Früherer DDR-Rummelplatz im Spreepark: Berlins Monster-Ruine

TMNIm Berliner Spreepark stand der erste ständige Rummelplatz der DDR. Jetzt gammeln Dinos, Riesenrad und Schwanenboote vor sich hin. Nur Touristen verirren sich noch hierher - und 500 Einbrecher täglich.

http://www.spiegel.de/reise/aktuell/...-a-915740.html
  1. #1

    Hmmm

    War da auch mal als Kind ... war irgendwie ein seltsamer Rummel. Durch die feste Installation wirkte es mehr wie eine Institution, keinerlei spontane Rummelfreude. Das Improvisierte fehlte. Andererseits gab es tatsächlich paar Sachen, die ein normaler Rummel nicht hatte. War auch ziemlich teuer. Hab' noch irgendwo 'ne Toni Mang Karte von da ;-).

    Hatte mich immer gewundert, warum da nach der Wende nix mehr läuft. Naturschutz ... Aus meiner Sicht sollte in so einem Fall der Betreiber ordentlich entschädigt werden, danach das Gelände aber auch los sein. Finde es verrückt, was da abgeht.
  2. #2

    ich finde es schade, dass sich das land berlin hier auch so quer stellt und da z.b. wirklich nur ein freizeitpark betrieben werden darf, was ja aufgrund der umstände kein profitables geschäft darstellen kann. man könnte soviel tolle dinge mit dem areal anfangen, aber das land berlin interessiert hier nur das geld geld geld.
  3. #3

    der park ist politisch nicht gewollt

    Die Möchtegern Könige der Parteien und in den Amtsstuben wollen einfach keinen Vergnügungspark. Da könnte der Spiegel ja mal nachfragen. An Touristen mangelt es ja nun in Berlin wirklich nicht und Einwohner gibt es auch genug. Wenn die alten dort Regierenden endlich in Rente gehen, könnte der weg frei werden. Das geht aber nur ohne die grünen Weltverbesserer und auch nur ohne die Familie Witte. Fragen sie mal ehemalige Mitarbeiter, wie viele Besucher der Park offiziell hatte und wie viele tatsächlich da waren. Da könnte man die Fam. Witte auch gleich noch wegen Steuerhinterziehung verknacken, wenb es nicht schon verjährt ist. Der Park hatte nämlich deutlich mehr Besucher als abgerechnet wurden.
  4. #4

    Es war einmal ein toller Ort...

    Vor einigen Jahren war das nächtliche "Einsteigen" in den alten Spreepark noch ein tolles Erlebnis. Mittlerweile hat sich der Park nachts zu einem Rummelplatz voller Hipster und Touristen entwickelt, die interessantesten Sachen sind durch Vandalismus zerstört, man hört nur noch hysterisches Gekreische und besoffenes Grölen. Das Geheimnisvolle an diesem Ort längst verloren gegangen. Schade.
  5. #5

    Es gibt

    Es gibt im ehemaligen Ost-Berlin noch genug andere ehemalige Sehenswürdigkeiten (erbaut vor WK2) , die dank einer "lustigen" Politik unseres Senats so vor sich hin gammeln:

    - Müggelturm einschließlich Restaurant
    - diverse weitere ehemalige Restaurants im "Müggelgebirge",
    die ich noch aus den 50/60-er Jahren kenne
    - Eierhäuschen im Plänterwald
    - ...

    Es gibt noch einige weitere, die mir auf Anhieb nicht einfallen.
    Woran das Desinteresse unserer Politiker liegt, weiß ich nicht.
    Aber wenn man das mal mit dem Verhältnis Zoo und Tierpark vergleicht, ist das vermutlich ähnlich. Die Entscheider kommen alle "aus dem Westen" und hätscheln dort ihre Lieblingsprojekte. Was im ehemaligen Osten liegt, ist verkehrstechnisch schwerer zu erreichen und wird weder ausreichend beworben, noch gibt es eine ausreichende Beschilderung (das war vor kurzem in einem Bericht in einem Lokalsender die Hauptkritik von Tierpark-Besuchern).
  6. #6

    Zitat von asib2009 Beitrag anzeigen
    Vor einigen Jahren war das nächtliche "Einsteigen" in den alten Spreepark noch ein tolles Erlebnis. Mittlerweile hat sich der Park nachts zu einem Rummelplatz voller Hipster und Touristen entwickelt, die interessantesten Sachen sind durch Vandalismus zerstört, man hört nur noch hysterisches Gekreische und besoffenes Grölen. Das Geheimnisvolle an diesem Ort längst verloren gegangen. Schade.
    Das Foto erinnert mich an einen Vergnügungspark in Singapur. Der kleine Staat hat das Problem Vandalismus schon längst geregelt, Berlin nicht. Was für ein Armutszeugnis, wie anderswo auch. Dieses Berliner/Deutsche Toleranzrumgeeiere geht mir auf den Keks. Darum wieder gerne Urlaub in Singapur, Berlin brauche ich nicht.
  7. #7

    Angst?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Im Berliner Spreepark stand der erste ständige Rummelplatz der DDR. Jetzt gammeln Dinos, Riesenrad und Schwanenboote vor sich hin. Nur Touristen verirren sich noch hierher - und 500 Einbrecher täglich.

    Berliner Spreepark: Zeitreise zum Rummelplatz der DDR - SPIEGEL ONLINE
    Da begreife einer die Marktwirtschaft. Heidepark Soltau funktioniert, ringsrum nur Lüneburger Heide, der Spreepark rechnete sich nicht, mitten in einer Großstadt mit zehtausenden Touristen im Jahr. Gut, die trauten sich in den Neunzigern vielleicht nicht in den Osten, denn hinter jedem Strauch könnte ja ein Kommunist mit einem Messer quer im Mund auf Opfer lauern, uahhh.
  8. #8

    Zitat von quark@mailinator.com Beitrag anzeigen
    War da auch mal als Kind ... war irgendwie ein seltsamer Rummel. Durch die feste Installation wirkte es mehr wie eine Institution, keinerlei spontane Rummelfreude. Das Improvisierte fehlte. Andererseits gab es tatsächlich paar Sachen, die ein normaler Rummel nicht hatte. War auch ziemlich teuer. Hab' noch irgendwo 'ne Toni Mang Karte von da ;-).

    Hatte mich immer gewundert, warum da nach der Wende nix mehr läuft. Naturschutz ... Aus meiner Sicht sollte in so einem Fall der Betreiber ordentlich entschädigt werden, danach das Gelände aber auch los sein. Finde es verrückt, was da abgeht.
    Wir waren noch in den 90ern häufig mit der Schulklasse dort gewesen und es war immer wieder super. Eine gute Lage und es war niemals wirklich voll. Schade, dass das alles so verfällt. Hätte man sicherlich mehr draus machen können. So bleibt das Deutsch-Französisches Volksfest im Westen halt eine der wenigen Möglichkeiten etwas Rummel zu erleben.
  9. #9

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    "Hier konnte man Sachen fahren, die es anderswo nicht gab, weil sie aus dem Westen kamen", weiß Flade ...

    Berliner Spreepark: Zeitreise zum Rummelplatz der DDR - SPIEGEL ONLINE
    Und wieso sagt Flade das nicht, wenn er es immerhin weiß?
    Und woher wußte der Reporter nun, dass Flade das wußte, wenn er es nicht sagt (ruft, äußert, behauptet, usw.).

    Und es gab solche Sachen doch anderswo.

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