Blow-up-Atlas Deutschland: Auf diesen Autobahnen drohen Hitzeschäden

DPADas Ausmaß von Hitzeschäden auf Autobahnen ist in diesem Sommer extrem wie noch nie zuvor. Wie viele Fälle gab es schon? Warum ist Bayern so oft betroffen? Liegt es an den alten Betonplatten? Der Blow-Up-Atlas Deutschland.

http://www.spiegel.de/auto/aktuell/k...-a-915775.html
  1. #1

    politikanager

    ist doch klar wenn politiker oder manager entscheiden gehts schief
    die haben andere präferenzen als gute strassen sie sind so beschâftigt nicht verantwortlich zu sein da haben die keine zeit zum problemelösen....
  2. #2

    Warme Worte

    Hier fehlen noch die bunten Bilder, und schon ist die Angelegenheit Schön - geredet.
    Dieser Selbstverteidigungsbericht sieht nur die Sicht der "billigen" Maßnahme. Aber dass H.Ramsauer CSU bereits bewilligte Gelder für die Straßeninstandhaltung nicht abgerufen hat, damit seine Statistik passt, ...

    2008 bin ich schon an einem Blow-Up vorbeigefahren. Ein tolles Gefühl wenn die Autobahndecke Zeltmäßig in Augenhöhe eine Spur blockiert. Auch damals wurde das Phänomen verharmlost, und als Einzelfall hingestellt. Dann jahrelang Ausbesserungsarbeiten mit Kaltteer. Selten wurden Betonteile herausgeschnitten und neu betoniert.

    Die Sparstatistik stimmt, und die bösen Spurrillen zu beseitigen kostet ja viel Geld, welches die Autofahrer mehr als doppelt bezahlen.

    Wer auf einer Fahrbahn mit Spurrillen ins Aquaplanig kommt ist wohl selbst schuld. Wie war das noch mit angepaster Geschwindigkeit im Regen?
  3. #3

    Blow ups

    Warum wird dafür kein deutscher Begriff verwendet? Wissen sie eigentlich, wie sich das hier in Sachsen, ausgesprochen auf sächsisch von einem Sachsen anhört? Das ist beinahe so schlimm wie die Blas aufs.
  4. #4

    Größenwahn

    Der Bund baut unentwegt neue Autobahnen für Milliardenbeträge und woanders nimmt man tödliche Unfälle billigend in Kauf, weil das Geld für den Unterhalt der bestehenden Autobahnen fehlt. Jeder neuer Straßenkilometer kostet weitere Milliarden im Unterhalt für die kommenden Jahre - welch ein Größenwahn und Ausgabenverschwendung.
  5. #5

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    vor allem alte Betonplatten
    Die A14 und A9 bei Halle-Leipzig ist weißgott nicht alt, die wurden nach der Wende erst gebaut. Die A9 südlich von Leipzig wurde und wird gerade komplett saniert - noch keine 20 Jahre alt - weil die unschlagbar effiziente Privatwirtschaft Beton verbaut hat, der bereits zu DDR Zeiten als untauglich, weil bei Temperaturbelastung blasenbildend, ausgemustert wurde. Hier hat nichtmal irgendwas die Chance, 40 Jahre zu halten!
    Und in Thüringen ist man überhaupt erst dabei, die Vorkriegsautobahn auf den aktuellen Stand zu bringen, sonst wäre da auch schon wieder alles kaputt. Und daß das was dort liegt so lange gehalten hat, liegt an der Bauweise. Dort sind es nämlich nicht wie heute üblich, in einem Stück gegossene Betonflächen, sondern tatsächlich noch Platten, die immer wieder über Dehnungsfugen Spannung abbauen können. Fährt sich nicht so ganz angenehm, wo die Fuge sich verzieht, hält dafür aber.
  6. #6

    In Bayern fehlt das Geld für Autobahnreparaturen?

