Krise in Tunesien: "Die Ägypter haben es vorgemacht"

REUTERSNach dem Staatsbegräbnis für den ermordeten Oppositionspolitiker Mohammed Brahmi stehen die Zeichen in Tunesien auf Sturm: Die dortige Opposition lässt ihrem Hass auf die regierenden Islamisten freien Lauf, diese agieren hilflos. Das Vorzeigeland des Arabischen Frühlings droht den Weg Ägyptens zu gehen.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...-a-913506.html
  1. #1

    genau so ist es richtig !

    die muslimischen länder sollen das selbst regeln . wenn friedlich schön für sie , wenn nicht ! nicht unser Problem . wir sollten uns raushalten und natürlich auch keine waffen liefern . entweder sie regeln es selbst oder gehn sich gegenseitig an den kragen . solange sie uns nicht direkt bedrohen alles gut . sollten sie sich mit uns ( dem westen ) anlegen sollten wir sehr hart durchgreifen , was anderes verstehen sie nicht und wird als schwäche ausgelegt . aber was die selbst intern machen kann uns egal sein .
  2. #2

    Politiker, die sich auf den Islam beziehen, haben in einer Regierung nichts zu suchen. Gottesstaat: Allein der Ausdruck ist Nonsens. Ägypten geht hier einen besseren Weg.
  3. #3

    Willkommen Demokratie

    naja, die Demokratie scheint bei all der Toleranz und dem Respekt vor gewählten Partein noch ein wenig Entwicklungszeit zu brauchen......
  4. #4

    Jede Revolution

    verschlechtert erst einmal die Lebensbedingungen der Bevölkerung, besonders dann, wenn die alten Eliten noch Einfluss auf die Wirtschaft haben. In Deutschland hat der Demokratisierungsprozess über 100 Jahre gedauert, wir haben die blutigen Auseinandersetzungen in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts und nach dem 1. Weltkrieg gehabt, einschließlich der Nazidiktatur. Warum sollte es in Nordafrika und anderswo wesentlich schneller und unblutiger verlaufen. Auch heute ist unsere Demokratie durch korrupte Eliten, Bankster und gewissenlose Unternehmensführer permanent gefährdet.
  5. #5

    Der Islamismus gehört weltweit geächtet und ausgemerzt.
  6. #6

    Ich empfinde es als sehr befremdlich, dass man hier immer genau zu wissen scheint, wie die Probleme in diesen Ländern angegangen werden müssen. Deutschland ein Staat mit einem einem riesigen Schuldenberg, einem negativen demografischen Entwicklung, einer maroden Infrastruktur sowie Partnern, die aus reiner Nächstenliebe immer ein Ohr offen haben für unsere Probleme, will anderen gute Ratschläge erteilen.

    Wäre die Welt so einfach gestrickt, dann bräuchten wir heute nicht über die Situation in diesen Ländern zu diskutieren. Ich würde mich eher über eine neutrale kommentarfreie Berichterstattung freuen. Verteufelt niemanden und klärt die Leute mal darüber auf, wie solche Länder "ticken". Solche Staaten brauchen keine Art von journalistischem Kolonialismus oder gar gute Ratschläge.

    Schließlich bedeutet Parteinahme für eine Seite auch, dass man im Zweifelsfall aktiv werden müsste. Wie soll das denn aussehen?

    Soll die Bundeswehr jetzt als Beispiel die Fallschirmjägerbrigade aus dem Saarland nach Tunis verlegen um die Regierung beim Kampf gegen die Islamisten zu unterstützen?

    Wohl eher nicht. ;)
  7. #7

    aufwachen

    wenn es noch keiner kapiert hat, die jungen leute in tunesien, wie auch in aegypten heute, wollen nicht in einer religios dominierten welt leben. das in aegypten das militaer konsequent jetzt verhindert das diese extremisten es nicht schaffen werden das land in die islamische steinzeit zurueck zuwerfen, das wuensche ich auch tunesien.
  8. #8

    nene

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Nach dem Staatsbegräbnis für den ermordeten Oppositionspolitiker Mohammed Brahmi stehen die Zeichen in Tunesien auf Sturm: Die dortige Opposition lässt ihrem Hass auf die regierenden Islamisten freien Lauf, diese agieren hilflos. Das Vorzeigeland des Arabischen Frühlings droht den Weg Ägyptens zu gehen.

    Nach Mord an Oppositionellem Brahmi eskaliert die Krise in Tunesien - SPIEGEL ONLINE
    ..........

    Wo überhaupt gibt es im nordafrikanischen Jasmin irgendein Vorbild?
    Aus den demokratischen Träumen sind Militärdiktaturen und Interessenstaaten geworden, in denen Demokratie absolut nicht verwirklicht wird. Jene Gruppe, die zur stärksten wird, kostet ihre Macht gegen die anderen Gruppen aus, statt mit denen zusammenzuarbeiten, um den Staat auf wirkliche breite Schultern zu gründen.
    Und dahinter lauert dann auch noch das Militär, das demokratischen Illussionen jeden Atem raubt.
    rabenkrähe
    Geändert von ( um Uhr)
    Es gibt ein Leben vor dem Tod. Der wahre Pazifist ist bereit, mit der Waffe für seine Überzeugung zu kämpfen.....
  9. #9

    Zitat von endrag Beitrag anzeigen
    verschlechtert erst einmal die Lebensbedingungen der Bevölkerung, besonders dann, wenn die alten Eliten noch Einfluss auf die Wirtschaft haben. In Deutschland hat der Demokratisierungsprozess über 100 Jahre gedauert, wir haben die blutigen Auseinandersetzungen in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts und nach dem 1. Weltkrieg gehabt, einschließlich der Nazidiktatur. Warum sollte es in Nordafrika und anderswo wesentlich schneller und unblutiger verlaufen. Auch heute ist unsere Demokratie durch korrupte Eliten, Bankster und gewissenlose Unternehmensführer permanent gefährdet.
    Ihre Analyse ist zu kurz gegriffen. Faschismus fängt dort an wo sich das Volk oder eine Mehrheit als Opfer sieht. Diese "korrupten Eliten" finden genügend Wähler die ihnen ihre Stimmen leihen, es existieren auch genügend Menschen, die einen Kredit aufnehmen oder bargeldlos bezahlen wollen. Die Anzahl derer, die für diese gewissenlosen Unternehmen arbeiten gehen und dort auch aufsteigen wollen dürfte wohl auch im fünf bis sechstelligen Bereich liegen, oder sehen Sie das anders?

    Diktaturen benötigen viele kleine Helfer und nicht nur ein paar Ansprechpartner und Projektmanager. ;