Irlands Kneipen in der Krise: Besucht die Pubs, solange es sie noch gibt

imagoDie Wirtschaftskrise bedroht Irlands gesellige Institution - an jedem zweiten Tag schließt irgendwo zwischen Sligo und Cork eine Kneipe. Damit seine Gäste weiterhin kommen, hat sich ein Wirt etwas einfallen lassen.

http://www.spiegel.de/reise/europa/p...-a-910274.html
  1. #1

    Faszinierend, ein ganzer Artikel über das langsame Sterben einer Kneipenkultur und kein einziger Satz über das irische Rauchverbot, was wohl mitverantwortlich sein dürfte.
  2. #2

    optional

    Und so zerstört die "Wirtschafts-"Krise Kulturgüter...
  3. #3

    Die Zeiten ändern sich ...

    früher lautete der kürzeste irische Witz:

    "Geht ein Ire am Pub vorbei"
  4. #4

    Eigenartig...

    Der Inhalt dieses Artikels steht irgendwie diametral zu den Aussagen der Tabakkontrolle am Deutschen Krebsforschungszentrum, dass in Irland durch das Rauchverbot Umsätze und Angestelltenzahlen in der Gastronomie steigen sollten.
    Die ganzen Nichtraucher könnten jetzt wirklich langsam kommen. Jetzt ist so wunderbar frische Luft in den Pubs und es geht trotzdem keiner hin.
  5. #5

    Viel viel unromantischer und schlimmer

    Seit ich auf der Insel ein (Ferien)Haus habe und dort öfter bin, in einer Gegend durch die die Touristen nur bestenfalls durchfahren bin ich auch mehr mit den locals zusammen und erfahre so manches.
    Die Situation ist schlimmer wie in dem rührenden Text geschildert, viel schlimmer. 4 Selbstmorde junger Leute in Kerry in drei Wochen - und das waren nur die, über die groß berichtet wurde. An jeder Klippe, Brücke und Kaimauer hängen Schilder "You are not allone! Call samaritians ...".
    Alte Leute leben in Häusern, die man hier bestenfalls als Ruine einstufen würde. Stütze von Staat gibt es maximal ein halbes Jahr, dann gibt es nix mehr, Null, nada, nothing...
    Gleichzeitig sind die Leute, so arm sie auch sein mögen, ungeheuer herzlich und freundlich - wenn sie einen mal akzeptiert haben. Als Touri erlebt man nur die "kommerzielle" Freundlichkeit, die einem Kunden entgegengebracht wird, die echte Freundlichkeit unterscheidet sich massiv davon.
    Bei uns im Dorf gibt es noch 3 Pubs, einen Tante Emma Laden, Tankstelle mit Postagentur und es gibt jemand, der sich sein Geld damit verdient, nachts die Leute aus dem Pub heim zu fahren...
  6. #6

    optional

    "Die irische Wirtschaft liegt am Boden, das Land steckt in einer der tiefsten Rezessionen seit Jahrzehnten. Der Staat spart auf Kosten der einfachen Leute, er erhöht die Steuern, kürzt bei den sozialen Leistungen."

    Diese Art der Konfliktbewältigung kommt mir bekannt vor.
  7. #7

    Kneipensterben...

    ... gibt es in Bayern auch, verursacht durch das von der bayerischen Staatsregierung durchgeprügelte Rauchverbot. Und das sage ich als Nichtraucher...
  8. #8

    Rauchverbot.....

    ...und die Folgen:
    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    an jedem zweiten Tag schließt irgendwo zwischen Sligo und Cork eine Kneipe.
    Pubsterben in Irland: Wie ein Wirt seinen Pub retten will - SPIEGEL ONLINE
  9. #9

    Wirtschaftskrise?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Wirtschaftskrise bedroht Irlands gesellige Institution - an jedem zweiten Tag schließt irgendwo zwischen Sligo und Cork eine Kneipe. [/url]
    Und ich dachte, das vorbildliche Nichtraucherschutzgesetz hat dazu geführt, daß nun die NR die Kneipen stürmen. Zumindest wurde das immer behauptet.