Entlassung aus Psychiatrie: Mollath kritisiert Justizministerin Merk

Getty ImagesDer Fall Gustl Mollath wird neu aufgerollt - und der 56-Jährige will sich in dem Prozess vollständig rehabilitieren. Im Interview mit der "Süddeutschen Zeitung" übt er scharfe Kritik an Bayerns Justizministerin Merk. Die Psychiatrie-Kliniken nennt er einen de facto rechtsfreien Raum.

Gustl Mollath kritisiert Bayern Justizministerin Beate Merk - SPIEGEL ONLINE
  1. #1

    Noch am 9. November sagte Frau Merk:

    "Herr Mollath ist ein Mann, ist gemein*gefähr*lich und sitzt zu Recht in der Klapse."

    Geändert hat sie ihre Meinung erst als der öffentliche Druck so hoch wurde, daß ihr Chef Seehofer sie im Kabinett zurechtwies. Die nahende Bayern-Wahl dürfte auch mit zu ihrem Sinneswandel beigetragen haben.

    Um es mal abgewandelt zu sagen:
    "Frau Merk ist eine Frau, ist untragbar und gehört zu Recht dringend ihres Postens enthoben."
  2. #2

    Von Anfang an...

    ...durchsichtig. Ich habe -bis au den Fall Mollath- noch NIE gehört, dass jemand in die Psychiatrie eingewiesen wird, weil er Reifen zerstochen hat und/oder eiknmal gewalttätig wurde - beides Vorwürfe, die Herr Mollath überdies ja bis heute bestreitet. Ich kenne im Gegenteil eine ganze Reihe von Menschen, die wegen nachgewiesener fortlaufender Straftaten dringend stationäre Therapie brauchen, aber sie nicht bekommen. Juristisch sind sie nicht zu belangen, da ganz offensichtlich gestört. Dennoch fühlt sich keiner für sie zustänsdig. Wie anders doch im Fall Mollath! Da überschlugen sich förmlich die Gutachter, in seiner Abwesenheit Expertisen zu fertigen, die ihn dann -geplant wohl lebenslang- "entschärfen", sollten, auf deutsch: ab in die Klappse - da kommt er nie wieder raus. Wäre ja auch fast gelungen. Das aleine spricht schon dafür, dass hier eine Riesensauerei abgelaufen ist. Ich kann nur hoffen, dass er eine hohe Entschädigung erhält - und dass seine Ex-Frau, allen voran aber die "Gutachter" und beteiligten Richter Gefängnisstrafen erhalten. Was eigentlich noch zu milde ist, denn diese sind ja begrenzt. Mollath aber hat damit rechnen müssen, nie wieder in Freiheit zu kommen.
  3. #3

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Fall Gustl Mollath wird neu aufgerollt - und der 56-Jährige will sich in dem Prozess vollständig rehabilitieren. Im Interview mit der "Süddeutschen Zeitung" übt er scharfe Kritik an Bayerns Justizministerin Merk. Die Psychiatrie-Kliniken nennt er einen de facto rechtsfreien Raum.

    Gustl Mollath kritisiert Bayern Justizministerin Beate Merk - SPIEGEL ONLINE
    Hätte Mollath die Therapien bzw. Medikamente der Ärzte genommen, wäre er heute mit Sicherheit psychisch krank und gebrochen. Viel Kraft und Erfolg für den Prozess.
  4. #4

    CDU & CSU haben ihre grosse christennummer total verspielt

    der fall mollath offenbaft, dass diese parteien und ihre repraesentanten eine nur sehr eingegrenzte wahrnehmung dr christlichen werten haben, wenn es darum geht diese menschennahe zu praktizieren.
    die deutsche justiz mit ihrer schrecklichen vergangenheit muss dringend reformiert werden. deutsche irrenhaueser muessen auf den prufstand, es muss untersucht werden wieviel tausend mehr unbequeme mollaths dort gehaltten werden.
  5. #5

    Richtig so, Herr Mollath!

    Helfen Sie, die Schweineställe in Bayern auszumisten und vor allen den grössten, die CSU. Ich frage mich auch bereits seit längerer Zeit, was das für Psychiater sein müssen die mithelfen, einen offensichtlich gesunden Menschen eingesperrt zu halten. Haben diese weder Ehre noch Gewissen?
  6. #6

    Warum machen die zahlreichen Schreihälse, die derzeit in den Kommentarspalten ihrer Empörung (und meist auch ihrer Ahnungslosigkeit) freien Lauf lassen, nicht ernst und kontrollieren die Justiz? Es gibt jeden Tag hunderte Strafverfahren an deutschen Gerichten und nahezu alle sind öffentlich. In den meisten Verhandlungen, an denen ich als Staatsanwalt teilnehme, ist aber nicht ein Zuschauer anwesend. Fast niemanden scheint es zu interessieren, auf welche Art und Weise Menschen verurteilt werden. Und das gilt auch für Verfahren bei denen es für die Angeklagten um Freiheitsstrafen oder die Unterbringung im Maßregelvollzug geht. Warum sehe ich diejenigen, die der Justiz kollektives Versagen vorwerfen, und die lustvoll und wohlig schaudernd vom heimischen Sofa aus ihre Ansicht verbreiten, dass es noch mehr Mollaths gibt, nicht in den Gerichtssälen sitzen und der Justiz auf die Finger schauen? Motzen kann jeder, insbesondere wenn es keine Mühe kostet. Aber mal den A.... hochkriegen, sich selbst eine Verhandlung anschauen und, insbesondere wenn es nicht korrekt läuft, darüber in einem Blog oder Forum zu schreiben, das scheint zuviel verlangt.
  7. #7

    Eiskalt und ohne Emphathie

    Zitat von rainbowman1 Beitrag anzeigen
    Noch am 9. November sagte Frau Merk:

    "Herr Mollath ist ein Mann, ist gemein*gefähr*lich und sitzt zu Recht in der Klapse."

    Geändert hat sie ihre Meinung erst als der öffentliche Druck so hoch wurde, daß ihr Chef Seehofer sie im Kabinett zurechtwies. Die nahende Bayern-Wahl dürfte auch mit zu ihrem Sinneswandel beigetragen haben.

    Um es mal abgewandelt zu sagen:
    "Frau Merk ist eine Frau, ist untragbar und gehört zu Recht dringend ihres Postens enthoben."
    Die Affaire Mollath ist ein Beispiel dafür, was Menschen mit abnormer Persönlichkeit in hohen Ämtern anrichten können. Sie vernichten ohne mit der Wimper zu zucken Menschen und habe auch noch Freude daran. Sie selbst landen höchst selten in der Psychiatrie.
  8. #8

    Parallelen zu Misshandlungen in Kinderheimen?

    Ich ahne schon, was da hoch kommt; aber bis dahin haben die alle Untersuchungs-Unterlagen vernichtet. Keine Leichen im Keller. Bin gespannt wie sich die Ärzte und Psychos herausreden werden.
  9. #9

    Gedeih und Verderb

    Dass man auf Gedeih und Verderb den Ärzten und den Schwestern ausgeliefert ist , kann ich aus eigener Erfahrung nur bestätigen. Ich würde jedem , der freiwillig oder zwangsweise in dei Psychiatrie kommt raten , sich sofort einen Rechtsanwalt zu nehmen , der seine Interessen vertritt. "Einer fliegt über das Kuckucksnest" lässt grüßen.