Wie schützt man sich vor Datensammlern?

Google sammelt mehr Daten über Internetnutzer als jedes andere Unternehmen. Ab sofort werden Suchergebnisse sogar "personalisiert", wenn man dem weder zugestimmt noch sich eingeloggt hat. Cookies, Surfprotokolle, Flash-Dateien - mit welchen Werkzeugen und Erweiterungen schützen Sie sich im Web vor Datensammlern?
  1. #220

    ... ein paar möglichkeiten gibts

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Google sammelt mehr Daten über Internetnutzer als jedes andere Unternehmen. Ab sofort werden Suchergebnisse sogar "personalisiert", wenn man dem weder zugestimmt noch sich eingeloggt hat. Cookies, Surfprotokolle, Flash-Dateien - mit welchen Werkzeugen und Erweiterungen schützen Sie sich im Web vor Datensammlern?
    ... privaten modus im browser verwenden (kein chronik etc)
    ... soweit wie möglich keine daten angeben, die rückschlüsse auf die tatsächliche identität geben
    ... cookies soweit wie möglich restriktiv handhaben oder gleich blocken, nach jeder sitzung complett löschen
    ... referer deaktivieren

    ... alternative suchmaschinen verwenden: z.B. https://www.ixquick.de/
    keine speicherung der ip, sehr gute suchergebnisse, außerhalb des google-imperiums
  2. #221

    hmm ...

    Zitat von x.adama Beitrag anzeigen
    Diese Sorge ist eben absolut unbegründet in einer Demokratie wo jeder Datenmissbrauch sofort zu einem Skandal führt und zur Entlassung von verantwortlichen Mitarbeitern.
    .
    ... ist ja schön dass sie im hinblick auf den datenschutz an irgendwelche selbstreinigenden kräfte in der demokratie glauben. leider hat das mit der praxis wenig zu tun.

    ... fragen sie einfach mal it-mitarbeiter, die größere datenbanken mit adress- und anderen daten betreuen. sie glauben gar nicht wie schnell diese daten in private hände per export-modul wandern. pures gold, dass sich bei den heutigen professionellen strukturen von cyberkrimininellen recht einfach in bare münze verwandeln lässt. und da gibts noch viele weitere verwendungsmöglichkeiten
  3. #222

    ach sie glauben, ...

    Zitat von x.adama Beitrag anzeigen

    Das Datensammeln ist selbst keine gefährliche Handlung. Google ist wie der Typ, der einen anguckt. Der sammelt vielleicht auch Daten?
    Folgerung: Was guckst du? Willst du Fresse?
    ... dass google es beim datensammeln belässt? überlegen sie einfach mal, was das kerngeschäft von google ist: online-werbung!
  4. #223

    Zitat von Caldwhyn Beitrag anzeigen
    Sie oben - das "Selbst Schuld" Geätze bezieht sich genau auf eine spezifizierte Personengruppe. Ich hab schon Kurse im erweiterten Bekanntenkreis gegeben wo es genau um sicheres surfen im Web für Unbedarfte und (hat sich dann so ergeben) ältere Personen das Thema war. Hat mir und meiner Frau langfristig Zeit gespart, weil bei Problem eh immer wir dran waren (selbst Leute aus unserem Alter ......
    Wo surfen diese Menschen denn herum ?

    Ich selbst bin seit Beginn an im Netz und habe mir vor 10 Jahren einen einzigen Trojaner eingefangen und bin ansonsten immer problemlos durchgekommen.

    Meinen jetzigen Rechner habe ich vor 4 Jahren gekauft, lösche täglich mit einem Clear-Programm und bin schneller denn je unterwegs, dabei ist noch nicht mal die Werbung abgeschaltet.
    Es muss ein Wunder sein, oder ?
    Bin wirklich erstaunt, welche Probleme sich bei anderen Surfern auftun.
  5. #224

    Zitat von m*sh Beitrag anzeigen
    Nein, man sollte gar nichts im Internet kaufen. Informieren ja, aber nix kaufen.

