Einstieg beim iPhone-Konzern: Milliarden-Investor Icahn diktiert Apple den Kurs

APMit Carl Icahn steigt einer der aggressivsten Investoren bei Apple ein. Umgehend erklärt er Konzernchef Cook seine Forderungen. Der Vorgang zeigt: Der schillernde iPhone-Konzern ist auf dem Weg zu einem ganz normalen Unternehmen.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...-a-916574.html
  1. #1

    optional

    Ist interessant, dass man mit 1% der Anteile über ein Unternehmen bestimmen kann. Herr Icahn hätte sich ja auch von vornherein ein Unternehmen suchen können, dass seinen Vorstellungen eher entspricht.

    Ich glaube, dass Apple sich mit seiner Vorgehensweise schon etwas gedacht hat. Man wollte sich wohl die Möglichkeit zurückhalten, die Dividendenstufe zu zünden, wenn mal die Innovationsrakete zu erlahmen beginnen sollte.

    Icahn will natürlich nur das schnelle Geld und ist an einer Stabilität des Konzerns nicht wirklich interessiert.
  2. #2

    Ich kann jetzt

    die Aufregung nicht nachvollziehen, wenn der Typ wirklich >1% der Aktien besitzt. Das ist zwar immer noch eine Menge Geld, für einen Normalbürger, aber im Grunde Einfluß nahe 0.
    Trotzdem mit Sicherheit ein extrem unangenehmer Zeitgenosse.
  3. #3

    "Dieses Modell funktionierte so lange, wie Apple mit fast traumwandlerischer Sicherheit einen Technologiemarkt nach dem anderen revolutionierte oder gar - wie im Falle der Tablets - erst erschuf. Doch die Präsentation des iPads im Januar 2010 markiert zugleich einen Wendepunkt."

    Wie bitte?
    Erschaffung des Technologiemarktes für Tablets im Jahre 2010 durch Apples iPad?
    Verstehe ich das richtig?
    Zu toll sollte man den Konzern auch nicht darstellen.
    1993 Newton MessagePad von Apple. War aber Quatsch, weil es nix konnte...sozusagen.
    2001 SIMPad/T-Sinus Pad (Microsoft Tablet-PC) von Siemens.
    2010 kam dann das iPad. Und wenn man es genau nimmt, gab es zu diesem Zeitpunkt schon einen Technologiemarkt für Tablets.
    Nur wurde Apple dank Steve Jobs' Management- und Marketingstrategie von allen so vergöttert, dass die ihm alles aus den Fingern gerissen haben. Zugegeben: die Technik war auch besser als die der Vorgänger.
    Apple ist eher so ein Rocket Internet-Ding. Gut kopieren und dann ordentlich verkaufen.
    ;-)
    Aber nun ruht Herr Jobs in Frieden würde sich ob des jetzigen Managementverhaltens im Grabe umdrehen.
    Wie sie schon richtig schreiben. Apple ist auf dem besten Weg zu einem "normalen" Unternehmen.

    Liebe Grüße
    Bass
  4. #4

    Zitat von kumi-ori Beitrag anzeigen
    Ist interessant, dass man mit 1% der Anteile über ein Unternehmen bestimmen kann. Herr Icahn hätte sich ja auch von vornherein ein Unternehmen suchen können, dass seinen Vorstellungen eher entspricht.
    Icahn will natürlich nur das schnelle Geld und ist an einer Stabilität des Konzerns nicht wirklich interessiert.
    Es kommt nicht auf den Prozentsatz an, den man halt, es kommt darauf an wie viele Aktionäre man von seinem Vorhaben überzeugen kann und ab 25% kann man dann in einer AG eh machen was man will.

    Sicher will er das schnelle Geld, sonst hätte er sich mit mehr an Apple beteiligt, aber der momentane Aktienkurs ist dafür denkbar schlecht.

    Der Mann ist einfach ein super Vorbild und man kann seinen Ratschlägen blind folgen um sein eigenes Vermögen zu mehren.
  5. #5

    Wie kann ein Typ...

    ... mit einem Aktienanteil von unter 1% einem Unternehmen IRGEND ETWAS diktieren???
    Der Typ hat einfach nur ein riesiges Geltungsbedürftnis. Tim Cook lacht sich doch nur ins Fäustchen, hat diese PR doch den Aktienkurs um über 4% angehoben...
  6. #6

    Zitat von Tahlos Beitrag anzeigen
    die Aufregung nicht nachvollziehen, wenn der Typ wirklich >1% der Aktien besitzt. Das ist zwar immer noch eine Menge Geld, für einen Normalbürger, aber im Grunde Einfluß nahe 0.
    Trotzdem mit Sicherheit ein extrem unangenehmer Zeitgenosse.
    Das der Einfluss gleich 0 ist kann man ja wohl wirklich nicht behaupten, sonst würde es nicht solch einen rummel geben.
    Wichtig ist nicht wieviele Aktien besitzt, wichtig ist wieviele Aktionäre man mit seiner Idee begeistern kann und wenn diese Zahl die 25% marke übersteigt, hat man den Laden komplett unter Kontrolle.

    Der Mann ist ein Genie und ein Vorbild.
  7. #7

    Apple ist heute da, wo Microsoft von 10 Jahren war

    nämlich auf dem Höhepunkt seines Erfolges. Solche Investoren sind der Anfang vom Ende eines innovativen Unternehmens. Bei Microsoft waren die Gründe des Erfolges eher in einem extrem aggressiven Vetrieb gewesen, bei Apple kam nach dem Tod von Steve Jobs nicht mehr wirklich etwas neues. Wenn Investoren mit überzogenen Renditeforderungen in das Unternehmen einsteigen, dann kann da nur die Qualität darunter leiden.
  8. #8

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Mit Carl Icahn steigt einer der aggressivsten Investoren bei Apple ein. Umgehend erklärt er Konzernchef Cook seine Forderungen. Der Vorgang zeigt: Der schillernde iPhone-Konzern ist auf dem Weg zu einem ganz normalen Unternehmen.

    Icahn-Einstieg bei Apple: Investor verlangt Rückkauf von Aktien - SPIEGEL ONLINE

    Mal eine Frage, wenn Apple jetzt alle Aktien zurückkaufen würde, wem würde dann das Unternehmen gehören wenn es keinen Großaktionär mehr gibt?
  9. #9

    Tim Cook hat...

    Icahn nicht aufgewertet, auch wenn der das vielleicht glaubt. Ob Aktien zurückgekauft oder Geld ausgeschüttet wird, entscheidet die Mehrheit der Stimmen, nicht Icahn. Weil Cook Icahn ausgefragt haben dürfte, hat er es leichter mit der Vorbereitung von Gegenpositionen.