    Naja, wenn die CSU Regierung meint es sich leisten zu können mehr als 10 Milliarden Euro !!!!! Steuergelder in dubiosen Bankgeschäften zu versenken, wundert es mich nicht, dass dann am Ende das Geld fehlt....
  7. #7

    Vorbereitung

    Frostschäden und Blow-ups, wird nur so hoch gehalten um nach der Wahl eine der größten deutschen Melkkühe, die Autofahrer erneut mit einer Sonderabgabe vermutlich dann endlich in Form der PKW Maut zur Kasse zu bitten
  8. #8

    mia san mia

    Filz gehört auf den Kopf. Man sollte mal nachforschen, wo die Gelder so hinversickert sind.
    Ansonsten nichts neues aus dem "Freistaat" Bayern. Die Verkehrsplanung ob Bahn oder Strasse läuft immer 2-3 Jahrzehnte hinter dem Bedarf her. Hochwasserschutz kam ja auch letztens mal wieder drängend auf!
    Man ist lokal zu sehr mit sich, dem Filz, mit Händeschütteln und Bierdimpfeln beschäftigt. Ein eigener kleiner Palast in Brüssel rundet das Gehabe ab.
  9. #9

    Dieser Stephan Freudenstein, Professor für Verkehrswegebau an der Technischen Universität München, scheint ja besonders kompetent zu sein, wenn man sich seine Statements so durchließt:

    Zitat von SPON
    Denn im Vergleich zu Asphalt ist er seinen Angaben zufolge langlebiger und einfacher zu reparieren.
    Dann sollte sich dieser Professor mal besser informieren. Es gibt nämlich sehr guten Asphalt, der statt 10 Jahre gut und gerne 30 Jahre selbst bei hoher Belastung einwandfrei hält. Und dieser widersteht auch starker sommerlich Hitze. Allein sein Preis ist sehr viel höher.
    Und für Verkehrswege haben wir ja gar kein Geld, weil ...

    Zitat von SPON
    "Seit zwei Jahren sind wir dabei, die alten Autobahnen zu sanieren - davor hatten wir einfach nicht das Geld dafür", begründet Autobahndirektions-Sprecher Josef Seebacher den schlechten Zustand der Fernstraßen in Bayern.
    ... Bayern ja kurz mal ein paar Milliarden in diesen Mafia-Vorgang Hypo Alpe Adria versenken musste.
    By the way: Der Kärntner Rechtspolitiker Jörg Haider hat über diese Bank jede Menge illegaler Geschäfte abgewickelt und viele sind der Ansicht, dass Jörg Haider deshalb auch mittels Verkehrsunfall sterben musste - Stichwort "gehaidert". Und in diese Mafia-Bank hat Bayern kurz ein paar Milliarden versenkt; und einige haben sich dabei die Taschen vollgemacht.

    Zitat von SPON
    "Der Betonbelag der A3 ist zum Teil fast 40 Jahre alt und war auf die Verkehrsbelastung zu Zeiten des eisernen Vorhangs ausgelegt. Früher war dort Niemandsland."
    meint Professor Freudenstein. Also das ist ja wohl ne absolute Frechheit. Für die A6 bei Amberg Richtung Osten oder die A9 Richtung Berlin täte ich solche Sprüche noch gelten lassen, aber die A3 geht Richtung Passau, Linz und Wien bzw. Graz war schon immer viel befahren, weil dort u.a. der Reiseverkehr Richtung Jugolslawien, Ungarn, Türkei etc. drübergeht.

    Zitat von Pfusch am Bau
    .
    Erst kürzlich bei einem Vortrag vom bayerischen Ministerialrat Scheurer, einer der obersten Vertreter der bayerischen Baubehörde.
    Da mahnte er vor Vertretern der Baufirmen sowie die Zulieferindustrie mehrmals an, dass der Asphalt nur bei absoluter Trockenheit zu verlegen ist.

    Alle hörten aufmerksam zu und in den Pausen wurde die Praxis dargestellt: Da müssen bestimmte Bauabschnitte fertig werden und da kann man nicht aufs Wetter warten; so wurde z.B. mitten im Winter bei viel Schnee asphaltiert (der vorher aufwändig weggeräumt und die Fahrbahn mittels Kehrmaschinen halbwegs trocken gemacht wurden.)
    Da sitzen also Theoretiker, die irgendetwas festlegen und die Praxis sorgt für den Rest.
    Hinzu kommen Qualitätsmängel bei den Rohstoffen, Qualitätsmängel beim Bau etc. pp. ff.
    Auch das Recycling vom alten Asphalt wird nach wie vor zu sorglos gehandhabt. Die Richtlinien zu dessen Verwendung sollte viel strikter gehandhabt werden.