    Und statt google einfach scroogle.org verwenden.
    Da hat man die gleichen Sucheregbnisse wie bei google hinterlaesst mit seiner Anfrage aber keine Spur dort.
    Gleiches gilt für https://startpage.com/

    Dort kann man übrigens selber sehen, wie das mit AOL 2006 war.
    "Im August 2006 erregte der America Online (AOL) Privacy Skandal die Gemüter der Online-Welt. AOL veröffentlichte zu diesem Zeitpunkt die Datenbankinhalte der letzten 3 Monate und damit die Suchdaten von 650.000 ihrer User. Die veröffentlichten Inhalte der Datenbank sind nach wie vor für jeden aufrufbar.
    Dieser Vorfall zeigt auf erschreckende Weise, wie Daten missbraucht werden können – ein Albtraum für den Datenschutz.
    "

    Einfach auf den Link klicken, mit dem das Wort "diskreteste" auf Startpage unterlegt ist.
  6. #225

    Zitat von beckedorf Beitrag anzeigen
    Ich lese hier immer über Sammelwut, Datenklau, Missbrauch von privaten Daten, usw. Nun wundere ich mich, ob ich vielleicht der Einzige bin den das überhaupt nicht die Bohne interessiert. Und zwar aus folgenden Gründen:
    1. Ich fänds toll wenn Google dafür sorgen würde, dass ich nur noch die Werbung zu sehen bekomme die mich interessiert, bzw. zu mir passt.
    2. Wenn ich irgendwelche Seiten besuchen will die nicht im Verlauf oder sonstwie angeziegt werden sollen dann öffne ich einfach ein Inkognito-Fenster (ja, schlimm, ich surfe auch noch mit Google-Chrome...oh mein Gott...) und meine nicht vorhandene Tochter kann auh nicht rausfinden was ich ihr zum Geburtstag bestellt habe (bzw. meine Freundin kann nicht sehen auf welchen Pornoseiten ich mich rumtreibe - das ist hier nämlich zu fast 100 Prozent das ECHTE Problem)
    3. Durch die "Personalisierung" von so vielen Millionen Individuen entsteht letzlich trotzdem keine Aufhebung der Intimsphäre. Dafür sind es einfach zu viele User. Jeder Psychologe, Marketingexperte oder Statistiker weiß, dass mit den Daten eines einzelnen sowieso nichts anzufangen ist, ganz abgesehen davon, dass diese sowieso keine Verwendung finden.
    Insofern kann ich die ganze Aufregung um Big Brother nicht so richtig verstehen.
    Aber löscht ruhig alle Eure Cookies, verwischt Eure Spuren, formatiert Eure Festplatten oder was weiß ich. Nur nicht Aufregen wenn man dann als männlicher User auch mal Werbung für Damenbinden zu Gesicht beommt.
    Sie denken recht einfach.
    (Mann halt ;))
    Mir geht es nicht darum, ob mein Mann weiß, wo ich mich im Internet herumtreibe - und was die Kinder anbelangt, da weiß ich recht gut, wie ich die altersgemäß vor nicht angepassten Internet-Inhalten schütze.

    Es geht auch nicht darum, dass Psychologen, Marktanalysten, Statistiker mit den Daten eines Menschen allein zwar etwas anfangen können, aber nicht allzuviel (Psychologen in dem Fall mehr als die anderen), mit Millionen Daten aber schon.

    Denken sie nur mal an Schufa - die können Ihren Kreditantrag schon versauen, weil sie in der falschen Wohngegend leben (ok, etwas platt, aber Sie verstehen sicherlich, was ich meine).

    Aber selbst wenn man das alles beiseite lässt, Google weiß halt NICHT was ich wirklich suche und gibt mir nur, was Google meint, was ich auf Grund meines vorherigen Internetverhaltens suchen SOLLTE.

    Ich benutze Google nicht mehr, sondern eine Suchmaschine, die mir anonym Google Ergebnisse gibt.

    Und siehe da: Seit dem bekomme ich sehr viel genauere und bessere Suchergebnisse (und keine Werbung). Jetzt geht es nämlich nur noch um meine Suchanfrage, nicht mehr um mich. Vorher habe ich mich des öfteren gefragt, was ich eigentlich eingeben muss, um nicht jede dämliche SEO Optimierung für ein Verkaufsprodukt auf den ersten 100 Seiten zu bekommen, obwohl ich eigentlich nur Informationen über eine Holzart, dessen Eigenschaften und Verwendung gesucht habe.
  7. #226

    Zitat von x.adama Beitrag anzeigen
    Diese Sorge ist eben absolut unbegründet in einer Demokratie wo jeder Datenmissbrauch sofort zu einem Skandal führt und zur Entlassung von verantwortlichen Mitarbeitern.
    Naja, mag ja sein, dass dies in einer lupenreinen Demokratie so wäre. Und in einer Gesellschaft, in der die Verantwortlichen ebenso lupenrein sind. Wir aber leben nicht in einer solchen Gesellschaft oder Demokratie.

