ADHS: Hamburger Kinder bekommen am meisten Methylphenidat

DPATrauriger erster Platz für Hamburgs Schulkinder: Im Bundesvergleich schlucken sie am meisten Medikamente gegen das Zappelphilipp-Syndrom ADHS, so der Verband der Ersatzkassen. Rheinland-Pfalz und Bremen belegen Platz zwei und drei. Kritiker beobachten die Entwicklung mit Unbehagen.

http://www.spiegel.de/gesundheit/dia...-a-914125.html
  1. #1

    Btm

    Die Kinder werden mit Drogen vollgepumt, in einigen wenigen Ausnahmen ist das hilfreich über längere Zeit. Der Speed oder Amphetamin fällt immerhin unter das BtmG und macht schnell süchtig und auch in engen Grenzen körperlich abhängig, allerdings bei weitem nicht so wie zb. Heroin. Das Problematischste dürften die Psychischen Nebenwirkungen sein wie sie auch bei längerfristigen Gebrauch von Kokain auftreten. Wollen wir Das?. Ich kann es verstehen wenn Eltern nicht mehr weiter-wissen und die ganze Familie auseinandergerissen wird, allerdings wird diese Droge viel zu oft verschrieben und Entzugserscheinungen und Psychosen in Kauf genommen um seine Ruhe zu haben.
  2. #2

    einfach Zucker und Zusatzstoffe in der Ernährung streichen...

    ...aber das würde ja bedeuten, selbst das Essen für die Kinder zuzubereiten, mal Brot selbst zu backen (statt das Industriebrot, welches ja so lange frisch erscheint).

    Woher soll man/frau auch die Zeit nehmen, wenn Fratzenbuch, das Telefon (man ist ja immer erreichbar) und das Internet sooo viel wichtiger sind.
  3. #3

    Ursache und Wirkung

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Trauriger erster Platz für Hamburgs Schulkinder: Im Bundesvergleich schlucken sie am meisten Medikamente gegen das Zappelphilipp-Syndrom ADHS, so der Verband der Ersatzkassen. Rheinland-Pfalz und Bremen belegen Platz zwei und drei. Kritiker beobachten die Entwicklung mit Unbehagen.

    ADHS: Hamburger Kinder bekommen am meisten Methylphenidat - SPIEGEL ONLINE
    Ok, es werden zunehmend immer mehr Dosen Methylphenidat verschrieben und immer öfter ADHS diagnostiziert.
    Aber warum?

    Sind die Kinder wirklich Zappeliger und unruhiger?
    Dann sollte man nach den Ursachen forschen; mit Hoch-/Nachdruck!!

    Reagiert die Gesellschaft empfindlicher auf Kinder und will sie ruhigstellen oder dass sie besser "funktionieren"?

    Läßt sich ADHS heute besser diagnostizieren als vor 30-40 Jahren und war immer schon präsent aber unerkannt?

    Die Kinder mit Drogen zu sedieren kann jedenfalls keine Dauerlösung im Sinne der Betroffenen sein.
  4. #4

    Ach ja die Hamburger

    http://www.zeit-fragen.ch/index.php?id=690 ---
    http://pravdatvcom.wordpress.com/2013/05/09/beichte-auf-dem-sterbebett-adhs-gibt-es-gar-nicht/ ---
    und die Pharmazie verdient hoffentlich weiter daran.
    Und die überlasteten Pädagogen haben eine Ausrede.
    Die einzige Frage die sich stellt wieso verdummen Menschen immer mehr und damit sind nicht die Kinder gemeint.
  5. #5

    Die Frage von Herrn Pelzig (Pelzig hält sich)

    an einen seiner Gäste (einen Kinderpsychologen) - sinngemäß: Was tun sie, wenn sie im Gespräch merken, dass das Kind eigentlich völlig ok ist, aber die Eltern einen an der Klatsche haben? Die Antwort: Da kann ich gar nichts tun, ich bin ja Kinderpsychologe.

    Und wenn die lieben Eltern bei einem Arzt /Psychologen das gewünschte Medikament nicht bekommen, gehen sie zum nächsten und irgendwann läßt sich einer breitschlagen und das Kind wird behandelt - statt der Eltern!

