Handgemachte Holzkohle: Arbeiten auf dem Scheiterhaufen

Peter IlgJuristerei? Das war nichts für ihn. Georg Wengert entschied sich für das harte Handwerk, das schon sein Ur-Ur-Ur-Opa ausübte: Als Köhler stellt er Holzkohle her - in Mini-Vulkanen, mit Holz, Erde, Heu und Feuer. Die handgemachte Kohle kauft vor allem die Industrie.

http://www.spiegel.de/karriere/beruf...-a-914469.html
  1. #1

    Es soll ja Firmen geben...

    die bestimmten Biomüll, den man sonst schwer loswerden bzw. kompostieren kann, zu Biokohle machen wollen, zum Einen als Bodenverbesserer zum Anderen um mit CO2-Zertifikate zu handeln, da das CO2 aus dem verkohlten Biomüll nicht mer in die Luft gelangt.
  2. #2

    Warum Industrie?

    Eins wundert mich: Gute Holzkohle ist selten geworden, und meines Erachtens schmeckt ein Steak oder eine Bratwurst über guter Holzkohle wesentlich besser. Warum verkauft dieser Köhler nicht mehr an Privatleute, die ihren Gartengrill nutzen?
  3. #3

    Zitat von Olaf53 Beitrag anzeigen
    Warum verkauft dieser Köhler nicht mehr an Privatleute, die ihren Gartengrill nutzen?
    20 Eur für 8kg? Wenn im Baumarkt 10kg für 6 Eur zu haben sind? Das ist zwar billigster Dreck aus Tropenhölzern, der entweder nicht angeht oder keine Hitze bringt, aber das sehen die Leute ja nicht.

    Kurz: Weil die Leute harte Arbeit und gute Ware nicht zu schätzen wissen und nicht zu bezahlen bereit sind.
  4. #4

    Warum Privat?

    Auch den ersten Blick scheint es lukrativer zu sein an Privatleute zu verkaufen, doch ich bezweifle, dass er so die Mengen absetzen kann, die er produziert, um seinen Lebensunterhalt zu bestreiten. Und die meisten Privaten nehmen ihre Holzkohle doch im Supermarkt mit.
  5. #5

    optional

    OHJE! Fassen wir mal zusammen:
    der Mann arbeitet in seinem Beruf gerne, kann davon offensichtlich leben, fackelt beruflich Holz ab und damit wird auch noch wehrloses totes Fleisch zum Verzehr gebracht.....Wann schreit der erste hier nach dem Staatsanwalt????
  6. #6

    Gefahr

    Zitat von hansmaus Beitrag anzeigen
    OHJE! Fassen wir mal zusammen:
    der Mann arbeitet in seinem Beruf gerne, kann davon offensichtlich leben, fackelt beruflich Holz ab und damit wird auch noch wehrloses totes Fleisch zum Verzehr gebracht.....Wann schreit der erste hier nach dem Staatsanwalt????
    Daran habe ich auch gleich gedacht. Genauer: dass die Grünen bestimmt die Köhlerei bestimmt verbieten von wegen Ozonschicht /CO2. Wir sind ja schließlich in Deutschland!
  7. #7

    Darum ist Deutschland kahl

    Zumindest in einigen Bundesländern. Beginnend im Mittelalter, wurden riesige Waldgebiete in Meilern kontrolliert zu Kohle verbrannt. So stolz so mancher Köhler auf sein heutzutage kurioses Handwerk sein mag - aus ökologischer Sicht birgt dieser glücklicherweise antiquierte Beruf einen ziemlichen Schrecken aus.
  8. #8

    die Berge der Ostalb wurden in den letzten 200 Jahren

    Zitat von Pango Beitrag anzeigen
    Zumindest in einigen Bundesländern. Beginnend im Mittelalter, wurden riesige Waldgebiete in Meilern kontrolliert zu Kohle verbrannt. So stolz so mancher Köhler auf sein heutzutage kurioses Handwerk sein mag - aus ökologischer Sicht birgt dieser glücklicherweise antiquierte Beruf einen ziemlichen Schrecken aus.
    systematisch mit Buchen aufgeforstet. Es gibt dort soviel Buchenholz, dass mit Sicherheit der Wald nicht leidet. Auch in der Holzbewirtschaftung sind Schwaben eben nachhaltig und sparsam.

    Ein netter Seiteneffekt der Buchenwälder: 1945, als alles knapp war und ausser Schweineschmalz kein Speisefett zu kaufen war, haben wir Kinder auf der Ostalb Bucheckern, auf Schwäbisch Buchele, gesammelt. Im Gegensatz zu den Eichelen sind die Buchelen ölhaltig. Es lässt sich daraus ein feines Speiseöl gewinnen. Meine ersten Pfannkuchen wurden darin gebraten, die besten, die ich je in meinem Leben gegessen habe.
  9. #9

    2 Sachen:

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Juristerei? Das war nichts für ihn. Georg Wengert entschied sich für das harte Handwerk, das schon sein Ur-Ur-Ur-Opa ausübte: Als Köhler stellt er Holzkohle her - in Mini-Vulkanen, mit Holz, Erde, Heu und Feuer. Die handgemachte Kohle kauft vor allem die Industrie.

    Kurioser Beruf: Köhler stellt Holzkohle von Hand her - SPIEGEL ONLINE
    erstens kann man Holzkohle aus Schwellenlaendern wir Mexiko billig importieren und zweitens wird bei der Koehlerei unglaublich viel Rauch produziert. Da muss man kilometerweit rausgehen, um nicht Anwohner zu belaestigen.