Neue Cannabis-Fibel: Lieber druff als Suff

Sebastian MarincoloEin neues Marihuana-Buch will die Ehre der uralten Nutzpflanze retten. Mit guten Argumenten erklärt der Autor, warum das jetzige Verbot großer Unsinn ist. Und auch, wer es angezettelt hat: ein Ex-Alkoholfahnder aus Amerika, der einfach Schauermärchen aus der Boulevardpresse übernahm.

Marihuana-Sachbuch "High" von Sebastian Marincolo - SPIEGEL ONLINE
  1. #1

    Tja...

    Angst und Volksverdummung sind eine beliebte Strategie aller "Herrschenden".
    Der Gesundheitsminister gibt bekannt,dass Cannabis gefährlich und gesundheitsschädlich ist,das reicht für breite Teile der Bevölkerung,genauso wie der Erklärungsversuch der USA-Spionage,es diene nur zu unserer Sicherheit...
    Fakt ist,daß man nicht an einer Cannabisvergiftung sterben kann,im Gegensatz zu Alkohol oder anderer berauschender Stoffe...
    Fakt ist,daß Cannabis ein anerkanntes Schmerzmittel ist usw.,es gäbe da noch wahrscheinlich tausend anderer Gründe,diese Gesundheitsvollverarsche zu entkräften.
    Fakt ist auch,daß alles, was übertrieben wird,sogar der Sport gesundheitsschädlich ist und körperliche Schäden mit sich bringen kann,ausser natürlich.....CANNABIS....,gut die psych. Schäden,die es bei einer geringen Zahl von Konsumenten geben kann,will ich nicht unter den Tisch kehren.
    Alles in Maßen ist jedoch vertretbar und das Totschlagsargument von gefährdeten Jugendlichen ist doch auch mehr als lächerlich,erstens sollten sie bis zu einem gewissen Alter nicht unbedingt mit C. in Kontakt kommen und zweitens redet niemand über Alkoholvergiftungen und das zuschmeißen mit Ritalin...
    Aber,das Volk will ja verarscht werden damit alte Vorurteile gegen jeder baren Vernunft auch weiterhin Bestand haben....
  2. #2

    Was

    nützen einem die rationalsten Argumente, wenn das versoffene Volk, feige Polizei und demagogische Politiker nicht so einfach auf die bequemste "Opfergruppe" verzichten wollen, die sich so schön friedfertig verhaften und einknasten lassen.
    Ferner ist die fiskalische Unkontrollierbarkeit - also bei der Steuererhebung - ein Grund für den Staat, möglichst lange auf Alkohol als arme Leutedroge zu setzen. Hanf kann fast jeder Depp, der nicht gerade eine schwarzen Daumen hat, selbst anbauen....
  3. #3

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Vor dem US-Kongress erzählte er blühenden Unsinn: "Marihuana ist eine Suchtdroge, die bei Gebrauch zu Wahnsinn, Kriminalität und Tod führt. Rauchen Sie einen Joint, werden Sie wahrscheinlich Ihren Bruder töten. Marihuana ist diejenige Droge in der Geschichte der Menschheit, die am meisten Gewalt verursacht."

    Marihuana-Sachbuch "High" von Sebastian Marincolo - SPIEGEL ONLINE
    wie es scheint hat die Erfindung alternativer Realitäten eine lange Tradition in den USA :-)

    Hier in Tschechien ist der Eigenbedarf den man straffrei bei sich haben darf imho 3x so hoch wie in den Niederlanden und bis zu 5 Pflänzchen darf man auch ganz legal anpflanzen.
    Drogen sind hier mit Alkohol auf einer Stufe und die Regierung traut der Bevölkerung zu, dass sie damit auch verantwortungsvoll umgehen kann. Im Straßenverkehr sollte man sich damit aber nicht erwischen lassen, aber da gilt auch bei Alkohol 0 Promille. Und, Leute, glaubt es oder nicht. Wenn ich durch Prag gehe seh ich nicht mehr Betrunkene, oder Bekiffte als wenn ich durch Stuttgart gehe. Es scheint tatsächlich so zu sein, dass die Leute damit umgehen können auch ohne Verbote.
  4. #4

    Erster?

    Bin ich der Erste? :)

    Schoener Artikel. Ich hoffe es wird mehr und mehr Leuten klar, dass sie Opfer jahrelanger Propaganda sind die nichts mit der Realitaet zu tun haben. Ich sage nicht dass Grass harmlos ist, kein Rauschmittel wird das je sein, aber ein Verbot ist nicht gerechtfertigt. Jeder sollte ueber sich selbst bestimmen koennen. Wenn ich mein Leben mit Drogen wegschmeissen will, ist das meine Entscheidung.
  5. #5

    Krebs

    Es sollte, wer über Krebs schreibt, auch einmal in seinem Leben an ihm erkrankt sein.

    Hm.... irgendwie ist die Logik schief.
  6. #6

    Und Tabak?

    Das absurdeste Beispiel kenne ich aus einem Coffee-Shop in den Niederlanden. Dort darf ich Marihuana rauchen. Es ist mir jedoch verboten, die Droge mit Tabak zu strecken, obwohl das früher allgmein üblich war. So kenne ich das aus orientalischen Ländern, wo Haschisch in der Wasserpfeife geraucht wird, wenn die Polizei nicht gerade direkt dagegen vorgeht. 75% Tabak und 25% Haschisch gelten dort als normal.
  7. #7

    Uruguay

    geht als Beispiel voran. Ich hoffe, andere Laender werden folgen. Cannabis ist eine wundervolle Nutzpflanze, die auf Grund von total falschen Informationen, total verdammt wurde. Die Heuchelei in unserer Gesellschaft ist abstossnd.
  8. #8

    Die ...

    letale Dosis bei Cannabisgenuss liegt weit oberhalb der Kotzgrenze ... bei Fuselprodukten ist das durchaus nicht sicher.
  9. #9

    Unverantwortlich

    Mir ist es egal wenn Leute kiffen, allerdings ärgert mich die Sorglosigkeit mit der über das Risiko von schweren psychischen Schäden in Artikeln wie diesen hinweggegangen wird. Schwere Panikattacken und eine unter Umständen lebenslange Depersonalisationsstörung können die Folge eines einzigen Kontakts mit Cannabis sein. Wäre schön, wenn der Spiegel mal darüber schreiben würde - im Internet finden sich tausende Berichte darüber...