Stellwerkchaos in Mainz: Aufsichtsrat will Bahn-Mitarbeiter aus dem Urlaub holen

DPA"Die Bahn lebt auch vom Teamgeist": Aufsichtsratsmitglied Patrick Döring will Fahrdienstleiter aus dem Urlaub holen, um das Chaos am Mainzer Bahnhof zu beheben. Der Gewerkschaftschef nennt den Vorschlag "schäbig". Nach SPIEGEL-Informationen drohen sogar weitere Störungen.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...-a-915921.html
  1. #1

    optional

    ich kann dazu nur sagen. Tja Deutsche Bahn, ihr habt dasselbe Problem wie die Deutsche Telekom. Ihr habt es einfach mal versäumt euer Schienennetz auszubauen, bzw. zu erneuern. Dann hättet ihr auch nicht soviele Probleme. Ganz zu schweigen von dem neuen ICE, der Systeme an Bord haben muss für mehrere Länder, das kann nicht funzen weil ein Problem auftritt, was behoben wird. Doch sobald dieses Problem behoben wurde,tritt ein neues auf.
    Es sollte ein Typ ICE geben der nur zwischen 2 Ländern, maximal 3 Ländern fährt, nicht mehr.
    Was die Telekom betrifft, so hat diese es auch verschlafen ihr netz auszubauen, und hat den Zukunftsträchtigen Kabelanbindung verkauft.... Jetzt sehen die sich vor dem Dilemma dass Vodafone Kabeldeutschland aufgekauft hat und sich damit als Konkurrent beweist
  2. #2

    Ein Drittel der Belegschaft krank?

    Der Skandal ist doch, dass ein Drittel der Belegschaft sich krank meldet! Und es ist keine Grippezeit!
    Die Bahn muss dringend dort ansetzen und prüfen, was zu diesen hohen Krankenstand geführt hat. Auch Maßnahmen um die Genesung der Kranken zu befördern sollten ergriffen werden.
  3. #3

    selbstverständlich

    das ist doch wohl selbstverständlich, dass die Kollegen im Urlaub zurück an ihre Arbeitsstelle kommen. Die Gewerkschaft soll nicht aufstacheln, sondern in dieser Situation zustimmen.
  4. #4

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    "Die Bahn lebt auch vom Teamgeist": Aufsichtsratsmitglied Patrick Döring will Fahrdienstleiter aus dem Urlaub holen, um das Chaos am Mainzer Bahnhof zu beheben. Der Gewerkschaftschef nennt den Vorschlag "schäbig". Nach SPIEGEL-Informationen drohen sogar weitere Störungen.

    Stellwerkchaos in Mainz: Mitarbeiter sollen Urlaub abbrechen - SPIEGEL ONLINE
    Hier präsentiert sich der laute Seufzer eines bundesdeutschen Bürgers:
    Warum waren wir eigentlich so dumm und haben die Bundesbahn privatisiert?
    Es hatte doch alles sehr pünktlich funktioniert und viel teurer war der Betrieb der Bahn auch nicht. Man konnte die Fahrkarten sogar am Schalter kaufen und das ohne dafür einen Lehrgang über Wochen zu machen, um dieser Fahrkarte zu kommen.
  5. #5

    Ziemlich zynisch

    dass die Bahn jetzt für ihre verpfuschte Personalpolitik auch noch die Solidarität der Arbeitnehmer einfordern will. In der langfristigen Entwicklung tickt hier auch in anderen Branchen eine Zeitbombe - es wurde Jahrzehnte auf Kosten des Personals gespart und dann wenn alles zusammenbricht soll es wieder mal der kleine Angestellte richten. Aber früher wurde nicht mit dem Rechenschieber entlassen, da konnte sich ein "Wir-"Gefühl entwickeln, da hat man beiderseitig am gleichen Strang gezogen. Heute ist Personal ein notwendiger Kostenfaktor und Kostenfaktoren haben logischerweise auch ein andere Einstellung zum Arbeitgeber. Nun ist das in einer Autofabrik nicht ganz so schlimm, da werden die Autos halt ein paar Tage später gebaut, aber gerade bei Unternehmen wie Bahn oder Post schlägt es eben sofort voll nach unten durch.
  6. #6

    Super!

    Die Bahn weiss genau auf welcher Insel und in welchem Hotel ihre Mitarbeiter Urlaub machen?

    Wohl kaum.

    Bin selbst Fahrdienstleiter und würde mich hüten auf der Arbeit nur ein Sterbenswörtchen über meine Urlaubspläne zu verlieren, da viele Chefs mit solchen hirnrissigen Ideen kommen wenn ihre Personalpolitik mal wieder versagt hat.

    Wie würde denn der Heimtransport erfolgen? Mit dem Privatjet des Vorsitzenden? Welche Entschädigung für den Beamten? Wie steht's mit seinener Familie am Urlaubsort, muss die auch heimfliegen?

    Die sind nicht ganz dicht.
  7. #7

    Was ist denn daran schäbig, einzuspringen und ein persönliches Opfer zu bringen, wenn Not am Mann ist. Wenn ich die entsprechende Ausbildung hätte, würde ich gerne den Platz eines der Leute einnehmen, die jetzt in Schnappatmung verfallen, weil sie einmal im Leben ihren Urlaub um ein zwei drei Wochen verschieben müssen.
    Tolle Arbeitsmoral.
  8. #8

    Unsere Gewerkschafter mal wieder. Anstatt eine Lösung des Problems zu sein, wird in alten ideologischen Grabenkämpfen verharrt. Liebe Bahnkunden die ihr auf einen Zug angewiesen seid, wenden Sie sich bei Verbindungsausfall an den Gewerkschafter ihres Vetrauens. Der hat zwar keine Lösung, aber weiss immer wer schuld ist.
  9. #9

    Profigier

    Warum soll der einfache Arbeitnehmer für die Gier und Inkompetenz des Management bluten?
    Ich hatte auch mal so einen Abteilungsleiter, der sich für sehr schlau hielt und die Personaldecke während einer schwächeren Phase am Jahresanfang kräftig ausdünnte, nur um dann bei einer Grippewelle und dem darauffolgende Ostergeschäft voll auf die Schnauze zu fliegen. Urlaubssperre und Überstunden gingen natürlich auf uns - gleichzeitig hatte er den nervt selbst in den Urlaub zu gehen.

    Nach gut einem Jahr war er weg, aber die Hälfte der Belegschaft auch...