Hackertreffen OHM 2013: Keiner will beim Sponsor baden

SPIEGEL ONLINEEs ist ein Treffen auf der Wiese: Beim OHM 2013 kommt die europäische Hacker-Szene zusammen, um fünf Tage lang zu programmieren, zu basteln und zu diskutieren. Dass im Vorfeld die Teilnahme eines Sponsors diskutiert wurde, scheint vergessen - man hat besseres zu tun.

http://www.spiegel.de/netzwelt/web/h...-a-914116.html
  1. #1

    das ist vor allen Dingen ein deutsches Thema

    Komisch ist das: Alles soll in Deutschland geregelt sein, alles soll der Staat machen
    Betreuung, Fahrregeln, finanzielle Unterstützung, sogar bei der Geschäftspolitik der Telekom soll sich der Staat einmischen wenns dann billig DSL gibt (Ausbaukosten schenkt man der Tcom).
    Der Deutsche will aber gleichzeitig nicht das der Staat sich einmischt und misstaut seinen Sicherheitsbehörden. Das Misstrauen sicher teils zu recht aber ohne konstruktives Miteinander um es besser zu machen.
    Dazu können Deutsche offensichtlich nicht wirtschaftlich denken.
    Die Hollander sind jedenfalls stolz auf Ihe Sicherheitsbehörden und auch zu recht auf fas Gemeinwesen und die Infrastruktur. .
    Da sind die uns nämlich um Längen voraus..

    Dajer nehmen die Hollandischen Hacker das Geld von einer Firma und die Firmenmitarbeiter richten sogar in ihrer Freizeit den Kongress aus.
    Ja das ginge in Deutschland sicher nicht, soweit sind wir ja dann doch noch nicht :(
  2. #2

    Wenn das innenministerium die rechnung bezahlt

    "Das verträgt sich nicht mit der Hackerethik, die auch der CCC vertritt: Hacken im Auftrag von Behörden und Geheimdiensten kommt offiziell nicht in Frage."

    Auch CCC-Mitglieder nehmen Aufträge von Polizeibehörden an, oder? Ich erinnere mich an den "Sicherheitberater", der stolzer CCCler ist und das Innenministerium von NRW berät, bzw. beraten hat, als es um die Sicherheit deren Netzwerke ging.
  3. #3

    optional

    Was bringt die beste Verschlüsselung, wenn der Zuhörer schon im Betriebssystem sitzt und schon alle Daten VOR der Verschlüsselung abgreifen kann?
  4. #4

    Zitat von ibotob Beitrag anzeigen
    Was bringt die beste Verschlüsselung, wenn der Zuhörer schon im Betriebssystem sitzt und schon alle Daten VOR der Verschlüsselung abgreifen kann?
    Zu diesem Wandel gehört natürlich auch die Benutzung eines Betriebsystems wie Linux oder BSD.
  5. #5

    optional

    @bayliner: Klar, den Gedanken hatte ich auch. Aber wieso sollte man sicher sein können, dass da kein Geheimdienst seine Finger im Spiel hat?
    Kann man sich zmdst. weitestgehend sicher sein, dass der Community Programmcode, der in diese Richtung deutet, auffällt? (Das ist keine rhetorische Frage!)
  6. #6

    Linux unterwandert???

    Zitat von ibotob Beitrag anzeigen
    Was bringt die beste Verschlüsselung, wenn der Zuhörer schon im Betriebssystem sitzt und schon alle Daten VOR der Verschlüsselung abgreifen kann?
    Echt, tut er das? Linus Torvalds ist zwar (leider, muß man mittlerweilen sagen) Amerikaner geworden, aber alles was er in Linux reinläßt wird doch von mehreren fähigen Leuten (oft kontrovers) diskutiert. Außerdem ist der komplette Quelltext offen, samt Historie, so daß man immer wieder alles prüfen kann. Müßte schon schwer erkennbarer Kode sein, damit das lange niemandem auffällt.

    Oder meinten Sie, daß die Intelligenz dafür schon in der Netzwerkkarte eingebaut ist? Dagegen könnte zwar auch ein offenes System nix ausrichten, aber was da ankommt ist ja schon verschlüsselt.

    Oder nutzen Sie am Ende faules Obst oder sonstige versperrte amerikanische Produkte? Noch hat sich UEFI nicht soweit durchgesetzt, daß Alternativen unmöglich werden können. Der Besitzer des einzigen Generalschlüssels zu allen zukünftigen PCs, Microsoft, kann es sich bislang nicht leisten, die Konkurrenz auszusperren. Da die sich gerade diskreditiert haben, gibt es hoffentlich einen mächtigen Ruck, damit die auch zukünftig nicht die Herrschaft über alle PCs an sich reißen können!
  7. #7

    Zitat von daniel.pfeiffer Beitrag anzeigen
    Echt, tut er das? Linus Torvalds ist zwar (leider, muß man mittlerweilen sagen) Amerikaner geworden, aber alles was er in Linux reinläßt wird doch von mehreren fähigen Leuten (oft kontrovers) diskutiert. Außerdem ist der komplette Quelltext offen, samt Historie, so daß man immer wieder alles prüfen kann. Müßte schon schwer erkennbarer Kode sein, damit das lange niemandem auffällt.

    Oder meinten Sie, daß die Intelligenz dafür schon in der Netzwerkkarte eingebaut ist? Dagegen könnte zwar auch ein offenes System nix ausrichten, aber was da ankommt ist ja schon verschlüsselt.

    Oder nutzen Sie am Ende faules Obst oder sonstige versperrte amerikanische Produkte? Noch hat sich UEFI nicht soweit durchgesetzt, daß Alternativen unmöglich werden können. Der Besitzer des einzigen Generalschlüssels zu allen zukünftigen PCs, Microsoft, kann es sich bislang nicht leisten, die Konkurrenz auszusperren. Da die sich gerade diskreditiert haben, gibt es hoffentlich einen mächtigen Ruck, damit die auch zukünftig nicht die Herrschaft über alle PCs an sich reißen können!
    Gilt das dann für alle Linux-Distributionen? (Die Frage bezieht sich jetzt vorrangig auf das imho für die Allgemeinheit am ehesten passende Ubuntu)
    Und warum wird eigentlich überall von Verschlüsselung gesprochen, aber nie auf die eigentlich notwendige Benutzung von Open-Source Betriebssystemen hingewiesen?

    Und wegen der in Hardware verbauter Möglichkeiten zur Ausspähung: Das die Geheimdienste viele Teile der digitalen Kommunikation abschöpfen war ja nun wirklich nicht so eine riesen Überraschung, aber diese ganzen Enthüllungen haben mittlerweile ein Ausmaß angenommen, das mich kein mögliches Szenario mehr ausschließen lässt.

    Und ja, ich bin leider Windows-Benutzer. Was aber nichts mit Gemütlichkeit zu tun hat, sondern mit Software, für die es für Linux leider keine Alternativen gibt.