EU-Außenbeauftragte: Ashton besucht Mursi in Geheimgefängnis

REUTERSÜberraschender Besuch in der Einzelhaft: Die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton ist mit dem ägyptischen Ex-Präsidenten Mohammed Mursi zusammengetroffen. Das Gespräch an einem geheimen Ort dauerte zwei Stunden. Das Militär verbirgt den Ex-Staatschef seit dessen Absetzung.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...-a-913785.html
  1. #1

    Hoffnung um die Spaltung des Landes zu vermeiden

    Sollte Ashton einen Zugang zu beiden Seiten finden, so kann das nur gut sein für Ägypten.
  2. #2

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Überraschender Besuch in der Einzelhaft: Die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton ist mit dem ägyptischen Ex-Präsidenten Mohammed Mursi zusammengetroffen. Das Gespräch an einem geheimen Ort dauerte zwei Stunden. Das Militär verbirgt den Ex-Staatschef seit dessen Absetzung.

    EU-Außenbeauftragte: Ashton besucht Mursi in Geheimgefängnis - SPIEGEL ONLINE
    Der Besuch Ashtons bei Morsi, reiht sich ein in die Pro-Stellungnahmen, die die USA und die EU fuer den "ach so demokratisch gewaehlten" Islamisten taeglich geben.
    Irgendwie ist das alles ziemlich bizarr. Da unterstuetzt der Westen in Aegypten, Syrien und auch Tunesien Islamisten, in Syrien sogar Djihadisten, Menschen die die westliche Lebensweise, Demokratie, Menschenrechte total ablehnen, sogar hassen und ebendieser Westen unterstuetzt sie....
    Ist das nicht decadent?
  3. #3

    Diese Frau...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Überraschender Besuch in der Einzelhaft: Die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton ist mit dem ägyptischen Ex-Präsidenten Mohammed Mursi zusammengetroffen. Das Gespräch an einem geheimen Ort dauerte zwei Stunden. Das Militär verbirgt den Ex-Staatschef seit dessen Absetzung.

    EU-Außenbeauftragte: Ashton besucht Mursi in Geheimgefängnis - SPIEGEL ONLINE
    ...wurde niemals von irgendjemand gewählt. Sie hat keinerlei demokratische Legitimation und sie ist NICHT beauftragt als IRGENDETWAS zu fungieren.
    Ich erwarte vom Journalismus schon dass er demokratische Prinzipien verteidigt. Frau Ashton ist politisch GAR NICHTS!
  4. #4

    westliche Werte

    Wenigstens handelt Ashton nicht nach dem Grundsatz einiger Foristen hier: Ihr könnt wählen, wen ihr wollt, solange der gewinnt, der uns gefällt.
  5. #5

    Trümmerpolitik

    Nun ja. Die Saudis mit ihren „Salafisten“ streben die Macht in Ägypten an, und man darf gespannt sein, ob das gelingt. Der Westen setzt ja auf Figuren wie Mursi, El Baradei und Erdogan, um einen „Islam Light“ im Interesse der Banken-Internationalismus durchzusetzen. Die Saudis träumen aber von einem fundamentalistischen Islamismus in einem eher nationalistisch-monarchistischen Rahmen. Was dabei auf jeden Fall auf der Strecke bleibt. ist der säkulare Staat nach westlichem Vorbild. Der ist in Washington für die Region nicht erwünscht.

    Nun ist es aber so, dass die Jugend fleißig im Internet surft, und das Verfallsdatum der archaischen Religionen längst überschritten ist. Somit muss man sich auf endlose Kämpfe zwischen diesen Ideologien einstellen. Für Ägypten, Syrien und Tunesien bedeutet das vermutlich „Libysche Zustände“. Wenn es das Ziel war, die gesamte Region im Chaos versinken zu lassen, ist der Westen jedenfalls höchst erfolgreich.
  6. #6

    Was macht....

    Eine EU Aussenbeauftragte bei einem Kriminellen im Gefängnis? Ich frage mich warum wir in Europa so viel Geld gegen die Terrorbekämpfung ausgeben und gleichzeitig solche Leute besuchen? Es sollten vielleicht eher Leute vom BND Mursi besuchen und ihn Verhören.
  7. #7

    Warum sollte man ihn denn freilassen?
    Mursi hat seine Macht missbraucht und wollte aus Ägypten ein zweites Afghanistan machen.
  8. #8

    Was soll das denn

    Was will die EU denn von den radikalen Muslim Brüdern? Das ist das völlig falsche Signal für Ägypten. Einem Politiker einen Besuch zu machen, der Menschenrechte mit den Füßen tritt ist schon sehr seltsam. Wenn jemand vom internationalen Gerichtshof in den Haag da hin geflogen wäre um Anklage gegen Mursi zu erheben, das wäre korrekt gewesen. Und besonders Frau Ashton den Besuch machen lassen? Musste sie, wie die Muslim Brüder wollen, denn eine Burka tragen als sie mit Mursi gesprochen hat
  9. #9

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Vor ihrem Abflug in die ägyptische Hauptstadt hatte die EU-Außenbeauftragte einen "vollständig integrativen Übergangsprozess" angemahnt, "der alle politischen Gruppen inklusive der Muslimbruderschaft einbezieht". Der Prozess müsse "so schnell wie möglich" zu freien Wahlen führen.
    Was mischt sich die EU da ein.
    Ägypten hat ein Recht darauf sein Mittelalter zu überwinden, auch wenn es Tote kostet.
    Ashton möchte vermutlich die freiheitliche Gesellschaft aus der sie selbst stammt auch nicht missen. Aber genau diese freiheitliche Gesellschaft wurde in Europa ebenfalls blutig gegen christliche Fundamentalisten erkämpft.
    Damals wurde auch nicht mit Wattebällchen geschmissen und die Anhänger der Heiligen Inquisition u.ä. wurden auch nicht mit Hilfe von "integrativen Übergangsprozessen" zurückgedrängt.

    Und vor freien Wahlen benötigt Ägypten zuallererst mal Stabilität, Bildung (nein nicht Koran auswendig lernen) und ausreichend Nahrung für alle.
    Danach kann man über echte Wahlen reden (zu denen selbstverständlich nur säkulare Parteien zugelassen werden dürfen)