    Wir leben in Ländern, die einem andern problemlos und ohne mit der Wimper zu zucken, sämtliche Bankdaten der gesamten Bevölkerung übermittelt. Einfach, weil das andere Land dies so wünscht. Zur Terrorbekämpfung. Wir leben also in Ländern, die ihre Bürger in allererster Linie als potentielle Terroristen betrachten und so auch behandeln. Der Datentransfer ist da ja nur ein Beispiel.

    Und schauen Sie sich nur mal die deutsche Vergangenheit der letzten 12 Monate an: Verantwortliche Mitarbeiter werden eben bei Fehlverhalten nicht einfach entlassen. Sie werden geschützt, so lange es geht. Sie werden be- und gefördert. Und sie glauben ernsthaft, dass wäre bei Datenmissbrauch anders?
  8. #227

    Zitat von topas Beitrag anzeigen
    Oder woher sollen beispielsweise die Redakteure, Infrastruktur, Rechenzentrum... von Spiegel bezahlt werden, wenn alle User die Werbung ausblenden würden? Wäre es besser, wenn du auf Spiegel, Stern, Heise, Golem... halt auf jedem Portal wo man Informationen herbezieht Mitgliedschaften einrichten & gezahlt werden müssten?
    Was hat dies und das Argument von privaten Webseiten mit Google's Sammel- und Datenverkaufswut zu tun? Sie werfen hier zwei Werbungsaspekte und Ansätze durcheinander.

    Werbung, die dazu dient, eine Webseite (meine z.B. zu finanzieren) - wird, zumindest bei seriösen Seiten nicht nach Google Kriterien ausgewählt.

    Ich habe z.B. ausschließlich Werbung, die zum Angebot meiner Webseite passt. Meine User haben einen Grund zu meiner Webseite zu kommen (wo alle Inhalte kostenfrei sind). Und diesen Grund nutze ich, um damit die Webseite zu finanzieren, in dem pro Session jeder User einmal einen Werbebanner sieht. Ob er den nun anklickt oder nicht, ist mir wurscht. Seine Anwesenheit reicht schon. Diese Werbung ist aber nicht auf den einzelnen User bezogen, sondern auf die Interessentengruppe.

    Bei Spon oder anderen Seiten wird, ähnlich wie im Magazin/in der Zeitung, ebenfalls Werbung eingeblendet, die der Zielgruppe der Leser entspricht.

    Bei Google aber erhalten Sie Werbung, die ihrem persönlichen Internetverhalten entspricht. Seiten, die sie besuchen, Bilder die sich sich ansehen, Suchbegriffe, die sie eingegeben haben. All das wird analysiert und dementsprechend werden Sie mit Werbung zugeklatscht und dementsprechend sind auch ihre Suchergebnisse.

    Sie erhalten überhaupt keine neutralen Suchergebnisse mehr.

    Das werden Sie übrigens ganz schnell feststellen, wenn Sie mal eine Suchmaschine benutzen, die Sie anonymisiert. Ihre Suchergebnisse sind anders. Informativer. Direkter.
  9. #228

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Google sammelt mehr Daten über Internetnutzer als jedes andere Unternehmen. Ab sofort werden Suchergebnisse sogar "personalisiert", wenn man dem weder zugestimmt noch sich eingeloggt hat. Cookies, Surfprotokolle, Flash-Dateien - mit welchen Werkzeugen und Erweiterungen schützen Sie sich im Web vor Datensammlern?
    In dem man zur Netzwerke wechsel welche keine Daten Speicherung machen. Schauen Sie mal in Yor5, demnächst.
  10. #229

    so mache ich das

    ich benutze Firefox als Browser, als addons dann better privacy und noscript. diese beiden tools verhindern popups, löschen cookies und statistische Datenerfassung wird fast ausgeblendet. diese tools filtern schon eine ganze menge, aber nicht alles. eine website muss sich finanzieren und wenn ich hier bin, muss das Script von spiegel.de logischerweise erlaubt sein, denn oben das Emblem mit Spiegel drauf - das ist Werbung für den Spiegel oder täusche ich mich da?
    mensch muss sich das technisch klarmachen. die Scripte, die mitgeschickt werden, die forschen uns aus. googlesyndication.com, google-analytics.com und doubleclick.com sind die Hauptforschungstools bei Google, die laufen aber fast überall mit, ob es Verkaufsportale oder Foren sind.
    Und die stecken Alle zusammen, ob das nun Amazon, OBI ober EBay ist, die haben sich mit Google arangiert und nutzen deren Datenschätze und fügen neue eigene hinzu. äusserst Effektiv wie ich finde.
    Viele werden sagen: NoScript ist anstrengend und gewöhnungsbedrüftig - ich sage: es lohnt sich, gerade bei netzintensiven Menschen.