Streit um R1234yf: Kältemittel verursacht Brand bei Crashtest

REUTERSWie gefährlich ist das Kältemittel R1234yf? Mercedes weigert sich aus Sicherheitsgründen, die Substanz in seinen Fahrzeugen einzusetzen. Bei Crashtests des Kraftfahrt-Bundesamtes entzündete sich die Flüssigkeit tatsächlich - dennoch besteht angeblich "keine ernsthafte Gefahr".

http://www.spiegel.de/auto/aktuell/k...-a-915567.html
  1. #1

    Daimler

    Jawohl, so wünsche ich es mir. Man muss nicht alles von der EU unreflektiert übernehmen. Gerade Kühlmittel laufen bei Unfällen gerne aus. Das liegt an der exponierten Lage der Kühler. Auch wenn das Kühlmittel bei dem vom KBA vorgeschriebene Versuchsaufbau besteht, heißt das noch lange nicht, dass es sicher ist.
  2. #2

    Ach wie gut das unfälle nur unter Testbedingungen passieren- dank der EU werden die Straßen also sicherer. Da schimpf nochmal jemand über die Logik in Brüssel!
  3. #3

    Jein ist feige

    Wie muss man das jetzt interpretieren? Die gesetzlichen Bestimmungen sind eingehalten aber dennoch könnte es passieren, dass ein Autofahrer wegen des Kühlmittels "abfackelt"?

    D.h. doch es gibt ein erhöhtes Risiko. Und solange das keiner einschätzen kann, sollte man lieber bei dem alten Kühlmittel bleiben.
  4. #4

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wie gefährlich ist das Kältemittel R1234yf? Mercedes weigert sich aus Sicherheitsgründen, die Substanz in seinen Fahrzeugen einzusetzen. Bei Crashtests des Kraftfahrt-Bundesamtes entzündete sich die Flüssigkeit tatsächlich - dennoch besteht angeblich "keine ernsthafte Gefahr".

    Kältemittelstreit: KBA hält R1234yf tendenziell für schlecht - SPIEGEL ONLINE
    Mal wieder ein Kampf der Bürokratie gegen den gesunden Menschenverstand...
    Das Mittel entzündet sich zwar erst unter verschärften Bedingungen, die Sicherheit der Fahrzeuge wird aber nun offiziell tendenziell schlechter - so lange reale Unfälle nicht nach Bundesdeutschen Normen ablaufen ist es vollkommen hirnrissig den Einsatz des neuen Mittels zu befürworten. Selbst wenn derartige Schadensfälle nur einmal unter Millionen von Verkehrsunfällen auftreten so ist das Schadenspotential von HF derart groß dass man von schwersten Verletzungen ausgehen kann.
    Und selbst wenn es "nur" 2-3 Leute sind die die nächsten Jahre bei "nicht normgerechten Unfällen" so sterben - Sie können es wenigstens in dem Gewissen tun dass es dafür KEINEN Grund und Not gab...
    Schwachsinn
  5. #5

    Der Fluch der Norm

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    "... Die schärferen Bedingungen ergaben sich laut KBA zum einen durch höhere Aufprallgeschwindigkeiten als bei gesetzlich vorgeschriebenen Tests als auch unter der Annahme, dass die Kältemittelleitungen durch einen Alterungsprozess instabiler werden können. ..."
    Hier ist jetzt die große Stunde der formalistischen Sachverhaltsverdreher gekommen. Bei Normbedingungen passiert also nichts. Schön. Und wenn das Auto älter als die Norm ist und schneller unterwegs bzw. ein Irrer mit hoher Geschwindigkeit frontal reinrast und somit eine sehr hohe Relativgeschwindigkeit vorliegt? Kein Problem? Man kann hier wirklich den Mercedes-Leuten nur zu ihrer Standhaftigkeit wider den Bürokraten-Irrsinn gratulieren. Es muss doch das "fail safe"-Prinzip angewendet werden: wenn unter in der Realität möglichen Unfallbedingungen das Kältemittel Feuer fangen kann, ist es als "feuergefährlich" einzustufen, Punkt! Sonst muss man die Zulassung des Autos auch auf Normalterung und Normgeschwindigkeit begrenzen, denn darüber hinaus ist ja keine sichere Aussage möglich!
  6. #6

    Warum verlangt Mercedes...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wie gefährlich ist das Kältemittel R1234yf? Mercedes weigert sich aus Sicherheitsgründen, die Substanz in seinen Fahrzeugen einzusetzen. Bei Crashtests des Kraftfahrt-Bundesamtes entzündete sich die Flüssigkeit tatsächlich - dennoch besteht angeblich "keine ernsthafte Gefahr".

    Kältemittelstreit: KBA hält R1234yf tendenziell für schlecht - SPIEGEL ONLINE
    ...nicht einfach eine Bestätigung der EU, dass, wenn Mercedes in USA wegen eines Feuers nach einem Crash, das auf der Nutzung des Kältemittels basiert, die EU die Strafe übernimmt. Und wenn nach etlichen Vorfällen die Kraftfahrzeugbehörde der USA eine Rückrufaktion verlangt,dass das ebenfalls von der EU bezahlt wird???
  7. #7

    Wenn´s ums Auto geht, stehen Umweltschutzmassnahmen, auch sinnlose, nunmal aus populistischen Gründen ganz vorn. Das hier scheint mal wieder so ein Fall zu sein.

    Ist wie mit dem DPF (Dieselpartikelfilter), der Schadstoffe aus den Abgasen filtert. Nette Idee, die Realität bedeutet aber vor allem spürbaren Mehrverbrauch und erhöhten Wartungsbedarf, sowie höhere Anschaffungs- und Reparaturkosten. Da reiben sich die Lobbyisten der Ölindustrie und Werkstattbranche die Hände!
  8. #8

    Supi, erhöhte Sicherheit verboten

    Also das Kühlmittel erfüllt die Sicherheitsanforderungen der EU, aber nicht die von Mercedes. Damit die anderen Hersteller dann nicht schlechter dastehen als Mercedes, soll Mercedes gezwungen werden das unsichere Mittel zu benutzen? Was ist wichtiger im Auto? Die Sicherheit oder das Klima? Wenn es das Klima sein sollte, dann ist die Lösung einfach: Keine Klimaanlage. Oder noch einfacher: Kein Auto. Warum soll so ein blöder Kompromiss aufgezwungen werden?
  9. #9

    Risiken in Tunnelröhren

    Wie ist es möglich, dass Mittel überhaupt zugelassen werden, die bei einem Brand Flusssäure freisetzen sollen? Was ist bei einem Tunnelbrand?