Segelschulschiff der Bundeswehr: "Gorch Fock"-Crew hörte Rechtsrock

DPADem Segelschulschiff "Gorch Fock" droht ein neuer Skandal: Auf der ersten großen Ausbildungsreise nach dem Tod einer Kadettin wurde offenbar Rechtsrock abgespielt. Ein Kamerateam des NDR filmte die Szene. Der Kommandant ermittelt nun in dem Fall.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...-a-916590.html
  1. #1

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    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Dem Segelschulschiff "Gorch Fock" droht ein neuer Skandal: Auf der ersten großen Ausbildungsreise nach dem Tod einer Kadettin wurde offenbar Rechtsrock abgespielt. Ein Kamerateam des NDR filmte die Szene. Der Kommandant ermittelt nun in dem Fall.

    "Gorch Fock"-Rekruten spielen Rechtsrock von Kategorie C - SPIEGEL ONLINE
    Offensichtlich ist es so geschehen. Ich kann die Schiffsführung noch dahingehend in Schutz nehmen, dass sie nicht hingehört hat und auch nicht wußte, was das für Musik ist.
    Die für das Abspielen der Musik Verantwortlichen müssen unverzüglich aus der BW entlassen werden.
  2. #2

    Und was....

    "Kategorie C" und Ihre Musik ist nicht verboten...
    Es wurden bisher nur teilweise Konzerte untersagt.

    Wenn es linksextremistische Musik gewesen wäre, wäre wohl alles in Ordnung.

    @Kurt2.1: Wieso sollen die für legale Musik entlassen werden?
  3. #3

    optional

    Also wenn die Musik verboten wäre, könnte man ermitteln. Die Gesinnung von Bewerbern sollte indes schon beim Auswahlverfahren geprüft werden. Das anhand eines Songs allein festzumachen, ist schon etwas abenteuerlich. Ich höre auch gern die Onkelz, obwohl ich eher linksgrün ticke.
  4. #4

    Zitat von Kurt2.1 Beitrag anzeigen
    Offensichtlich ist es so geschehen. Ich kann die Schiffsführung noch dahingehend in Schutz nehmen, dass sie nicht hingehört hat und auch nicht wußte, was das für Musik ist.
    Die für das Abspielen der Musik Verantwortlichen müssen unverzüglich aus der BW entlassen werden.
    Eine "unverzügliche" Entlassung geht nur in ganz eng begrenzten Fällen des § 55 des Soldatengesetzes.

    Ansonsten ist eine Entlassung - wie grundsätzlich im öffentlichen Dienst - ein langwieriges Verwaltungsverfahren, es sei denn, man wird zu einer Freiheitsstrafe bestimmter Dauer verurteilt. Dann verliert man die Rechtstellung eines Soldaten auf Zeit / Berufssoldaten mit Rechtskraft des Urteils.

    Das Abspielen derartiger Lieder ist ist jedoch grundsätzlich keine Straftat, es dürfte sogar schwierig sein, hier ein Dienstvergehen zu konstatieren, es sei denn, man greift hilfsweise auf die Grundpflicht eines Soldaten zurück.

    Nicht nur die Schiffsführung wusste (falls sie die Musik wahrgenommen hat), was das für eine Musik war, auch kein Zuschauer der Erstsendung hat das gemerkt. Selbst das NDR-Team hat es nicht wahrgenommen. Das alles spricht für den "Täter".
  5. #5

    Bei der Marine wird entschieden gegen Rechtradikalismus vorgegangen?

    Das freut mich, denn bei der Luftwaffe wurde 1996 in der Kaserne in der ich war eben nicht dagegen vorgegangen! Das "Problem" waren auch weniger die Rekruten als der Stamm! Und dort ging es durch alle Dienstgrade! Offiziere, Unteroffiziere, Mannschaften... Schikanen gg "Deutsche" mit Migrationshintergrund gerade gegen Spätaussiedler waren an der Tagesordnung und wurden nicht nur geduldet sondern gefördert! Ich habe noch nie soviele Rechtsradikales Gedankengut erfahren wie in den 10 Monaten meiner Grundwehrdienstzeit. Einschlägige Bands die allesamt auf dem Index stehen wurden laut über die Kopmpanielautsprecher abgespielt und Namensgebungen wie Rucksackdeutsche waren noch die netteste Umschreibung....
  6. #6

    Diese Grundpflichten

    Zitat von Hans58 Beitrag anzeigen
    man greift hilfsweise auf die Grundpflicht eines Soldaten zurück.
    erfüllt noch nichtmal die Politik.
  7. #7

    Zitat von Hans58 Beitrag anzeigen
    ....
    Nicht nur die Schiffsführung wusste (falls sie die Musik wahrgenommen hat), was das für eine Musik war, auch kein Zuschauer der Erstsendung hat das gemerkt. Selbst das NDR-Team hat es nicht wahrgenommen. Das alles spricht für den "Täter".
    Korrektur:
    Nicht nur die Schiffsführung wusste nicht (falls....
  8. #8

    Dämonisierung

    Die Dämonisierung alles Rechten geht zu weit. Es gilt die Meinungsfreiheit und die Freiheit der Kunst - jetzt ein paar jungen Matrosen vorzuwerfen, solche Musik (die abgedruckten Texte sind ja nun wirklich kein Beweis für Rechtsextremismus) gehört zu haben, gehört in die Kategorie Fanatismus!
  9. #9

    Berufsarmee?

    Generell hat es in der Bundeswehr schon immer rechte Strömungen gegeben. Es ist aber feststellbar, dass es mittlerweile mehr Skandale gibt. Das hat mit Sicherheit auch etwas damit zu tun, dass bei der allgemeinen Wehrpflicht andere Menschen bei der Bundeswehr blieben. Heute muss die Bundeswehr nehmen, wen sie bekommt. Extreme Gruppen können sich so sehr viel leichter dort finden.