Überwachung im Alltag: In der falschen Funkzelle

DPAPrism? Tempora? NSA? Vor denen hat Juliane Schiemenz keine Angst. Ihr Kommunikationsverhalten wurde schon vor zwei Jahren vom Landeskriminalamt in Dresden durchleuchtet. Der Grund: Sie wohnte in der falschen Straße.

http://www.spiegel.de/netzwelt/netzp...-a-913688.html
  1. #1

    optional

    Was soll dieser Artikel?

    Weiß die Autorin, wieviel Menschen bei Mordfällen als Verdächtige oder Personen von Interesse überprüft werden?

    Ermittlungen muss gott sei dank jeder über sich ergehen lassen - schlimm wäre es, wenn sich einzelne Menschen davon ausnehmen könnten.
  2. #2

    Es ist so weit.

    Was lernen wir daraus? Wenn irgendwo eine Demo angekündigt wird, unbedingt Handy ausschalten und Akku raus. Sonst ist alles möglich. Allerdings ist es nicht ausgeschlossen, dass alle erfaßt werden, die ihre Handys ausschalten. Sie könnten ja was zu verbergen haben, nicht wahr?
  3. #3

    Aber das muss Ihnen Ihre Freiheit doch wert sein...

    Mensch Mädel, in Deutschland generell und in Dresden ganz besonders muss einem doch klar sein das man überwacht wird weil ja praktisch überall eine Demo statt finden könnte ;-) /Ironie off

    Traurig, oder? Nun fragen sie sich mal wieviel Leute immer noch in irgendeiner Datenbank zu finden sind und bei entsprechenden Querverweisen immer wieder in den Fokus geraten obwohl sie damit nichts zu tun haben und der Datensatz aber allein durch die Abfrage wieder an Aktualität gewinnt.
    Sie dürften nun aufgrund ihres Bewegungsprofils und den bereits erfolgten Überprüfungen sowohl dem rechten wie auch dem linken Spektrum zugehörig sein. Das muss man erstmal schaffen. Aber machen sie sich keine Sorgen. Das fällt eh keinem auf. Sie bekommen wahrscheinlich immer nur wieder Briefe mit dem Vermerk "Ermittlungsverfahren eingestellt". Sie sind nicht allein.
  4. #4

    optional

    Soviel zum Thema Verhältnismäßigkeit! Und ich wette: Mit den technischen Möglichkeiten wird das alles noch viel schlimmer. Die Richtung dürfte mittlerweile deutlich werden: Tausende überwachen, null bis einen zu finden. Kollateralschäden werden heruntergespielt oder schlicht ignoriert. Da hilft nur politisches Engagement...
  5. #5

    Ich bin erschüttert...

    ...und frage mich, wo das noch enden soll. Sind wir tatsächlich schon wieder auf dem Weg in einen rigiden Überwachungsstaat? Jetzt mögen die Beschwichtiger ja einwenden, dass alles wären ja nur Einzelfälle. Wie aber ist es zu bewerten, dass die Einzelfälle (wobei nach Art und Umfang erst einmal nicht unterschieden wird) zur Regel werden, wenn sich anti-demokratische und den Rechtsstaat gefährendende Praktiken in einer subtilen Salamitaktik in das tägliche Leben einschleichen?
  6. #6

    Wenn man so etwas liest

    fragt man sich was wir für ein trauriges Land sind! Selbst wenn man es technisch nicht schafft neutralisiert Kommunikation nach verfänglicher und unverfänglicher zu trennen- was durchaus möglich wäre- ist wenigstens eine deutliche Entschuldigung fällig, wenn man es nicht ganz lassen müsste! Bin mal gespannt wie der Mitarbeiter des Amtsgericht Dresden reagieren würde, der diese Antworten zu verantworten hat, wenn irgendwer für ihn entscheidet welche Grundrechte erheblich sind und welche nicht! Vielleicht mal das Eigentum oder die Menschenwürde oder die Religionsfreiheit! Schlimm das wir anscheinend nicht mehr Wissen wie kostbar Rechte sind das so ein Vorgehen mit solchen Briefen ein Abschluss finden ! Empörend!!!
  7. #7

    Eigenes Handy zur Demo?

    Ich weiß nicht, wie es die Masse der Demonstranten macht, aber ich nutze für meine demokratisch gesicherte öffentliche Meinungsäusserung nie mein echtes Mobiltelefon. Um bei so etwas erreichbar zu sein, gibt es ein billiges Prepaid-Handy mit Fakedaten. Und dies Telefon wird auch nicht zu Hause eingeschaltet. Metadaten sind ebenso aufschlussreich wie ein persönlicher Fingerabdruck. Wer sich auskennt, kann sich relativ unsichtbar machen - Auch wenn er nichts unrechtes plant!
  8. #8

    Sommerloch?

    Mal abgesehen davon, dass jeder, der 2 m hinter einer nicht genehmigten Demo her läuft, als dazu gehörig angesehen werden kann, ist die Dame scheinbar von einer gewissen Naivität geleitet gewesen. Jedoch stelle ich mir die Frage, warum der Artikel ein Jahr nach Klärung erfolgt. Gibts was Neues, was man vergessen hat, in diesem Artikel mitzuteilen?
  9. #9

    Frechheit

    Wenn man soetwas liest und weiß das soetwas immer häufiger und bewusster getan wird dann läuft es mir Kalt den rücken runter. Das ganze fängt an ausmaße anzunehmen die nicht vertretbar und akzeptierbar sind. Das ganze erinnert doch sehr an DDR und die kontrolle über das Volk.