgeber zahlt, dann ist natürlich der schlechte Kaffee erwähnenswert; "Wohlstandsprobleme" würden hunderttausende Studenten und mittelmässig entlohnte Pendler das nennen. Das Allerwichtigste ist doch, daß die Bahn"macher" einsehen, daß es ein absoluter Hohn ist, mit Umweltschutz zu werben und gleichzeitig das Doppelte eines Flugscheins für eine einfache Strecke zwischen zwei deutschen Großstädten zu berechnen. Nicht jeder ist für die Schnäppchenjägermentalität (3 Monate im Voraus buchen) gemacht. Ich persönlich möchte einfach nur preisgünstig, sicher und pünktlich von A nach B kommen, Essen und Kinderkinos sind da zweit- und drittrangig. Der Autor zäumt das Pferd hier von hinten auf und beginnt mit dem Unwichtigsten! Die Deutsche Bahn muß keine Milliardengewinne machen oder in Dubai einsteigen, vielmehr soll sie ihrem Beförderungsauftrag im Inland nachkommen!