"Euro Hawk": De Maizière gibt Vorgängern Schuld am Drohnen-Desaster

Getty ImagesThomas de Maizière räumt in der Affäre um den gescheiterten "Euro Hawk" zwar Kommunikationsfehler ein. Das Problem der Drohnenprojekts liege aber in seinen Anfängen, sagte der Minister jetzt im Untersuchungsausschuss. "Man wollte den großen Wurf wagen."

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...-a-914046.html
  1. #1

    Weil es hier super gut passt:
    Zitat von kabian Beitrag anzeigen
    Deutschlands Kollektivversagen
    Meine Frau kommt aus Nepal, und das erste was ihr hier in Deutschland auffiel waren die Schuldzuweisungen. Hier ist das Wetter oft schuld. Die Eisglätte. Der Baum am Strassenrand. Die Temperatur. Die Nässe. Und natürlich die Zeit.
    Wann endlich werden wir diese Übeltäter vor Gericht stellen und wegschließen?
  2. #2

    Maizieres Theater

    "...das Projekt sei schon auf der "schiefen Bahn" gewesen als er im März 2011 ins Wehrressort einzog." Für mich ist klar, er windet sich. Wenn er das so übernahm, dann hat er den Posten über alles gestellt. So ein Desaster würde ich nicht übernehmen, wenn ich für die Kosten verantwortlich wäre. Aber in diesem Staat haftet fast nie der "Geschäftsführer".
  3. #3

    de Maizière ist der perfekte Nachfolger für Merkel. Preußisch korrekt, unglamourös und extrem darauf bedacht, dass nie etwas an ihm selbst hängen bleibt, wenn einmal richtig was aus dem Ruder läuft. In der Summe nennt man das dann "beliebt".
  4. #4

    Verantwortung

    Weshalb fällt es der heutigen Generation von Politikern so schwer, Verantwortung zu übernehmen? Rückblickend auf alle Skandale in den letzten Jahren klammern sich die Damen und Herren so derart an ihre Positionen, daß man sich fragen muß, welcher Vorgang ist für einen Rücktritt denn überhaupt noch angemessen. Unser Herr Verteidigungsminister tur weder sich selbst noch unserem Land einen Gefallen, wenn er weiterhin im Amt bleibt. Schade, ich hatte mal sehr viel Achtung vor Herrn de Maiziere, die Zeiten sind vorbei!
  5. #5

    Bayerischer Drohnen-Klüngel profitiert vom Ausstieg aus dem “Euro Hawk”

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    Ein Netzwerk mehrerer deutscher Firmen hat sich längst auf den Ausstieg aus der geplanten Beschaffung der US-Spionagedrohne “Euro Hawk” vorbereitet und ein eigenes System auf die Schiene gebracht. Dabei handelt es sich im Kern um die Drohne “Talarion”, deren Entwicklung der deutsch-französische Rüstungskonzern EADS 2011 vorläufig eingestellt hatte. “Talarion” war konzipiert als sogenannte MALE-Drohne (“Medium Altitude Long Endurance”).
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    Mehr hier:
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    https://netzpolitik.org/2013/bayeris...comment-592099
  6. #6

    Strauss -

    Die ganze Drohnenstory erinnert mich an die Starfighterbeschaffung durch den CSU-"Verteidigungs"-minister Fr. J. Strauss. Eher könnte man den als BW-Abrüstungsminister bezeichnen, denn von den ca. 300 von den USA gelieferten Dingern sind ja an die 190 abgestürzt.
  7. #7

    Alles klar,

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Thomas de Maizière räumt in der Affäre um den gescheiterten "Euro Hawk" zwar Kommunikationsfehler ein. Das Problem der Drohnenprojekts liege aber in seinen Anfängen, sagte der Minister jetzt im Untersuchungsausschuss. "Man wollte den großen Wurf wagen."

    De Maizière gibt seinen Vorgängern Schuld am Drohnen-Desaster - SPIEGEL ONLINE
    das Unwort "Erblasten" ist noch nicht so sehr strapaziert worden. Das sind/waren immer die Anderen.
    In der freien Wirtschaft wird bei Übernahme eines neuen/fremden Ressorts immer erst nach offenen Problemen und vorhandenen gefragt, besonders, wenn man nicht vom Fach ist. Doch "nicht vom Fach" scheint Vorraussetzung für die Neubesetzung eines Ministerpostens zu sein. Es sind ja genug Staatssekretäre als Bauernopfer vorhanden, damit der Kleiste auf den Sesssln hält.
  8. #8

    Das Problem des Drohnenprojekts liege aber in seinen Anfängen

    ...wenn ihm das klar war, warum hat er das Projekt nicht gestoppt oder verändert? Das ist doch der Grund sofort Maßnahmen und Änderungen vorzunehmen
  9. #9

    Euro Hawk: Bauernopfer im Verteidigungsministerium

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    Staatssekretär Stéphane Beemelmans hat im Euro-Hawk-Untersuchungsausschuss erklärt, er habe seinen Chef, Verteidigungsminister Thomas de Maizière, zu spät vom ganzen Ausmaß des Drohnendebakels informiert. Er habe erst am 13. Mai 2013 eine Vorlage erstellt und übermittelt, weil es damals einer Grundsatzentscheidung bedurfte. Bis dahin habe de Maizière keine Kenntnis von den Problemen beim Euro Hawk gehabt.
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    Mehr hier:
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    Euro Hawk: Bauernopfer im Verteidigungsministerium | heise online