Jugend im Iran: Es gibt keine dunklere Farbe als schwarz

DPASie schuften in Billigjobs, zahlen überhöhte Preisen und müssen ihre Liebe verstecken: Junge Iraner leiden unter der Misere ihres Landes und sehnen den politischen Wandel herbei. Bis der kommt, trösten sie sich mit ein bisschen Poesie.

http://www.spiegel.de/unispiegel/stu...-a-916377.html
  1. #1

    Abstimmung mit den Füßen

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    '...aber als Ausländerin bin ich einfach nicht anerkannt und werde es wohl auch nie werden.'

    Arbeitslosigkeit und Inflation: Viele junge Iraner sind frustriert - SPIEGEL ONLINE
    Einzig die Abstimmung mit den Füßen, der massenhafte Exodus der Jugend, wird die Mullahs zum Nachdenken bringen. Nur müssten sie dann Sätze wie den zitierten zu Hause lassen und einfach froh sein, in Freiheit zu leben.
  2. #2

    es kocht

    Ich bin gestern aus Teheran zurück gekommen. In den letzten acht Jahren hat sich viel getan zum positiven wie zum negativen.
    Die gesamte Lebenssituation der armen Bevölkerung wird immer schwieriger, z.T. ernähren sich ganze Familien hauptsächlich vegetarisch aus finazeillen Gründen (das ist für Perser dramatisch!).
    Im gleichen Moment sieht man in Teheran Porsche und Maserati umherfahren und in den Schaufenstern der Autohäuser. Anscheinend werden diese als Wertanlage angeschafft.
    In anderen Städten sieht es auch nicht besser aus. Sobald man Geld hat kann man sich ein schönes Leben leisten. Soll heissen Alkohol, westliche Bekleidung, Autos, es wird gefeiert in Urlaub geflogen...
    Da große Teile der Bessergestellten die Arme Bevölkerung für die Misere schuldig machen (nicht ganz zu unrecht n.m.A), gib es von dieser Seite auch kein Mitleid.
    DIe Situation für Paare ist mitlerweile eigentlich entspannter. Das Riskio Abends gemeinsam auszugehen (Essen, Park, Wasserpfeife rauchen) wird eigentlich nicht mehr ernst genommen bzw. es gehört sicher auch Spaß dazu. Die Wohnsituation ist natürlich gerade in Teheran und den anderen Städten sehr dramatisch jeder möchte eine große Wohnung in guter Lage...
    Über kurz oder lang wird das Faß irgendwann überlaufen, wo es dann hingeht ist halt die Frage??
  3. #3

    Aussichtslos bis zur Revolution.

    Iran wird den Bombenbau nicht lassen und so werden die Sanktionen immer heftiger bis Israel angreift. Dann führt Iran kurz Krieg gegen die ganze Welt und wird zerstört. Ohne eine wirkliche Revolution wird der Gottesstaat, nein falsch, Teufelsstaat über kurz oder lang im Chaos versinken. Schade um die vielen jungen Leute aber für Ihre Zukunft müssen sie nun mal selbst kämpfen.
  4. #4

    Wenn ich Zyniker wäre,

    würde ich den jungen Iranern raten, die Religion, die für viele dieser Mißstände verantwortlich ist, zu verlassen. Wenn ich mir allerdings die (offiziellen und inoffiziellen) Strafen anschaue, die dafür im Iran drohen, könnte ich das nur als absoluter Zyniker. Trauring, traurig, das ganze, und eigentlich hoffnungslos...
  5. #5

    naja

    mit dem Islam wird diese Misere wohl kaum etwas zu tun haben, nicht wahr?
  6. #6

    Ich frage mich, was die

    Leute dort früher alles falsch gemacht haben müssen, um heute die grausamen Auswirkungen ertragen zu müssen.
  7. #7

    Ohne Moos nix los

    Ohne Moos nix los, so ist es auch in Deutschland und ich wage zu bezweifeln, dass die iranischen Jugendlichen und besonders die jungen Männer freien Verhältnisse wie in Deutschland haben wollen. Denn als Mann lebt man ganz gut im Islam, wenn man die Frauen knechten kann und darf und rundum bedient wird. Keine Regierungsform kann sich auf Dauer halten, wenn es nicht genung Nutzniesser, Mitläufer und Verteidiger gibt. Was der gemeine Iraner von Schwulen und Lesben hält, so bedarf es nicht viel Vorstellungskraft. Versucht nicht die Weltrevolution zu exportieren. Veränderungen müssen in einen Land immer von innen kommen, alles andere ist immer schief gegangen. Selbst wenn die treibene Kraft die CIA war, ist der Iran das besste Beispiel für das Versagen und die Dummheit der westlichen Welt. Woher kam Chomeini? Aus dem Exil im Frankreich, per Flugzeug nach dem Iran. Peter Roman Scholl-Latour war Zeuge dieses Ereignis. Somit ist die westliche Welt mitverantwortlich für den Gottesstaat im Iran.
  8. #8

    Die Perser sollen mal schön bleiben wo sie sind...

    wer sein Land liebt, verändert es selbst, und haut nicht ab um dann aus der Ferne rumzuzicken wie z.B. die kubanischen exilanten...
  9. #9

    Zitat von quengelbengel Beitrag anzeigen
    wer sein Land liebt, verändert es selbst, und haut nicht ab um dann aus der Ferne rumzuzicken wie z.B. die kubanischen exilanten...
    ein typischer Exilantenartikel. Kennen wir doch schon. Seit über 30 Jahren wird propagiert, der Iran stünde kurz vor dem wirtschaftlichen Zusammenbruch und alle wären unzufrieden und so weiter. Die Wahrheit ist aber, dass es dem Iran nie so gut ging wie heute und das trotz der Sanktionen. Wer die Wahrheit wissen will, darf nicht Spiegel lesen. Der Iran ist nach den 8 Jahren von Ahmadineschad eine Industriemacht geworden, vom wissenschaftlichen Fortschritt ganz zu schweigen. Der Iran produziert mitlerweile fast alles selber, muss also kaum etwas wesentliches technisches importieren. Seit 30 Jahren versuchen westliche Medien wo sie nur können den Iran schlecht zu reden damit niemand erfährt wie fortgeschritten das Land geworden ist und der Eindruck von einem unterentwickelten Land entsteht. Man braucht sich nur die Statistiken anzuschauen. Und damit meine ich nicht erfundene Zahlen wie ein diesem Artikel. Vor der islamischen Revolution war der Iran wirtschaftlich und wissenschaftlich aber auch politisch praktisch bedeutungslos. Der Iran war allenfalls bekannt für seine Teppische und Pistazien. Heute ist der Iran an der Schwelle zu einer Weltmacht. Die Sanktionen können den Iran nicht aufhalten und verursachen lediglich einmalige Umstellungskosten die sich auf lange Zeit gesehen positiv auswirken da sie dem Iran noch mehr Industriezweige eröffnen. Die Ergebniss eder Sanktionen kann man sehen: Fast alles was vor wenigen Jahren unter die Sanktionsliste fiel produziert der Iran mitlerweile selber und exportiert es auch.