    Wo waren die AHDS-Kinder früher? Gab es keine? Wurden die Kinder damals noch erzogen und nicht "diskutiert"? Irgendwas lief früher wohl anders . . . aber vielleicht gab es nicht so viele Elternratgeber, die die Eltern von ihrer instinktiv richtigen Erziehung abgebracht haben, die aber eben ein ständiges Beschäftigen mit dem eigenen Nachwuchs mit sich bringt - man kann nicht alles in der KiTa hinbekommen . . .
  6. #6

    Grausam

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Trauriger erster Platz für Hamburgs Schulkinder: Im Bundesvergleich schlucken sie am meisten Medikamente gegen das Zappelphilipp-Syndrom ADHS, so der Verband der Ersatzkassen. Rheinland-Pfalz und Bremen belegen Platz zwei und drei. Kritiker beobachten die Entwicklung mit Unbehagen.

    ADHS: Hamburger Kinder bekommen am meisten Methylphenidat - SPIEGEL ONLINE
    Die Anwendung bei Kindern sollte nahezu verboten werden. Diejenigen, die das Zeug so massenhaft verschreiben, sollten für gewisse Zeit nicht mehr praktizieren dürfen.
    Grausam, was hier passiert.
    Langfristig muss dann wieder der Steuerzahler für die gegenwärtige Unfähigkeit von Eltern und Ärzten und das verantwortungslose Profitstreben des Herstellers bezahlen.
    Den Schaden an den Kindern kann aber noch soviel Geld nicht reparieren.
  7. #7

    Medikinet

    Medikinet macht nicht süchtig. Woher nehmen Sie Ihre Kenntnis? Ich kenne zwei Kinder, welche dies wirklich hilfreiche Medikament nehmen, das ihnen die Schulkarriere gerettet hat. An Wochenenden und in den Ferien nehmen sie es nicht - und zwar auf eigenen Wunsch und weil es dann nicht notwendig ist! Süchtig machend klingt anders, oder?
    Die Wirkdauer ist aufgrund der Retard-Wirkung auf ca. 6-8 Stunden reduziert. Erst nach eingehender (auch psycholgischer) Prüfung wird es verschrieben. Und zwar von einem Arzt, der m.E. eine Fachausbildung hat.

    Und der Vergleich mit Speed hinkt auch. Diese Wirkweise wird nur bei nicht ADS-Betroffenen erreicht.
  8. #8

    optional

    Solange diese AD(H)S-Debatte hitzig und wie ein Glaubenskrieg geführt wird, werden wir wohl kaum eine Lösung finden, die sowohl die Patienten, so sie welche sind, als auch die Kritiker der Behandlung, die in ihrem Gehabe genauso überzogen reagieren wie Impfgegner, zufriedenstellt. Das Phänomen muss genauer erforscht werden; da es vor allem ein 1. Welt-Problem ist, sollte doch genügend Anreiz für die Wirtschaft da sein, um den finanziellen Einsatz zu wagen.
  9. #9

    Das übliche ADHS-Bashing

    Und - zack - da tobt der Stammtisch, da ist es wieder, die Märchen von der geldgeilen Pharmaindustrie, das Gerede von "ADHS gab's früher nicht", die Mär von der heute mangelnden Kindererziehung und das dumme Geschwätz vom süchtigmachenden Ritalin ...

    Wenn man sich die Zahlen anschaut löst sich dieser Skandal in Luft auf. 1,8% der Kinder die in Hamburg gesetzlich Krankenversichert sind bekommen Methylphenidat. Die Prävalenz von ADHS ist weltweit ungefähr 5%. Also bekommen weniger als die Hälfte der statistisch zu erwartenden ADHS-Kinder eine medikamentöse Behandlung. Wenn man nun annimmt dass in Hamburg die Versorgung gut ist, also die meisten der Kinder mit ADHS tatsächlich behandelt werden, dürfte es so sein dass die meisten eine Therapie bekommen und ungefähr die hälfte Medikamente braucht. Das deutet nicht auf einen Skandal und ist nicht traurig sondern sieht eher nach guter Versorgung und offenbar sorgfältige Behandlung aus.

    Aber klar, der Spiegel montiert wie immer tendenziöse Zahlen und Halbwahrheiten aus alten Meldungen so in dieser Sommerloch-Geschichte dass es wie ein Skandal aussieht.

    Und Recherche ist bei SPON ist schon lange ein Fremdwort.