Stellwerkchaos in Mainz: Bahn-Vorstand muss gehen

DPASeit Tagen fallen viele Züge aus am Mainzer Hauptbahnhof - ab Montag soll das noch schlimmer werden. Nun zieht Bahn-Chef Grube einem Zeitungsbericht zufolge personelle Konsequenzen. Er trennt sich vorfristig von einem hochrangigen Manager.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...-a-915823.html
  1. #1

    Automatisierung

    Grundsätzlich braucht man für den Bahnbetrieb ja eigentlich weder Lokführer noch Zugbegleiter noch Fahrdienstleiter. Beim heutigen Stand der Technik wäre alles automatisierbar. Ob sich dann allerdings die Fahrgäste in einem automatischen "People Mover" noch wohl fühlen würden ist ein anderes Thema.
  2. #2

    Fußball wichtiger als Berufspendler und Fernverkehr?

    Ist ja klasse...für 3200 Fußballfans wird ein Fahrdienstleiter freigeschaufelt - erstaunlich, wo der plötzlich herkommt. Hauptsache Fußball...ist "Mutti" Angie vielleicht bei dem Spiel? Dann muss ja die Kulisse stimmen.... Berufspendler, Fernverkehrskunden mit teuren Fahrkarten - die lassen wir in Mainz im Regen stehen! Unser Land macht sich immer lächerlicher.... Freizeitgesellschaft, grölende Fußballfans - wichtiger als funktionierende Infrastruktur für Berufspendler - armes Deutschland! Aber so war es schon bei den alten Römern - Brot und Spiele!
  3. #3

    Kosten senken durch Personalabbau

    Wird doch seit mehr als 20 Jahren überall erfolgreich praktiziert. Jeder WiWi Abgänger hatte doch dieses Mantra im Kopf. Naja, mehr oder weniger erfolgreich. Unzählige Projekte und Firmen die gerade daran zugrunde gegangen sind. Qualität lässt sich mit Personalabbau nicht aufrecht erhalten. Manchmal auch der simple, tagtägliche Betrieb geht daran zugrunde.
  4. #4

    Je oller desto doller

    die Überalterung der Fahrdienstleiter ist also schuld. Im Radio hört man "unschuldige Gewerkschaftsvorstände" unken, dass man die Bahn immer gewarnt habe vor diesen Personalengpässen und der Überalterung der Mitarbeiter. In anderen Städten werde das gleiche passieren, so der Gewerkschaftsvorstand, wo wollte er aber einfach nicht zu erkennen geben. Aha.
    Schön, dass man dann doch die Tricks der "unschuldigen" Gewerkschafter erkannt hat: versteckter Streik. Klingt glaubwürdig. Andererseits tut die Bahn alles, um ihr ramponiertes Image zu behalten. Da befinden sich wohl 2 Institutionen schön auf Augenhöhe.
  5. #5

    Der Mann...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Seit Tagen fallen viele Züge aus am Mainzer Hauptbahnhof - ab Montag soll das noch schlimmer werden. Nun zieht <b>Bahn-C</b>hef Grube einem Zeitungsbericht zufolge personelle Konsequenzen. Er trennt sich vorfristig von einem hochrangigen Manager.

    Stellwerkchaos in Mainz: Bahn-Vorstand Hansjörg Hess muss gehen - SPIEGEL ONLINE
    ...muss sich keine Gedanken machen: Herr Mehdorn wird ein warmes Plätzchen für ihn haben in Berlin.
    Im Zweifel wäre da auch noch im Baden-Württembergischen bei Stuttgart der eine oder andere Stuhl frei mit, sagen wir A16 oder so? Kann man ja alles passend machen, gelle?
  6. #6

    Die Bahn ein staatliches Monster!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Seit Tagen fallen viele Züge aus am Mainzer Hauptbahnhof - ab Montag soll das noch schlimmer werden. Nun zieht <b>Bahn-C</b>hef Grube einem Zeitungsbericht zufolge personelle Konsequenzen. Er trennt sich vorfristig von einem hochrangigen Manager.

    Stellwerkchaos in Mainz: Bahn-Vorstand Hansjörg Hess muss gehen - SPIEGEL ONLINE
    Um Kosten zu sparen werden Stellen am grünen Tisch gestrichen ohne zu überlegen, wie es in der Praxis aussieht.
    Es ist überfällig, dass die Bahn massive Reformen bekommt. Zudem braucht die Bahn Konkurrenz, damit die Preise runtergehen.
    Das was sich da in Mainz abspielt zeigt die Trägheit der Bahn. Wenn Leute ausfallen wegen Krankheit, dann muss man sie woanders herholen. Es kann nicht sein, dass ein Bahnhof wie Mainz, wegen Personalmangel nicht mehr bedient wird.
    Planwirtschaft pur !
  7. #7

    Überraschung!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Seit Tagen fallen viele Züge aus am Mainzer Hauptbahnhof - ab Montag soll das noch schlimmer werden. Nun zieht <b>Bahn-C</b>hef Grube einem Zeitungsbericht zufolge personelle Konsequenzen. Er trennt sich vorfristig von einem hochrangigen Manager.

    Stellwerkchaos in Mainz: Bahn-Vorstand Hansjörg Hess muss gehen - SPIEGEL ONLINE
    Machen wir uns doch mal ehrlich, so generationenübergreifend: In meiner Kindheit, Mitte des vorigen Jahrhunderts, stellte ganz Europa seine Uhren nach dem Kursbuch der Deutschen Bundesbahn.

    Richtig: Die Deutsche Bundesbahn war ein veramtetes Massenverkehrsmittel nach dem Motto: Schnell, pünktlich, sicher, preiswert. Aber immerhin hat es bald 150 Jahre lang so funktioniert - bis in die tiefsten Tiefen des Gleisverkehrs.

    Die Deutsche Bundesbahn versorgte und umsorgte ihre Beschäftigten.
    Sie zahlte (legte nicht nur zurück) Pensionen, unterhielt Waisenhäuser und Fortbildungsstätten.

    Das alles ist weggewalzt. 150 Jahre Sozialgeschichte unter'm Hammer.

    Für die einstige Bundespost und die Energieversorgungsunternehmen gilt dasselbe: Deren Privatisierung führt doch zum dem absurden volkswirtschaftlichen Ergebnis, dass zum Beispiel zehn Menschen in zehn Transportern jeweils ein Hundertstel ihrer Kapazität von A nach B bewegen.

    Das ist nicht 'Wettbewerb', das ist staatliche 'Untreue' nach Artikel 20 GG.
  8. #8

    blindschleicher

    unser verkehrsminister,der sich in allen verkehrsbereichen als verkünder der privatisierung versteht und allerorten public private partnership verkündet,stiehlt sich nunmehr aus der veranrwortung.

    als oberster fachrepräsentant des eigentümer bund brint er sich als opfer ins spiel ,dabei verantwortet er der bahnkatastrophe.

    der herr doktor ramsauer,der des öfteren auf sein hochschulstudium verweist,um seine fähigkeiten unter beweis zu stellen,so auch bei stuttgart 21 ,scheint seine unfähigkeit für das amt mit markigen worten übertünchen zu wollen.

    welch erbärmlicher auftritt eines spitzenpolitikers
  9. #9

    Klar doch --> typisch DB

    bekommen doch eh nichts gebacken. Aber die jährlichen Fahrpreiserhöhungen sind fest im Terminplan vermerkt und die Begründung schon auswendig gelernt. Grube sollte seinen Hut auch nehmen.